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D&D5 - Smalltalk
aikar:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 6.03.2024 | 15:00 ---Wobei ich persönlich finde, dass der suboptimale Anteil gerade Teil des Reizes war, bestimmte Dinge zu kombinieren. Gleichmacherei ist halt eigentlich das Gegenteil von Vielfalt ;)
--- Ende Zitat ---
Ist halt die uralte Frage wie wichtig einem die regeltechnische Umsetzung eines Konzepts ist. Das Thema kommt ja auch bei den Diskussionen zur Sinnhaftigkeit feingranularen Charakterbaus immer wieder auf.
Die einen wollen den Unterschied halt detailiert in den Regeln sehen und alles andere ist für sie eintönig.
Die anderen sehen den Unterschied im Fluff und wollen nur eine Möglichkeit, dieses Fluff-Konzept zu spielen.
Wenn es anders wäre, wären Systeme wie Fate (das SEHR grob ist) nicht so vielfältig in ihren Settings und Charakterkonzepten.
--- Zitat von: Mouncy am 6.03.2024 | 15:30 ---Das ist nicht spekulativ. Es gab vor paar Jahren mal ne Umfrage bei der man sehr gut sehen konnte, dass die beliebtesten Class / Race Combos halt auch die waren, die Mechanisch aus Min/Max Sicht Sinn ergeben wegen Attributsboni.
2 Minuten Suche: https://fivethirtyeight.com/features/is-your-dd-character-rare/
--- Ende Zitat ---
Das sicher. Aber deine Schlussfolgerung, dass es deswegen mehr Spezies gibt, kann ich daraus nicht ziehen. Da besteht für mich kein Zusammenhang.
Als neue Spezies mit optimalen Boni erschienen sind, wurden sie (natürlich) für Minmaxing genutzt. Das heißt aber nicht, dass es kein Interesse an mehr Spezies gäbe, wenn diese Boni allgemein entfallen.
Ainor:
--- Zitat von: PayThan am 6.03.2024 | 08:51 ---Unsere Starfinder-Kampagne hat mir jedoch einen neuen Blickwinkel eröffnet und meine Einstellung komplett verändert. Die Vielfalt der verschiedenen Völker dort war einfach genial und hat enorm zur Atmosphäre und zum Spielspaß beigetragen, was das Spiel insgesamt enorm bereichert hat.
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Star wars Cantina. Passt ja auch irgendwie zu Starfinder, Spelljammer etc. Kann man machen, aber man kann nicht gleichzeitig das und ein Mittelalter-Plus Feeling haben.
--- Zitat von: Feuersänger am 6.03.2024 | 09:51 ---Ja, der doofe Naturwissenschaftler in mir tut sich auch immer ein bisschen schwer mit der Vielzahl intelligenter Spezies auf handelsüblichen Fantasywelten. Weil ich aber auch immer davon ausgehe, dass das Leben auch auf diesen Welten evolviert ist und nicht Rasse 1 von Gott A erschaffen wurde usw.
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In Gegenden die von strategischen oder taktischen Zaubersprüchen getroffen wurden ist die Mutationsrate höher. Weiss doch jeder :)
--- Zitat von: nobody@home am 6.03.2024 | 10:29 ---Umgekehrt gibt's aber oft auch keinen überzeugenden Grund, warum man sie nicht spielen können soll.
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Doch gibt es: D&D hat keine wirkliche Core Story was Drachen denn so den ganzen Tag lang machen.
Natürlich kann man sagen "Wir spielen jetzt Drachen". Aber von da bis zu einem funktionierenden Spiel ist es noch recht weit.
--- Zitat von: nobody@home am 6.03.2024 | 10:29 --- und reichlich andere Systeme vormachen, daß es eben doch geht.
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Was sollte den nicht gehen. Natürlich kannst du schreiben: In der Welt gibt es Alpacas.
Aber wird das gespielt, oder wird das woanders übernommen? Ich denke eher selten.
(so direkt fallen mir nur Drow ein als die die unabhängig von ihrem Heimatsetting existieren.)
--- Zitat von: nobody@home am 6.03.2024 | 10:29 ---"Zugänglich", pfft. Was Menschen sich ausdenken können -- und nichts anderes ist selbst die exotischste fiktive Lebensform ja --, dazu finden Menschen auch Zugang. Alles andere wäre schließlich schon eine mindestens halbe Bankrotterklärung der menschlichen Fantasie an sich, und so weit weigere ich mich schlicht zu gehen.
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Zugänglich ist was völlig anderes als vorstellbar.
Ich kann mir licht einen Raben vorstellen, aber wie es ist ein Rabe zu sein ist viel schwieriger.
--- Zitat von: nobody@home am 6.03.2024 | 10:29 ---(Mal ganz abgesehen davon, daß, wenn das schon ein Problem wäre, D&D selbst eigentlich von Anfang an hätte krachend scheitern müssen. Wie "zugänglich" ist denn einem Normalo-Nerd des späten 20. Jahrhunderts überhaupt schon ein ahistorisches Quasi-Mittelalter mit Magie bis zum Abwinken, dafür aber ohne moderne Selbstverständlichkeiten wie Benzin, Strom, und Gas? ;))
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Dank Märchen, Geschichten, etc klappt das erstaunlich gut.
--- Zitat von: Mouncy am 6.03.2024 | 13:24 ---Am meisten Schuld am D&D Zoo hat vermutlich einfach die Designentscheidung, dass es für die Wahl der Spezies Atributsboni gibt und man dann halt anfangen konnte zu Min/Maxen.
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Naja, in 5E sind Bonusmenschen fast immer top. Es mag zwar einen Zoo an spielbaren Rassen geben, aber was wird häufig gespielt?
--- Zitat von: nobody@home am 6.03.2024 | 13:37 ---Na ja -- zu AD&D-Urzeiten war ja ein Hauptgrund für die Popularität von "Halbmenschen" die Tatsache, daß die die ganzen Multiklassenoptionen hatten, während Menschen in der Regel von Anfang bis Ende ihrer Karriere auf eine Klasse festgelegt waren. Ohne dieses kleine Detail hätten die Leute wahrscheinlich auch schon damals insbesondere weniger Elfen und Halbelfen (die so ziemlich einzigen Rassen mit Zugriff auf Magier-plus-andere-Klasse-Kombos) gespielt.
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Genau umgekehrt. Menschen konnten umlernen, die anderen mussten sich auf eine Klasse oder eine Kombination festlegen.
--- Zitat von: Zanji123 am 6.03.2024 | 14:01 ---was ich bei D&D nur nicht verstehe: sind diese -2 +2 Änderungen den SOOO krass? Da ja eh nicht jeder Attributspunkt einen direkten Bonus ergibt? Ich find da wird immer (gerade bei 5e) ein MEGA Ding drum gemacht dabei sind die tatsächlichen Auswirkungen minimal am Tisch.
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Klar ist das wichtig. Du willst doch nicht dauern zu höhren bekommen dass du suboptimal bist!
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 6.03.2024 | 14:14 ---Das ist ja rein spekulativ. Wenn du dir die Monster-Ecke anschaust, hat D&D da ja auch schon immer den Trend zu immer mehr Exoten. Insofern könnte der Grund auch einfach sein, dass Leute die Exotik mögen.
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Naja, was neu hinzukommt muss sich ja vom bestehenden unterscheiden....
Ich glaube nicht dass die Exoten besonders beliebt sind.
--- Zitat von: Mouncy am 6.03.2024 | 15:30 ---Das ist nicht spekulativ. Es gab vor paar Jahren mal ne Umfrage bei der man sehr gut sehen konnte, dass die beliebtesten Class / Race Combos halt auch die waren, die Mechanisch aus Min/Max Sicht Sinn ergeben wegen Attributsboni.
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Das sind aber oft auch die Klassiker. Halblingdiebe, Elfenranger, etc.
Runenstahl:
--- Zitat von: Mouncy am 6.03.2024 | 15:30 ---Das ist nicht spekulativ. Es gab vor paar Jahren mal ne Umfrage bei der man sehr gut sehen konnte, dass die beliebtesten Class / Race Combos halt auch die waren, die Mechanisch aus Min/Max Sicht Sinn ergeben wegen Attributsboni.
2 Minuten Suche: https://fivethirtyeight.com/features/is-your-dd-character-rare/
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Sind der Grund für viele Kombos wirklich die Attributsboni oder vielleicht doch eher die "coolness" ? Die meisten Paarungen sind halt einfach Stimmig. Halb-Ork Barbar, Zwergischer Priester oder Krieger, Tiefling Warlock usw passen nunmal thematisch sehr gut zusammen. Und es gibt auch beliebte stimmige Kombos die definitiv nicht wegen der Attribute genommen wurden (Elfen Druiden z.B.). Und zuletzt ist es auch immer eine Frage wie man die Tabelle liest. Ja, mit 30 % sind Diebe die meistgewählte Klasse für Halblinge. Aber 70 % der Halblinge sind eben keine Diebe sondern relativ gleichmäßig alles mögliche, sogar Barbaren und Warlocks.
Runenstahl:
Und wen der Zoo stört: Nur weil man Optionen hat, heisst das ja nicht das man die alle nutzen muss. Ich habe schon bisweilen die Anzahl der möglichen Spezies auf ein halbes Dutzend reduziert wenn es zur Kampagne passte. Da mag der ein- oder andere murren aber letztlich müssen die Spieler dann entscheiden ob sie halt mitspielen wollen oder nicht. Aber ich böser Mensch verbiete ja auch Klassen wenn die nicht ins Setting passen ;)
nobody@home:
--- Zitat von: Ainor am 6.03.2024 | 16:11 ---Genau umgekehrt. Menschen konnten umlernen, die anderen mussten sich auf eine Klasse oder eine Kombination festlegen.
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Menschen konnten umlernen, wenn sie (a) für genau ihren Karrierewechsel passende ausgesprochene Superattributswerte hatten (natürlich bei standardmäßigem Auswürfeln und ohne Gelegenheit, die später ohne Heavy-Duty-Magie überhaupt noch zu verbessern) und (b) bereit waren, auf ihre "alten" Klassenfertigkeiten so lange komplett zu verzichten, bis sie in der neuen Klasse dann endlich eine höhere Stufe erreicht hatten als in der vorherigen (denn ein "Rückfall" hieß ja sofort "Tschüß, Erfahrungspunkte für die heutige Sitzung!"). Also kein wirklicher Vergleich etwa zum Elfenmagierdieb, der von Stufe 1 an frei die Fähigkeiten beider Klassen benutzen durfte und im wesentlichen "nur" seine Erfahrungspunkte gleichmäßig zwischen ihnen verteilen mußte.
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