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D&D5 - Smalltalk

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schneeland:

--- Zitat von: aikar am  1.07.2024 | 14:29 ---Das CR-System tut das was es soll. Es gibt mir eine ungefähre Ahnung ob ein Monster meine Gruppe auslöschen wird oder ob sie mit ihm den Boden aufwischt. Klar gibt es immer noch Ausreißer, aber meistens tut es seinen Job.

--- Ende Zitat ---

So grob über den Daumen gepeilt würde ich da nicht mal widersprechen, aber konkret für die 5e funktioniert das CR-System m.E. nicht wahnsinnig gut. Da spielen m.M.n. verschiedene Faktoren rein, aber neben der grundsätzlichen Schwierigkeit, Sonderfertigkeiten da korrekt "einzupreisen" scheinen mir schon die spezifische Annahmen (dass Gruppen auf höheren Stufen ohne magische Gegenstände unterwegs sind, dass es 6-8 durchschnittliche Encounter pro Abenteuertag gibt, dass ohne Feats gespielt wird) dafür zu sorgen, dass das wirklich nur noch Pi mal Daumen ist.

aikar:

--- Zitat von: schneeland am  1.07.2024 | 14:50 ---das wirklich nur noch Pi mal Daumen ist.
--- Ende Zitat ---
Ja, ist es. Das leugne ich auch nicht. Ich sage nur für das, was ich davon erwarte, ist das genug. Und ich denke der Preis um es präziser zu machen, wäre dem Spiel das zu nehmen, was mir daran gefällt.

nobody@home:

--- Zitat von: Arldwulf am  1.07.2024 | 13:43 ---Der Sinn von CR ist aber ja nicht einen Anspruch auf schaffbare Encounter zu erhalten. Sondern Spielleitern zu helfen einzuschätzen wie schwer oder leicht eine Begegnung ist.
--- Ende Zitat ---

Und, leistet es das? ;)

Das ist ja ein Stück weit der Witz an der Sache: die Frage danach, wie schwer oder leicht eine Begegnung eventuell ist, stellt sich grundsätzlich in jedem System (eventuell existierende Exoten, in denen Begegnungen grundsätzlich nicht zu Auseinandersetzungen o.ä. führen können, mal außen vorgelassen). Aber längst nicht jedes System versucht das mit dem Zuweisen spezieller und meist mehr oder weniger an den Haaren herbeigezogener Herausforderungsgrade zu lösen, sondern in den meisten muß man sich eben doch die angedachten Gegner selbst betrachten und dann zwischen Erfahrung und Bauchgefühl seine eigenen Entscheidungen treffen...und das scheint meist auch schon einigermaßen zu klappen, sonst würde man von dieser Fraktion deutlich öfter Beschwerden zu genau diesem Thema hören. :) Zum Geier, vor der 3. Edition hat (A)D&D selbst zu dieser Art von Spielen gehört, weil man allein mit der Trefferwürfelzahl eines Monsters oder den für einen Sieg erhältlichen Erfahrungspunkten eben auch nicht schon alles über die Gefahr wußte, die es eventuell darstellt...

Bringen mir Dinge wie Challenge Rating, Battle Value, Monsterklasse und wie sie alle noch heißen mögen in dieser Hinsicht also tatsächlich einen praktischen Vorteil, weil's mit ihnen wirklich schneller geht? Oder muß ich auch da immer noch mal nachschauen, ob z.B. ein Oger und eine Sahuagin-Priesterin (beide CR 2) tatsächlich so beliebig austauschbar sind? Denn wenn Letzteres der Fall ist, dann sind das alles eigentlich nur noch mehr oder weniger veschlüsselte "Dieser Gegner ist soundsoviele Punkte wert"-Angaben wie bei Space Invaders & Co. für den High Score...und die wiederum brauche ich nur dann, wenn ich tatsächlich auch Erfahrungspunkte für individuelle Gegner austeilen will. Aber das Thema hatten wir ja gerade. :)

schneeland:

--- Zitat von: aikar am  1.07.2024 | 14:54 ---Ja, ist es. Das leugne ich auch nicht. Ich sage nur für das, was ich davon erwarte, ist das genug. Und ich denke der Preis um es präziser zu machen, wäre dem Spiel das zu nehmen, was mir daran gefällt.

--- Ende Zitat ---

Da kann ich schwer was gegen sagen, denn das ist ja eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich selber hänge jetzt auch nicht am CR-System insgesamt, aber wenn man eins hat, dann müsste es für mich besser sein als das, was die 5e hat - so wie es jetzt aussieht, empfinde ich es als eher nutzlos. Und ich glaube, das geht besser auch ohne gleich komplett zur 4e zurückzugehen (ist aber natürlich ein ganzes Stück Arbeit für die Designer).

Sashael:

--- Zitat von: aikar am  1.07.2024 | 14:49 ---Und das Ergebnis war, dass der 4e immer vorgeworfen wurde, zu brett- oder computerspielig zu sein. Darauf wollte ich hinaus. Es gibt das eine nicht ohne das andere.

--- Ende Zitat ---
Hervorhebung durch mich.
Den Vorwurf hab ich nie wirklich nachvollziehen können, weil schon in D&D 3 in meinem Umfeld fast immer auf Battlemap mit allem und scharf gespielt wurde.
Für mich hat sich da am Spieltisch in der Hinsicht nur sehr sehr wenig geändert.


--- Zitat von: nobody@home am  1.07.2024 | 14:55 ---Bringen mir Dinge wie Challenge Rating, Battle Value, Monsterklasse und wie sie alle noch heißen mögen in dieser Hinsicht also tatsächlich einen praktischen Vorteil, weil's mit ihnen wirklich schneller geht?

--- Ende Zitat ---
Wenn das System ordentlich designt wurde, ist die Antwort halt: Mir bringt das sehr viel.

Da 5e auf DDMM (Der DM Machts) designt wurde, ist das System dann wieder so schwammig, dass mir persönlich das sehr wenig bringt.
Erst letztens hatte ich in meiner Gruppe zwei Kämpfe, die als herausfordernd rüberkommen sollten. Hat beim ersten noch funktioniert, beim zweiten ist mit der Gruppe von Runde 1 an der Boden aufgewischt worden.

Da ich nicht per se das Ziel habe, möglichst viele Charakterblätter toter SC zu sammeln, finde ich das sehr unbefriedigend.
Bin ich (zu) vorsichtig bei der Gegnerauswahl, sind die Kämpfe trivial. Versuche ich mal was aus dem System zu kitzeln, muss ich mit plötzlichem TPK rechnen.
Und der Grat dazwischen ist mir bei D&D 5 irgendwie zu schmal.

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