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D&D5 - Smalltalk

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Feuersänger:

--- Zitat ---Das muss ein System erst einmal schaffen das es (ohne zuuu viel mathematische Kunststücke vom Anwender zu verlangen) einen spannenden Adventuring Day hinbekommt. Ich behaupte sogar das das gar nicht möglich ist ohne im Abenteuer massives Railroading zu betreiben.
--- Ende Zitat ---

Das ist wirklich ein wunder Punkt, über dem schon mehr als ein SL eine Sinnkrise bekommen hat. Wie ist solche "Spannung" zu erzeugen?
Typischerweise wollen Spieler einerseits das Gefühl haben, dass ihre Figuren höchst gefährliche Situationen durchstehen, aber sie sollen halt andererseits auch erfolgreich sein und obsiegen. Beide Ansprüche lassen sich aber höchstens durch Illusionismus unter einen Hut bringen. Entweder die Gefahr ist real, dann wird es auch immer wieder mal schiefgehen und Figuren ins Gras beissen(*), oder sie ist nicht real sondern wird nur durch Smoke & Mirrors vorgegaukelt, dann funktioniert das nur so lange bis die Spieler das rausfinden.

*) und selbst wenn sie nicht verrecken sondern nur in die Flucht geschlagen werden -- ich hab auch mal mit einem SL gespielt der die Chancen sehr erfolgreich 60:40 austariert hat, und aus Erfahrung kann ich sagen, dass es auf Dauer auch nicht wirklich Spaß macht, in 2 von 5 Kämpfen mit eingezogenem Schwanz das Weite suchen zu müssen und dabei noch teilweise das eigene Überleben mit Concessions zu erkaufen.

nobody@home:

--- Zitat von: Feuersänger am  2.07.2024 | 17:20 ---Das ist wirklich ein wunder Punkt, über dem schon mehr als ein SL eine Sinnkrise bekommen hat. Wie ist solche "Spannung" zu erzeugen?
Typischerweise wollen Spieler einerseits das Gefühl haben, dass ihre Figuren höchst gefährliche Situationen durchstehen, aber sie sollen halt andererseits auch erfolgreich sein und obsiegen. Beide Ansprüche lassen sich aber höchstens durch Illusionismus unter einen Hut bringen. Entweder die Gefahr ist real, dann wird es auch immer wieder mal schiefgehen und Figuren ins Gras beissen(*), oder sie ist nicht real sondern wird nur durch Smoke & Mirrors vorgegaukelt, dann funktioniert das nur so lange bis die Spieler das rausfinden.

*) und selbst wenn sie nicht verrecken sondern nur in die Flucht geschlagen werden -- ich hab auch mal mit einem SL gespielt der die Chancen sehr erfolgreich 60:40 austariert hat, und aus Erfahrung kann ich sagen, dass es auf Dauer auch nicht wirklich Spaß macht, in 2 von 5 Kämpfen mit eingezogenem Schwanz das Weite suchen zu müssen und dabei noch teilweise das eigene Überleben mit Concessions zu erkaufen.

--- Ende Zitat ---

Persönlich denke ich auch, daß "Spannung" wenigstens ein Stück weit (und vielleicht insbesondere von Spielleitungen, weniger von Spielern) überbewertet wird. Denn je spannender der durchschnittliche Kampf, um so weniger kompetent werden sich die Spielercharaktere in Kampfsituationen anfühlen -- man kann schlecht vor lauer Nervosität Fingernägel kauen und sich im selben Atemzug sicher sein, daß der eigene Charakter die Lage noch recht gut im Griff hat.

Mit manchen Systemen und Charakteren läßt sich das durchaus auf einen Nenner bringen, aber D&D? Wo die Spielercharaktere eigentlich durch die Bank Berufsabenteurer sein sollen, für die eine Bande geifernder Orks einfach nur zum Alltagsgeschäft gehört? Ich denke, da kann man's mit den Spannungsansprüchen recht schnell übertreiben.

Feuersänger:

--- Zitat von: nobody@home am  2.07.2024 | 17:38 ---Persönlich denke ich auch, daß "Spannung" wenigstens ein Stück weit (und vielleicht insbesondere von Spielleitungen, weniger von Spielern) überbewertet wird.

--- Ende Zitat ---

Perfekt, du nimmst quasi meine Schlussfolgerung vorweg. Genau diese Erkenntnis war für mich der Ausweg aus dem Dilemma. Es _muss_ überhaupt nicht jeder Kampf so super spannend sein; nein, er _sollte_ es nichtmal sein aus den von dir beschriebenen Gründen. Ein gut Teil der Kämpfe darf einfach gepflegtes Arschtreten darstellen, bei dem die SC die Hosen anhaben und erkennbar Herr der Lage sind.
Das ist so ähnlich wie bei einem Bud Spencer Film. Die Kloppereien sind ein Hauptgrund warum man sie sich anschaut, aber nicht weil es irgendwie im Vorfeld unklar wäre, wer gewinnt.

Ainor:
Irgendwie erinnert mich das Ganze, insbesondere das "der Kampf war zu einfach. Das CR system ist totaler Müll" and die Gesinnungsdiskussionen von damals im Stile von: "Der Paladin ist rechtschaffen also muss er Befehlen des bösen Königs folgen". Die Vorstellung das ein simples System eine quasi unendliche Zahl von Fällen abdecken kann ist halt irgendwie ... merkwürdig.


--- Zitat von: Runenstahl am  2.07.2024 | 16:07 --- Denn wenn der Tag auf 6 Begegnungen ausgelegt ist die nach und nach die Ressourcen wegknabbern, dann knirscht es schon wenn die SCs durch gute Ideen und Würfelglück eine dieser Bewegnungen diplomatisch lösen.

--- Ende Zitat ---

Wieso? "kann" Kämpfe kann man halt z.B. mit 50% abschätzen.

Runenstahl:
Zum Thema was einen spannenden Adventuring Day ausmacht:
Ich selbst bin inzwischen von reinen Zufallsbegegnungen weg. Ich achte darauf das (fast) jede Begegnung ihren Sinn hat und es für die Spieler etwas neues zu entdecken gilt. Das macht die Spielwelt dichter und Atmosphärischer.

Und wenn dann die Verteidigung der Karawane ein leichter Kampf ist, ist das egal wenn der eigentliche Punkt war, das den Charakteren vielleicht auffällt das die "Händler" sich selbst mit dunkler Magie verteidigt haben.

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