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D&D5 - Smalltalk

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Arldwulf:

--- Zitat von: Ainor am  6.08.2024 | 18:49 ---
Das wesentliche ist dass 5E fast das gesammte Boni/Mali addieren durch Advantage/Disadvantage ersetzt hat, was das System deutlich vereinfacht.

--- Ende Zitat ---

Auch hier wieder ist die Frage für wen es das ganze vereinfacht. Für Spieler und Spielleiter? Oder für die Designer?

Denn damit man alles auf diesen einen Boni zusammenfassen konnte brauchte es Sonderregeln was geschieht wenn jemand mehr als einen Vorteil hat, oder wie Vor- und Nachteil sich aufheben.

Was zum einen skurrile Situationen erzeugt ("du stehst im Dunkel, weit weg und im Regen, du siehst nix und es stürmt, den Gegner kannst du nur mit Nachteil treffen!" Ok, ich mach Nebel dann treff ich besser!) also für Spieler und Spielleiter eigentlich mehr Diskussionen erzeugt.

Zum anderen erschwert die Höhe des Bonus auch kleine  Einflüsse abzubilden welche es eigentlich gerade sind die gut geeignet sind um kreative Ideen zu belohnen.

Arldwulf:

--- Zitat von: tartex am  6.08.2024 | 18:59 ---Du kriegst hier sehr viel Balancing durch einen einzigen Satz im Regel zusammen - plus einen Wort bei den entsprechenden Zaubern. In der Kürze liegt eben die Würze.

--- Ende Zitat ---

Hab ja oben schon geschrieben, fur Designer ist das natürlich angenehm. Man hat weniger Aufwand und muss nur den einen Satz hinschreiben.

Bloß die Spielauswirkungen sind halt nicht so toll, denn die Zauberauswahl der Spieler wird dadurch merklich beeinflusst und als Balancingmittel wird es mit steigender Stufe immer schwächer, da die Spieler mehr Möglichkeiten erhalten es zu umgehen.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: tartex am  6.08.2024 | 18:59 --- In der Kürze liegt eben die Würze.

--- Ende Zitat ---

Meiner Erfahrung nach trifft das auf Regeln genau nicht zu.

Sashael:
Ich finde genau die beiden genannten Regelelemente sehr unglücklich designt.

Bei Dis-/Advantage jubeln die Befürworter, dass man nicht rechnen muss, nur noch gucken, ob oder ob nicht Dis-/Advantage vorliegt.
Ich finde das immersionsstörend.
"In finsterster Nacht bei peitschendem Regen greift ein Panik einflössender Drache an und ihr steckt bis zur Hüfte im Schlamm. Ihr habt SOWAS von Nachteil auf eure Angriffswürfe!"
"Oh, kein Problem. Syndelbar hat kleine Glitzersternchen auf den Drachen gezaubert, deswegen treffen wir jetzt wieder ganz normal!"

Naja, nicht in meinem Kopfkino.

Und concentration hat dafür gesorgt, dass De-/Buffs nahezu komplett aus der Liste der genutzten Zauber geflogen sind, von Buffs abgesehen, die keine Konzentration benötigen, wie Wasser atmen.
Wenn du eh nur einen Zauber aufrecht erhalten kannst, hau lieber Schaden raus oder Soforteffekte. Hast würde z.B. in der letzten Kampagne bis Lvl 12 nur zweimal benutzt und auch das nur, weil den jeweiligen Castern keine andere Handlungsoption mit mehr Nachhaltigkeit eingefallen ist. Und sofort sind Debuffs der Gegner dann nicht mehr möglich, obwohl erst die Kombinationen interessante Synergieeffekte ermöglichen. Der "Ich bleib hinten und de-/buffe"-Caster ist raus.
Was nach meinem Gefühl für mehr Gleichförmigkeit bei den Magiewirkern geführt hat.

Mag ja sein, dass das alles schön einfacher ist, aber es ist imo letzten Endes dann auch viel fader.

Arldwulf:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am  6.08.2024 | 19:43 ---Meiner Erfahrung nach trifft das auf Regeln genau nicht zu.

--- Ende Zitat ---

Mal unabhängig ob es zutrifft oder nicht (ich würde ja sagen: ob kurz oder lang, die Qualität macht es aus): die 5e Regeln sind nicht kürzer als ihre Entsprechungen in den früheren Editionen. Oft im Gegenteil, denn durch die ganzen kleinen Sonderregeln werden die Regeltexte halt länger.

Sieht man ja auch bei Advantage / Disadvantage. Ohne die Beschränkung darauf bräuchte es überhaupt keine Erklärung ob zwei Advantages nun ein Disadvantage aufheben oder nicht.

Der Regeltext wird dadurch länger und nicht kürzer. Es ist nur einfacher für die Designer hinzuschreiben als tatsächlich die unterschiedlichen Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.

Aber für Spieler ist es natürlich wesentlich einfacher zu sagen "da ist ein Bonus, den wend ich an" als zu sagen "da ist ein Bonus, eventuell wende ich ihn an wenn die Umstände dies zulassen"

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