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Mordheim: City of the Damned
Orok:
Habe so um die 550 Stunden auf dem Spiel (PC) und liebe es noch immer. Es ist hart, aber ich fin de es weniger von Freakwürfen gesteuert als z.B. Blood Bowl (was ich auch sehr mag). Leider ist die KI nicht die schlauste, aber dadurch hat man auch gute Chancen brutale oder tödliche Missionen zu gewinnen. Mit Moorstein hatte ich bisher nie Probleme. Was ich zu Anfang gerne falsch gemacht habe: such nach möglichkeit Missionen aus, bei denen deine Bande zusammen startet. Renn nicht auf den Gegner zu, sondern ziehe deine Leute zusammen und lass 1-2 schwächere Moorstein einsammeln. Benutze Überzahl gegen einzelne Gegner wenn es nur irgendwie geht. Fernkämpfer kriegen zu Anfang immer auf die Schnauze, leg dich nicht zu sehr darauf aus.
Deep_Impact:
Ich hab mich jetzt durch ein halbes Dutzend Missionen gespielt.
Das Spiel ist nicht schlecht, aber ich finde sowohl die PS4-Steuerung in der Verwaltung sehr hackelig, ständig kommt man mit R1 / R2 durcheinander. Dann steht der Fokus an eine unerwarteten Stelle oder man muss sich mit hoch, runter und quer zu irgendwelchen Submenüs arbeiten.
Die Übersichtlichkeit fand ich erst noch okay, empfand sie dann aber im Laufe des Spiels als ganz gruselig. Bei jedem Zug muss ich mehrfach zwischen der 3rd-Person-View - die sehr cool wirkt - und der Gefechtsübersicht hinundherwechseln, weil ich nicht erkenne in welche Richtung ich muss, ob ein Objekt oben oder unten liegt und so weiter.
Als drittes fühle ich mich dem Spiel irrwitzig ausgeliefert. Vieles ist für mich einfach nicht vorhersehbar. Missionsziele gelingen nie, weil einfach die Gegner in mich reinrennen und dann fliehen. Folgemissionen sind auch nach dreifachem Scout-Einsatz entweder brutal, brutal, brutal oder brutal. Das Einkommen aus den Missionen liegt immer unterhalb des Solds. Und zwei Warbands konnte ich direkt nach der ersten Mission wieder löschen, weil der Anführer nach einem einzigem Treffer vollkommen verkrüppelt war.
Ich verstehe schon, wie das Spiel mechanisch funktioniert, aber es kann ja kaum gwollt sein, dass ich die ganze Mission lang vor den Gegner weglaufen muss, um Morsstein zu plündern ohne aus Versehen die Gegner frühzeitig zur Flucht zu treiben.
Das Veteranensystem sorgt dafür, dass man sich erstmal durch den Anfang leiden muss, um es dann einfacher zu haben. Tolle Idee, fehlt mir aber in diesem Moment die Geduld zu.
Insgesamt denke ich, ist Mordheim ein interessantes Spiel nach Motiven des Tabletops, hat aber damit mechanisch nichts zu tun. Aber bei einem dreidimensionalen, feldlosem Spiel hätte ich spontan auch nicht gewusst, wie man es hätte besser machen sollen. Ich vermute freidrehbare Kamera aus isometrischer Sicht, wäre mein Ding.
Ich habe gestern nach drei Missionen noch eine Runde Blood Bowl gespielt. Da fühle ich mich daheim! Vielleicht gebe ich Mordheim später noch mal eine Chance.
Thaddeus:
Ich kann nachfühlen, was Deep_impact sagt. Ich finde es einerseits genial, andererseits bestraft es einen teilweise willkürlich und brutal. Gerade der Anfang ist ein nervenaufreibender Grind.
Ich spiele Mercs, bin noch recht am Anfang. Weil es mal wieder nur die Auswahl zwischen brutal, brutal und brutal gab, hab ich mich an die Kampagnenmission 1-1 getraut, wo man gegen die Ratten antritt und die Pulverfässer in den Tunneln abstellen muss. Ich habe meinen Spielstand im explorer gespeichert (ich weiss... ist cheating, aber hey...) und bin los. Nach einer Weile trifft man dann auf einen Rattenoger, der so mächtig ist, dass man ihn praktisch nicht besiegen kann, weil er pro Runde 1 bis 2 deiner Leute einfach umnietet, Furcht einflöst, ripostieren kann, etc.. Nach drei Versuchen mit unterschiedlicher Taktik war meine Geduld reichlich angespannt, aber ich wollte es dann doch noch 1x probieren. Und, siehe da, ich habe ihn besiegt, ohne dass er mich auch nur 1x getroffen hat. Krass... aber auch NUR wegen eines völlig absurden Fehlers der KI. Ich hatte nämlich meine Fernkämpfer aufgestellt, dass sie auf ihn schießen können wenn er ankommt und davor einen pisseligen Henchman in ambush stance gesetzt, damit er ihn vorher abfängt. Was passierte: Der Rattenoger rannte in mein Feuer... und blieb dann einfach stehen und ging selber in ambush stance. Und da blieb er über fünf Runden ohne sich zu bewegen, so dass meine Schützen ihn einfach niedermachen konnten. Warum? Die KI ist so programmiert, dass sie fast nie aktiv in einen Ambush reinrennt.
Aber das nervigste finde ich wirklich - wie Deep_impact schon schrieb - dass man nur die Auswahl hat zwischen brutal, brutal und deadly missionen und vielleicht ab und an mal eine "normale" mission und selbst die sind jedenfalls am Anfang teilweise extrem übel. In allen Guides die man so im Netz findet wird immer wieder erwähnt, man solle doch unter allen Umständen Missionen meiden, bei denen die Helden zu weit verstreut sind... ich bitte doch... das ist doch Murks, wie kann das den Entwicklern und Spieltestern nicht aufgefallen sein?
Ich finde Mordheim hat sehr viel Potential und ich werde es auch weiter zocken, trotz der offenkundigen Fehler, die es hat. Für mich sieht es so aus, als hätten die Entwickler einfach versucht das Tabletop als Videospiel zu gestalten, konnten sich aber nicht so recht entscheiden, was sie wollten und sind zwischen tabletop und Videospiel irgendwo stecken geblieben, so dass es weder das eine noch das andere wirklich ist. Bei BB finde ich schön, dass man wählen kann: entweder reine tabletop 1:1 Umsetzung die wirklich gelungen ist und Riesenspaß macht oder sinnlose Videospieladaption, die man einfach ignorieren kann ;D
auerochse:
was mir bei lets plays aufgefallen ist: der soundtrack is ne absolute granate. jeder song durch die bank edelsahne!
(so was hört man selten, wo viele andere AKTUELLE spiele auf langweiliges geschrammel setzen)
fast schon besser als der "hexen 2" soundtrack.
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