Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Waffen und Rüstungen bei Fate Core
Dragon:
--- Zitat ---Was ich bei Slayns Kommentar überhaupt nicht verstanden habe, war die Kritik, ich würde zu sehr an die Ausrüstung und zu wenig an die Charaktere denken. Wenn ich eine Regelung zum Umgang mit Ausrüstung suche, denke ich über Ausrüstung nach, ist doch eigentlich logisch, oder? Oder ist selbst der Gedanke an Ausrüstung schon verpönt? Jedenfalls muss mit so einem Gedanken nicht einhergehen, dass mir die Charaktere weniger wichtig sind, bei mir ist eher das Gegenteil der Fall. Das sind die Gründe, warum ich die Kritik nicht verstanden habe... vielleicht hat Slayn mich aber auch nicht verstanden... weiß ich nicht.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube du siehst das einfach alles zu sehr... angreifend? Slayn hat das bestimmt nicht böse gemeint und verpönt ist hier schon mal sowieso nix.
Ich glaube Slayns Kritik bezog sich darauf, dass bei Fate Ausrüstung eben mehr als zweitrangig ist, weil die Charaktere und das was sie können (Skills, Stunts, Aspekte) im Vordergrund stehen und nicht irgendwelche Ausrüstung. Sobald man anfängt Sonderregeln für Ausrüstung einzuführen (und ja das betrifft auch Waffenboni) rückt die einfach stärker in den Focus als vorher und dessen sollte man sich bewusst sein.
Das meine Spieler Waffenboni haben wollen, bedeutet ja z.B. für mich jetzt, dass ich mir zumindest kurz mal Gedanken machen muss, wie meine NPC's ausgestattet sind im Vergleich zu den SC's. Ohne Waffenboni wär das völlig Wurst, hat also schon mehr Spotlight bekommen.
Das ist weder verpönt, noch schlimm, aber sollte einem natürlich bewusst sein und Fate "denkt" halt nicht so. Chuck Norris gewinnt am Ende halt nicht, weil er eine Waffe +3 hatte, sondern weil er Chuck Norris ist ;)
Ach so ja eine Sache darf man nach jeder Spielsitzung ändern (zumindest meine Leute machen davon aber eigentlich nur sehr selten gebrauch).
Wobei (noch mal so als Beispiel), wir jetzt einen Spieler haben der ein Alien spielen möchte, dass seinen Körper quasi in windeseile verändern kann und dafür einen Stunt nimmt, der es ihm erlaubt den kleinen Meilenstein, den es ja am Ende jeder Sitzung gibt, in die Sitzung vor zu ziehen. Ungewöhnlich, aber ich fand die Idee gut :d
Chiarina:
--- Zitat von: Dragon ---Sobald man anfängt Sonderregeln für Ausrüstung einzuführen (und ja das betrifft auch Waffenboni) rückt die einfach stärker in den Focus als vorher und dessen sollte man sich bewusst sein.
--- Ende Zitat ---
Ja. Und es hat eine Weile gedauert, aber ich habe es irgendwann begriffen und auch gepostet, dass ich nach den Bedenken hier im Strang von den Waffenboni auch nicht mehr überzeugt bin. Ich habe nach Lösungen über Aspekte und Stunts gesucht. Danach kam dann allerdings:
--- Zitat von: Slayn ---Ich glaube, das missverstehst du gründlich. Du leitest die Sache immer noch vom Objekt, nicht aber vom Träger ab. Das Objekt ist aber egal, es steht nicht im Mittelpunkt.
--- Ende Zitat ---
Ich fühle mich von so einem Beitrag übrigens überhaupt nicht angegriffen. Ich habe kein bisschen blödes Gefühl in dieser Angelegenheit. Ich bin ja froh, wenn mir Leute helfen wollen. Ich konnte nur nicht so ganz nachvollziehen, wie ich hier verstanden worden bin.
Chiarina.
Dragon:
Vielleicht liegt hier:
--- Zitat ---Ich habe nach Lösungen über Aspekte und Stunts gesucht.
--- Ende Zitat ---
der Hund begraben.
Weil du als SL kannst eigentlich nicht nach Stunts suchen, das müssen deine Spieler für sich selbst machen.
Du kannst natürlich Aspekte und Stunts fest an z.B. Waffen und Rüstungen koppeln, aber dann verschiebt sich der Fokus wieder genau wie bei den Boni (die hier für mich jetzt nur ein Beispiel waren).
Ich habe z.B. bei meiner Fate-Earthdawn Runde gesagt, dass Ausrüstung (einen!) Aspekte haben kann. Die können sowohl eher positiv, als auch eher negativ sein und bestimmen dadurch auch den Preis des Gegenstandes. Das geht halt solange gut, solange diese Gegenstände eher die Besonderheit, denn die Regel sind, weil es einfach mehr Aufwand bedeutet mehr Aspekte im Hinterkopf zu haben.
Waffenboni sind simpel und werden imo auch nie spannend :D aber manche Spieler brauchen das halt für ihre Immersion.
Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit für Stunts auf Gegenständen, wie z.B.
Granate: schädigt alle in einer Zone, der Gegenstand ist danach unwiederbringlich zerstört.
Hat die gleichen vor- & nachteile wie Aspekte
Chiarina:
--- Zitat ---[...]du als SL kannst eigentlich nicht nach Stunts suchen, das müssen deine Spieler für sich selbst machen.
--- Ende Zitat ---
Schon klar. Worüber ich hier nachdenke ist ein OneShot zum Kennenlernen. Im Fate-Smalltalk habe ich darüber auch schon diskutiert und bin zum Schluss gekommen, dass eine Kennenlernrunde mit vorgefertigten Charakteren besser ist, als direkt mit einer Welterschaffungsrunde zu beginnen ohne dass die Spieler überhaupt irgendeine Ahnung von Fate haben (hier im Strang habe ich in Antwort #10 immerhin von einem Testballon geschrieben, die Vermutung geäußert, dass die Gruppe nicht bei dem Setting und den vorgefertigten Charakteren bleiben wird und einen Link zur Diskussion im Smalltalk angegeben).
Stunts selber aussuchen ist also lediglich zeitlich verschoben, nicht verboten! In dem Moment aber, wo die Spieler ihre Stunts selber aussuchen, ist es in meinen Augen aber trotzdem sehr wichtig, den Prozess als Spielleiter mal durchgespielt zu haben, um ihnen notfalls unter die Arme greifen zu können, findest du nicht?
Chiarina.
Slayn:
(Sry, ich tippe gerade auf einem uralt Notebok und bin deswegen weitaus langsamer als sonst)
Verpönt ist erst mal gar nichts. Aber wie bereits geschrieben wurde, wenn man es gewohnt ist einen Charakter ohne Ausrüstung nicht als "fertig" zu betrachten und man hier Nachbessern will, dann wird zwangsläufig einiges schief laufen, weil sich das Spotlight verschiebt (und die Wertigkeit der Skill Pyrmide)
Nimm einen Ritter als Beispiel:
Aspekte: "Ritter ohne Furcht und (T)Adel", "Mein Pferd, meine Lanze und ich", "Here we go, Juggernaut!"
Das impliziert schon mal was er hat, was er braucht und was er ist. Was er dabei genau trägt ist erst mal uninteressant. Grundlegend ist der Charakter jetzt schon mal "fertig angezogen und ausgerüstet".
Vertiefen wir das:
Stunts: "Lanzenritt" (+2 Create Advantage) > "Deadly Juggernaut" (Ignore 2 Shifts)
Jetzt sind grundlegende Sachen definiert: Der Charakter ist ein Ritter, er ist ausgerüstet wie ein Ritter, trägt schwere Rüstung, Lanze, sitzt auf einem Streitross. Er trägt alles was er für diese Aufgabe braucht. Das meine ich damit Objekte aus dem Spiel zu nehmen, da sie unwichtig sind und Aufmerksamkeit/Spotlight rauben.
Wenn man sie einführt, dann mit dem Hintergedanken das sie in der Story selbst präsent sein sollen und eine Rolle zu spielen haben.
Beispiel: Banner der letzten Magyaren.
Permission: "Ritter ohne Furcht und Tadel" als Aspekt, ersetzt "Ritter ohne Furcht und (T)Adel"....
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