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Was verbindet ihr mit Star Trek?

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Holothuroid:
Star Trek funktioniert als utopische Erzählung und quasi rückwärts. Üblicher Weise schaut das Publikum den utopischen Raum, häufig durch eine Figur, die diesen bereist. Bei ST gehen die Figuren in Bereiche, wo ihre Utopie nicht gilt. (Und deshalb hat die Utopie immer Urlaub, wenn sie nach Hause kommen. )

Da aber die utopische Gesellschaft die zukünftige Menschheit ist, beschreibt ST eine humanistische Teleologie: Die Föderation ist erreichbar.


Und was ist jetzt dieses Remake, von dem ihr redet?

Orlock:
Mein erster Kontakt mit Star Trek war Next Generation. Und ich habe es geliebt.
Als ich danach mal irgendwann Kirk & Co. gesehen habe fand ich das irgendwie... primitiv. Für seine Zeit sicherlich bahnbrechend, aber nicht unbedingt in Würde gealtert. Trümmer aus Pappe und Redshirts, dazu alles auf den Überhelden Kirk zugeschnitten. Das fand ich eher zum Schmunzeln als zum Nachdenken.
Und dann kamen mit Voyager und Deep Space Nine die Metaplots. Und das gefiel mir gar nicht mehr. Abgeschlossene Folgen mit abgeschlossenen Problemen, das ist eher meine Welt.
Na ja, genau genommen habe ich dieses Problem mit allen modernen Serien, Star Trek kann also nicht mal was dafür.  ;D

Die Filme mit Kirk & Co. waren dar schon eine andere Hausnummer. Das war wieder großartig. Ebenso wie die Filme mit der von mir geliebten Next Generation Besetzung.
Die neuen Filme geben mir dann gar nichts mehr. Da wird das Universum so zu Recht gebogen wie man es wohl für das heutige Publikum für richtig hält, anstatt sich auf die Stärken des Star Trek Universums zu besinnen. Die sind definitiv nichts mehr für mich.

Feuersänger:
Ich klammere TOS mal aus, da dieses ursprüngliche ST mit den späteren Ablegern des Franchises kaum noch was zu tun hat.

Star Trek, das ist...
- Utopie, zumindest vordergründig. Die Serien (ab TNG aufwärts) erscheinen in einem ganz neuen Licht, wenn man mal die Möglichkeit in Erwägung zieht, dass die Föderation eine totalitäre (Militär-)Diktatur ist, und die Inhalte reines Propagandamaterial sind. ;)
- ein Hort der gepflegten Langeweile. Ich habe zu Schulzeiten ST oft eingeschaltet, um ein Nachmittagsschläfchen einschieben zu können.
- SF im Sinne von Space Fantasy
- Technobabble, um nicht zu sagen: Treknobabble.
- Charaktere, die nicht nur Helden sind, sondern Helden Plus.

Wie sind die Folgen meistens aufgebaut? Mit etwas Mühe könnte man da vermutlich ein Flowchart erstellen. Mal so als ersten Entwurf:
Entweder trifft die Crew auf ein Negative Space Wedgie, oder auf einen Planet of Hats.
Wenn Negative Space Wedgie, dilettiert man 40 Minuten daran herum, bis schließlich durch kombiniertes Technobabble-Trommelfeuer wieder irgendeine Tachyonenpolarität rekalibriert werden kann, und presto!
Wenn Planet of Hats, läuft es darauf hinaus, dass die kulturelle, technologische und ethisch-moralische Überlegenheit der Feds hinreichend herausgekehrt werden muss, um irgendein konstruiertes Dilemma zu lösen.

Talasha:
Schauen wir doch mal:

Nero stolpert zufällig über eine Wundermaschine und die 2. Wundermaschine mit denen er sein Schiff zum Hypereviloverlorddomizil machen kann.

Stellt mit den Wundermaschinen wunderliche Dinge an.

Die Enterprise kommt zufällig als letztes Schiff an und das als modernstes Schiff der Flotte. Waren da die Plotoniumbrennstäbe im Unobtaniumreaktor des MCGoffinantriebes ausgebrannt?

Genau wie in der Zorn des Khans bekommt die Enterprise erstmal auf die Nase. Kirk landet auf dem gleichen Mond oder was auch immer wie der alte Spock, wo Scotty wohl eine Restmülldeponie für Plotonium betreibt.  Gut in der Zorn des Khans betreiben Kirks Ex und sein Junior die Plotoniumdeponie aber sooooo groß ist der Unterschied nicht.

Wieder zurück auf der Enterprise ist ein Schnösel frisch von der Akademie der einzige der qualifiziert für den Captainsstuhl ist? Als einziger auf dem Flagschiff der Sternenflotte? Auf dem ganzen verdammten Schiff gibt es nur den XO um den Captain zu ersetzen? Dem ganzen verdammten Flaggschiff? Really?  :q

Man schafft es eine Situation zu schaffen in der die Überlegenheit der Reliant ehm ich meinte natürlich der Narada zu neutralisieren in dem man sich im Mutaranebel oh Verzeihung hinter einem Saturnmond versteckt.

Dann huschhusch den Bösewicht austricks und fertig.


Oh und Spock wird erst im nächsten Film wiederbelebt(Auf der Suche nach Spock)

GustavGuns:
Im Gegensatz zu den alten Filmen, wo der Schlüssel zum Sieg, oder auch nur zum Beilegen einer kritischen Situation, in einem tieferen Verständnis liegt, und die Charaktere das auch wissen und darauf hinarbeiten, ist die Lösung in den neuen Filmen halt ganz klar, sein Hemd zu zerreißen und den Gegner wegzuboxen, weil man Tarzan Herr der Weltraumaffen ist. In den neuen Filmen passiert das auch, aber es fällt den Charakteren mehr oder weniger zu, weil der Film keine Zeit auf Verständnis verschwenden will, wenn man das auch mit explodierenden Raumschiffen und Klopperei füllen kann. Da hatten die älteren Teile für mich eine bessere Balance, Nemesis definitiv ausgenommen. In den Serien spielte es natürlich noch eine größere Rolle, da hat man für sowas ganz klar mehr Zeit.

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