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5E Hausregelthread - Diskussionen

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Incantatar:

--- Zitat von: FlawlessFlo am  2.06.2017 | 16:05 ---Aber ein fähigerer Charakter hat mehr Optionen und ist daher interessanter beim finden von Lösungen. Ein Magier mit einer langen Liste an vielfältigen Zaubern, die auch wirkungsvoll sind (hohe INT) hat einfach mehr Spielraum als ein Kämpfer, der eher mäßig kämpfen kann (mäßige Stärke, Geschicklichkeit). Und nach deinem vorgeschlagenen Generier-System kann es leicht vorkommen, dass genau solche Charaktere in einer Gruppe landen.
--- Ende Zitat ---
Ich lese oft von solchen Situationen, aber habe sie so nie erlebt. Bei mir waren ernsthafte Ungleichgewichte in der Gruppe eigentlich immer spielerbedingt und nicht etwa attributsabhängig.  In den Extremen der professionelle Powergamer, der in Foren nach broken builds schaute und der Storygamer, der nie Überblick darüber hatte, was sein Charakter eigentlich für Fähigkeiten besitzt.


--- Zitat ---Das halte ich für eine Platitüde und ändert nichts am Problem, denn selbst wenn, es gilt für alle Charaktere gleichermaßen. Ein stärkerer Charakter hat auch hierbei die gleichen Möglichkeiten wie ein schwächerer und dann noch mehr, bzw. hat er die besseren Chancen, seine Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

--- Ende Zitat ---
Sehe ich anders (Edit: Also, dass es sich um ein ernsthaftes Problem handelt). Schau dir mal an wie vielfältig Tomb of Horrors von Spielern gelöst wurde. Die haben meist out of the box gedacht. Umso mehr man sich rein auf Charakterfähigkeiten versteift, umso mehr verliert man diese Kreativität.

Rhylthar:
Ich frage mich, inwieweit wir uns noch im 5E-Rule-Set bewegen.


--- Zitat ---Die haben meist out of the box gedacht. Umso mehr man sich rein auf Charakterfähigkeiten versteift, umso mehr verliert man diese Kreativität.
--- Ende Zitat ---
Mag sogar sein. Nur im Extremfall sagst Du: Attribute sind vollkommen egal. Was wiederum bedeutet, dass D&D mehr als Puzzle- und Logikspiel gespielt wird als alles andere.

Das "kann" man machen, ist aber durchaus weg vom Standard.

Zurück zu meinem Beispiel inkl. der Würfelsets:
Gerade nachgeschaut, Hirelings laufen in 5E nur über Gold, nicht über CHA. Set 1 kann also kein Stück mehr oder etwas besser als Set 2.

Einschränkungen treffen halt Charaktere mit schlechteren Attributen mehr als die mit guten. In diesem Fall wäre es durchaus einfach lösbar: Entweder alle Klassen spielbar machen oder die Attribute frei verteilen. Das Argument, D&D wäre ein Gruppenspiel, ist valide. Den Schluss, dass das Individualspiel damit unwichtig wäre, teile ich nicht. Habe noch keinen Spieler gesehen, der als reiner Mitläufer auf Dauer glücklich wurde. Waren meist dann die, die *oooops* plötzlich verstarben.

Incantatar:

--- Zitat von: Rhylthar am  2.06.2017 | 17:45 ---Ich frage mich, inwieweit wir uns noch im 5E-Rule-Set bewegen.
Mag sogar sein. Nur im Extremfall sagst Du: Attribute sind vollkommen egal. Was wiederum bedeutet, dass D&D mehr als Puzzle- und Logikspiel gespielt wird als alles andere.

Das "kann" man machen, ist aber durchaus weg vom Standard.
--- Ende Zitat ---

Wo habe ich den gesagt Attribute sind vollkommen egal? Sind sie nicht. S.u.


--- Zitat ---Zurück zu meinem Beispiel inkl. der Würfelsets:
Gerade nachgeschaut, Hirelings laufen in 5E nur über Gold, nicht über CHA. Set 1 kann also kein Stück mehr oder etwas besser als Set 2.

--- Ende Zitat ---
Und in meinem ersten Post hier habe ich die optionalen Regeln dazu aus dem DMG genannt.


--- Zitat ---Einschränkungen treffen halt Charaktere mit schlechteren Attributen mehr als die mit guten. In diesem Fall wäre es durchaus einfach lösbar: Entweder alle Klassen spielbar machen oder die Attribute frei verteilen. Das Argument, D&D wäre ein Gruppenspiel, ist valide. Den Schluss, dass das Individualspiel damit unwichtig wäre, teile ich nicht. Habe noch keinen Spieler gesehen, der als reiner Mitläufer auf Dauer glücklich wurde. Waren meist dann die, die *oooops* plötzlich verstarben.

--- Ende Zitat ---
Das ist noch ein Strohmannargument. Der Schluss ist nicht das Individualspiel unwichtig ist. Mein Punkt, den du noch nicht nachvollziehen konntest ist, das Charaktereigenschaften auf dem Blatt nicht die einzigste oder sogar wichtigste Determinante für Spieler-agency ist. Das ist aber Spieler- und im Besonderen SL-abhängig. Wenn du deinen Spielern nur die Möglichkeit gibst Probleme mit vorgefertigten fähigkeitsbasierten Würfen/Handlungen zu lösen, trifft  deine Sichtweise völlig zu. Das ist aber nicht die Spielart, die ich mit den Hausregeln angestrebt habe. Ich habe weiter oben erklärt, wie ich mir da einen Mittelweg vorstelle. Attribute werden damit keinesfalls unwichtig, sie sind aber eben hoffentlich nicht stark spielbestimmend. Ich sage nicht, dass das eine perfekte Lösung ist. Ich habe noch Erfahrungen zu sammeln, wie das alles sich im Spiel übersetzt und muss letztendlich bestimmt auch noch Dinge ändern.

Rhylthar:

--- Zitat ---Und in meinem ersten Post hier habe ich die optionalen Regeln dazu aus dem DMG genannt.
--- Ende Zitat ---
Und sie haben genau was mit hohem CHA zu tun bzw. widersprechen meiner Aussage?

Morale:
Derjenige mit dem höchsten CHA macht einen WIS-Save. Bringt ja viel, wenn nach meinem Set derjenige eine 6 im Attribut hat und Saves direkt mit dem Attribut verknüpft sind.

Loyalty:
Richtig, mit hohem CHA ist die Loyalty der NSC höher als mit tieferem. Nur muss ich sie natürlich trotzdem erstmal anheuern. Für Gold, nicht CHA.


--- Zitat ---Mein Punkt, den du noch nicht nachvollziehen konntest ist, das Charaktereigenschaften auf dem Blatt nicht die einzigste oder sogar wichtigste Determinante für Spieler-agency ist. Das ist aber Spieler- und im Besonderen SL-abhängig. Wenn du deinen Spielern nur die Möglichkeit gibst Probleme mit vorgefertigten fähigkeitsbasierten Würfen/Handlungen zu lösen, trifft  deine Sichtweise völlig zu. Das ist aber nicht die Spielart, die ich mit den Hausregeln angestrebt habe. Ich habe weiter oben erklärt, wie ich mir da einen Mittelweg vorstelle. Attribute werden damit keinesfalls unwichtig, sie sind aber eben hoffentlich nicht stark spielbestimmend. Ich sage nicht, dass das eine perfekte Lösung ist. Ich habe noch Erfahrungen zu sammeln, wie das alles sich im Spiel übersetzt und muss letztendlich bestimmt auch noch Dinge ändern.
--- Ende Zitat ---
Hör auf mit dem Strohmann.
Denn Du bist es gerade, der eine der Versionen von D&D, die mechanisch mit am meisten auf Attributsabhängigkeit baut, versucht ins Gegenteil umzukehren. Die Frage, ob man nicht mit einer OSR-Version besser bedient wäre, die auch hier schon gestellt wurde, ist also mehr als berechtigt.

Wenn Du nur die 4 Base Classes zulässt, sogar ohne die Varianten der Klassen, wird das Attribut CHA, das im Vergleich zu den anderen Attributen in 5E eh nicht zu den stärksten gehört (nur INT ist schlechter), noch mehr abgewertet. Du kannst es drehen oder wenden, wie Du willst, aber STR, DEX, CON sind bei bestimmten Klassen immer stark spielbestimmend, weil sie Boni auf elementare Eigenschaften geben. DEX alleine mit Skills, AC, Save und Fernkampf. Und wenn ich mir dann die Skills angucke, auf die CHA einen Bonus gibt, sind es genau die Social Skills, die sehr häufig über Spieler- (nicht SC-)Skills abgehandelt werden, womit CHA eben auch an Wert verliert.

Also sag mir:
Was soll jemand Deiner Meinung nach mit meinem ersten Set bei Dir spielen? Mit dauerhaftem Spaß? Im Vergleich hat der Mitspieler Set 2.

Incantatar:

--- Zitat von: Rhylthar am  3.06.2017 | 14:56 ---Hör auf mit dem Strohmann.

--- Ende Zitat ---
Das war aber exakt das, was du gemacht hast. Mir eine verfälschte These zugewiesen, die ich so nicht ausgesprochen oder impliziert habe.

--- Zitat ---Denn Du bist es gerade, der eine der Versionen von D&D, die mechanisch mit am meisten auf Attributsabhängigkeit baut, versucht ins Gegenteil umzukehren.

--- Ende Zitat ---
1. Ist das schon wieder eine Falschunterstellung. 2. Was meinst du mit "du bist es gerade"? Ich sage du argumentierst mit Falschunterstellungen, wirfst du mir das auch vor?

3. Du implizierst, dass man mit 4W6 unspielbare Werte auf spielentscheidende Attribute bekommt. Das bezweifle ich. Falls die Charaktere wirklich alle schwache Hauptattribute für ihre Klasse haben sollten, würde ich die Herausforderungen anpassen. 

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