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5E Hausregelthread - Diskussionen

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Rhylthar:

--- Zitat ---Das war aber exakt das, was du gemacht hast. Mir eine verfälschte These zugewiesen, die ich so nicht ausgesprochen oder impliziert habe.
--- Ende Zitat ---
Dann lies nochmal durch, was Du Flawless Flo geantwortet hast, als er auf stärkere und schwächere Charaktere einging.


--- Zitat ---1. Ist das schon wieder eine Falschunterstellung. 2. Was meinst du mit "du bist es gerade"? Ich sage du argumentierst mit Falschunterstellungen, wirfst du mir das auch vor?

--- Ende Zitat ---
Wenn ich Dir was vorwerfen wollte (was ich nicht tue, weil ich es ähnlich wie Feuersänger sehe: Viel Glück bei der Spielersuche, die da Bock drauf haben!), dann höchstens, dass Du nicht auf meine Fragen eingehst bzw. mich falsch wiedergibst. Denn:


--- Zitat ---Du implizierst, dass man mit 4W6 unspielbare Werte auf spielentscheidende Attribute bekommt. Das bezweifle ich. Falls die Charaktere wirklich alle schwache Hauptattribute für ihre Klasse haben sollten, würde ich die Herausforderungen anpassen. 
--- Ende Zitat ---
Das ist ein Strohmann. Denn ich sagte als erstes, dass 4d6 vollkommen okay ist. Nur die Kombination aus a) nur die 4 Klassen aus den Basic Rules plus b) von oben herab führt dazu, dass Charaktere entstehen können, die eben auf den wichtigen Attributen schwach sind bzw. gar kein Hauptattribut haben. Und genau das ist bei meinem ersten Set herausgekommen. Du lässt folgende Klassen zu, mit folgenden Hauptattributen:

Fighter: STR/DEX
Rogue: DEX
Wizard: INT
Cleric: WIS

Ein hoher Wert auf CON und sonst schlechte Werte ist ähnlich blöd, aber wenigstens ein guter Save und mehr HP, sprich überlebensfähig. Gibt halt keine Klasse, die nur auf CON setzt. Aber durch das Streichen von Warlock, Sorcerer und Bard haben die Würfler mit hohem CHA und Rest eher durchschnittlichen bzw. unterdurchschnittlichen Werten im Vergleich einen deutlich schwächeren Charakter. Dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, ob der eine insgesamt über 80 Punkte auf den Attributen hat und das andere Set nur knapp unter 70; ich würde mit Set 1 sofort einen Sorcerer/Warlock spielen, auch mit STR 9 und WIS 6. Oder eben, wenn ich tauschen dürfte, einen Wizard, in dem ich die 17 auf INT statt CHA legen würde.

Quaint:
Naja, ich hätte auf derartige Regeln auch wenig Lust. Ich mag aber auch schon nicht, überhaupt Attribute zu würfeln und selbst pointbuy finde ich so bissle lala. Meist wird bei mir mit Standard Array gebaut.
Und ich finde auch die Argumentation nicht 100% überzeugend. Wer irgendwelchen völlig seltsamen Attributskombinationen brauch um einen interessanten Charakter zu machen, von dem würde ich in Hinsicht Charakterdarstellung halt auch sonst nicht so sehr viel zutrauen. Und dann wird ja via Spielleitung noch irgendwie versucht, die Attribute nicht so enorm bedeutsam zu machen... Hm...
Die Charaktere die in meinen Runden vorkamen, empfand ich nie als generisch, und die meisten davon hatten auch mehr oder weniger ausgeprägte Schwächen und Macken, und die gingen deutlich über "hat halt Charisma 6" hinaus.

Und wenn man eh so spielen will, dass man eben genau beschreibt wie man vorgeht und bei Gefallen des Spielleiters klappt's dann ohne Wurf, da spielt man ja quasi an den Regeln vorbei. Da weiß ich dann garnicht so genau, warum man sich die ganzen Regeln nocht antut, da könnte man ja schon fast frei spielen, mit Charakterbögen wo in Prosa beschrieben steht was das für ein Typ ist und was er kann, und wo der SL dann eh macht wie er will. Im Zweifelsfall Würfel befragen kann man ja trotzdem.

Und davon mal ganz abgesehen würde ich eigentlich jedem raten, der ein System via Hausregeln anpassen möchte, das System vorher auch ein bissle zu spielen.

Aber kann mir ja letztlich egal sein.

Rhylthar:
Ich mag 4d6 lowest-out durchaus, halte es aber eher für eine Methode für fortgeschrittene Spieler mit einer gewissen Game Mastery. Denen ist es dann egal, was sie spielen und haben auch kein Problem damit, innerhalb der Gruppe evtl. "schlechter" zu sein als andere (von den reinen Attributswerten).

Wie gesagt:
Wenn man alle Optionen der 5E nutzen kann (der Charaktererschaffung), wird wahrscheinlich aus fast jedem gewürfelten Set was brauchbares machbar sein.

Derjayger:

--- Zitat von: Rhylthar am  2.06.2017 | 17:45 ---Nur im Extremfall sagst Du: Attribute sind vollkommen egal. Was wiederum bedeutet, dass D&D mehr als Puzzle- und Logikspiel gespielt wird als alles andere.

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Quaint am  3.06.2017 | 15:55 ---Wer irgendwelchen völlig seltsamen Attributskombinationen braucht um einen interessanten Charakter zu machen, von dem würde ich in Hinsicht Charakterdarstellung halt auch sonst nicht so sehr viel zutrauen.

Und wenn man eh so spielen will, dass man eben genau beschreibt wie man vorgeht und bei Gefallen des Spielleiters klappt's dann ohne Wurf, da spielt man ja quasi an den Regeln vorbei. Da weiß ich dann garnicht so genau, warum man sich die ganzen Regeln nocht antut, da könnte man ja schon fast frei spielen, mit Charakterbögen wo in Prosa beschrieben steht was das für ein Typ ist und was er kann, und wo der SL dann eh macht wie er will. Im Zweifelsfall Würfel befragen kann man ja trotzdem.


--- Ende Zitat ---

Mit weniger schwarz/weiß-Denken wäre die Diskussion hier weniger in hitziges "aber du hast gesagt: ...!" verstrickt.
Etwa so:
- Schlechte Attribute können zu interessanten Charakterkonzepten anregen.
- Schlechte Attribute machen bei guten DMs den Char nicht gleich unbrauchbar.
- Besonders überzeugende Ideen können gelegentlich auch mal würfellos oder mit dickem Bonus durchgewunken werden.

Wobei die Punkte ja bestimmt allgemein bekannt und akzeptiert sind. Nur frage ich mich dann, worum es bei der Diskussion auf der letzten Seite sonst ging (außer "du hast mich falsch verstanden").

Übrigens werden Hausregeldiskussionen oft seltsam, sobald sie eine gewisse Tiefe bekommen. Sie werden dann finde ich unrealistisch. Bei uns entscheidet jeder Spieler, ob er seine Attribute auswürfelt oder einkauft. Wenn er dann mal Glück oder Pech hat, stört es niemanden (und wir haben viele Spieler im Pool), und wenn doch, dann wird in 5min eine Lösung gefunden. Das Problem ist also eigentlich keins. Ich glaube, dass lange Diskussionen darüber ein bisschen der DM-Paranoia (vor der niemand sicher ist!) entspringen.

Rhylthar:
Klar findet man in 5 min eine Lösung. Bei meinem Set 1 hätte ich zum Spieler gesagt:

Setze die 17, wo Du meinst (wenn wir nur nach Basic Rules spielen würden). Oder: Einmal Tauschen ist okay.

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