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Ist Fate eine Enttäuschung; war: Größte Rsp-Enttäuschungen 2014
Chiarina:
--- Zitat von: Eulenspiegel ---Dort vergleichst du die Immersionsbrüche bei klassischen RPGs mit den Immersionsbrüchen bei Fate. - Und alleine dadurch, dass der Absatz zu "Immersionsbrüche bei klassischen RPGs" wesentlich länger ist als der Absatz zu "Immersionsbrüche bei Fate", wird der Eindruck vermittelt, dass die Immersionsbrüche bei Fate weniger schwerwiegend sind.
--- Ende Zitat ---
Nein, ein Vergleich findet in meinem Beitrag nicht statt. Ich nenne mögliche Beipiele für Immersionsbarrieren bei herkömmlichen Rollenspielen und bei Fate. Ich habe nirgendwo geschrieben, bei welchen Systemen so etwas häufiger vorkommt. Eine solche Aussage war auch nicht beabsichtigt (und kommt mir viel zu subjektiv vor, als dass es sich lohnt darüber zu schreiben). Meine Schreibintention hätte deutlich werden können, wenn der letzte Absatz in Relation zu meinen anderen Aussagen berücksichtigt worden wäre.
Wichtiger als das, was ich nun zur Immersion geschrieben habe und was nicht, finde ich aber eine Diskussion über den von mir in den Strang eingebrachten Begriff der Charakterzentriertheit.
Chiarina.
Draig-Athar:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 3.01.2015 | 17:19 ---Dieses Textstück "von mir aus" impliziert, dass es eigentlich so nicht ist und man es nur annimmt.
--- Ende Zitat ---
Wenn es für IHN nicht so ist, was soll er denn das anders machen, als anzunehmen, dass es manchen anderen eben so geht. Und er schreibt halt nun einmal über seine persönlichen Erfahrungen.
--- Zitat ---Dann stellst du fest, dass laut Chiarina beide RPG-Arten gleich viel Probleme mit der Immersion haben.
--- Ende Zitat ---
Woher willst du denn wissen, dass es für IHN nicht so ist?
--- Zitat von: HEXer am 3.01.2015 | 17:15 ---Was man aber in Fate jetzt auch machen muss...
--- Ende Zitat ---
Nein, da muss ich Stress abstreichen ~;D
(Aber ernsthaft: ja, das ist in Fate nicht besser als in vielen anderen Systemen)
Chruschtschow:
Witzigerweise spiele ich Fate so gerne, weil es eben genau meiner Immersion einen wunderbaren Anker bietet, eben auch mit den Regeln.
Wie ich weiter oben ja schon mal geschrieben habe, stehe ich ziemlich auf diesen Method Acting-Kram. Den echten, nicht die damit unkorrelierte Laws-Definition. Damit denke ich also mein Spiel von der psychologischen und emotionalen Innenwelt des Charakters aus. Eben das, was Chiarina charakterzentriert nennt. Ich versuche so weit wie möglich da rein zu tauchen inklusive eigener Emotionen, einem regelrechten innerlichen Hochpeitschen. Klappt super. Immersion von der Innenwelt aus, die Außenwelt dann als fiktiven Stimulus, der meinen Charakter zur Aktion treibt.
Dafür brauche ich jetzt aber freie Hand im Umgang mit der Spielwelt. Da kommen eben die Fateregeln rein. Zum einen ist Player Empowerment ja durch Faktenschaffen ein Teil. Aber ein ganz wichtiger zweiter Faktor ist das, was oft vorgeworfen wird: "Ist ja eh alles egal, es ist ja eh nur +2." Bingo, der Spielleiter / die Regeln müssen sich nicht um irgendwelches Balancing kümmern. Ich kann tun, was eben aus dem Charakter oder der Narration heraus sinnvoll ist, ohne dass eine Diskussion (oder auch nur ein Spielleitereingriff) über +1 oder +3 oder vielleicht anderthalbfachen Schaden oder sonst was notwendig ist.
Darum verbinde ich mit Fate eben ganz viel Immersion und mit Immersion wiederum ein stark proaktives Spiel. Aber es ist kein Eintauchen von der Spielwelt aus in den Charakter sondern genau anders heraum vom Charakter in die Spielwelt.
[EDIT]
Ach, Innenwelt, Player Empowerment und dann ganz wichtig, der dritte Punkt. Warum dann kein völlig freies Erzählspiel? Um zu scheitern. Ohne die Möglichkeit des Scheiterns kein echter Erfolg. Und Scheitern darf für mich nicht einfach nur von einer willkürlichen Entscheidung einer Person abhängen. Da müssen Regeln her. Und die wiederum bietet mir Fate an dieser Stelle, ohne dabei im Weg zu stehen.
[/EDIT]
@Murder-of-Crows:
Naja, vielleicht vergiftet es die Diskussion etwas, wenn eben einige Leute von ihren eigenen Erfahrungen berichten, diese aber von anderen Diskutierenden mit Allgemeinplätzen beharkt werden, warum alle Typen von Rollenspielern Fate doof finden. Da wird man sich schon von den Fatefans anhören müssen: "Sorry, als allgemeine Aussage ist das Quatsch, denn ich kenne eben Fälle, in denen das schlicht anders ist."
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Chiarina am 3.01.2015 | 17:31 ---Nein, ein Vergleich findet in meinem Beitrag nicht statt. Ich nenne mögliche Beipiele für Immersionsbarrieren bei herkömmlichen Rollenspielen und bei Fate.
--- Ende Zitat ---
Wenn das kein Vergleich ist, was dann.
"Bei herkömnmlichen RPGs gibt es folgende Immersionsbarrieren, bei Fate gibt es folgende Immersionsbarrieren", ist doch ein Vergleich schlechthin.
--- Zitat ---Meine Schreibintention hätte deutlich werden können, wenn der letzte Absatz in Relation zu meinen anderen Aussagen berücksichtigt worden wäre.
--- Ende Zitat ---
Es geht bei solchen Texten nicht nur um die Intention des Textes sondern auch darum, was der Text sonst noch so an vermeindlichen Informationen vermittelt.
Die Intention des Telefonbuches ist es sicherlich nicht, aufzuzeigen, wie häufig manche Familiennamen vorkommen. Aber wenn man sich das Telefonbuch durchliest, stellt man trotzdem fest, dass der Familienname "Müller" verdammt häufig ist. - Obwohl das nicht die Intention des Telefonbuchschreibers war.
Daher immer schön trennen zwischen der Intention eines Textes und den Informationen, die darüber hinaus mitvermittelt werden.
--- Zitat ---Wichtiger als das, was ich nun zur Immersion geschrieben habe und was nicht, finde ich aber eine Diskussion über den von mir in den Strang eingebrachten Begriff der Charakterzentriertheit.
--- Ende Zitat ---
Inwiefern ist das in einem Strang zu "Ist Fate eine Enttäuschung; war: Größte Rsp-Enttäuschungen 2014" relevant?
Scheinbar war bisher niemand von der Charakterzentriertheit on Fate enttäuscht. Ich kenne auch niemanden, der sich über zu viel oder zu wenig Charakterzentrirtheit in Fate beschwert. - Das Thema Charakterzentrierthiet ist in diesem Thread also vollkommen OT.
@ Draig-Athar
--- Zitat von: Draig-Athar am 3.01.2015 | 17:33 ---Woher willst du denn wissen, dass es für IHN nicht so ist?
--- Ende Zitat ---
Ich kann es nicht wissen.
Im Gegenteil: Ich vermute sogar, dass es für Chiarina tatsächlich so ist. (Das heißt, ich vermute, Chiarina hat bei Fate genau so viel Immersion wie bei klassischen RPGs.)
Aber das ändert doch nichts am Eindruck, dass der Post vermittelt, Fate behindere nicht stärker die Immersion als klassische RPGs. (Im Gegenteil, das verstärkt den Eindruck sogar.)
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Chruschtschow am 3.01.2015 | 17:39 ---@Murder-of-Crows:
Naja, vielleicht vergiftet es die Diskussion etwas, wenn eben einige Leute von ihren eigenen Erfahrungen berichten, diese aber mit Allgemeinplätzen beharkt werden, warum alle Typen von Rollenspielern Fate doof finden. Da wird man sich schon von den Fatefans anhören müssen: "Sorry, als allgemeine Aussage ist das Quatsch, denn ich kenne eben Fälle, in denen das schlicht anders ist."
--- Ende Zitat ---
Ich habe da über die Spielertypen in meiner Runde berichtet, mehr nicht. Natürlich ist das bis zu einem gewissen Grad verallgemeinerbar, wie ich auch immer wieder höre, wenn man bei Leuten nachfragt, die Fate nicht mögen.
Ich verstehe nicht, warum sowas zu Tode diskutiert werden muss. Lasst uns doch unsere Meinung. Die darf ruhig falsch sein. Man muss nicht alles "richtig stellen". Oder habt Ihr Angst, dass unsere Meinung andere Personen negativ beeinflusst? Und selbst wenn, es tut Eurem Spielspaß doch keinen Abbruch.
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