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[SF] FTL-Konzept (für Redshift)
Dark_Tigger:
--- Zitat von: Feuersänger am 28.01.2015 | 11:24 ---Der Beitrag hört so mittendrin auf, schaust du da nochmal drüber?
--- Ende Zitat ---
Joa keine Ahnung was mein Browser da gemacht hab. Gleich danach ist aber auch das Netz hier zusammengebrochen.
Ich schreib jetzt zu ende.
Slayn:
Wobei man das ganze mit Infrastruktur lösen kann.
Wenn es z.B. innerhalb eines Systems feste "Routen" gibt, die z.b. mit Massebschleunigern ausgestattet sind, müssen Schiffe nur die Technik und den Treibstoff mitführen, die für den Weg zu den Stationen gebraucht wird. Beschleunigen und Abbremsen für die Route übernimmt dann das System. Eigenes Equipment wird dann "nur" für die Zeit davor und danach benötigt, das dürfte die Kosten der individuellen Schiffe deutlich senken.
Dito für "passives FTL", also etwa Sprungtore, Warptunnel, echte oder künstliche Wurmlöcher: Wenn es die gibt, muss man nur noch hinkommen, etwa indem man die "Route" dahin nimmt.
Das würde zu einer ähnlichen Trennung wie zwischen Binnen- und Hochseeschifffahrt führen, bei denen die Kosten für den Binnentransport recht niedrig sind, die Optionen aber eingeschränkt, die Kosten für den Hochseetransport relativ hoch, dafür hat man so richtig die Freiheit...
Feuersänger:
--- Zitat ---Ne andere bekannte Möglichkeit ist, dass Aliens das verwendete Netz aufgebaut haben. Dann sind die Stargates schon da. Aber dazu braucht es eben mindestens ausgestorbene Aliens.
--- Ende Zitat ---
Ist an sich eine sehr schöne Lösung, da dies u.a. erklären würde, warum die Gates ausgerechnet lauter interessante / habitable Systeme miteinander verknüpfen; ein Punkt der bei Wurmlöchern nicht plausibel erklärbar ist.
Der Nachteil ist halt, dass dieses Konzept durch Mass Effect popularisiert wurde, und ich möchte nicht derart offensichtlich zentrale Konzepte von populären Franchises klauen.
--- Zitat ---Mir persönlich kommt die Variante: "Sprungreisen werden wegen der Folgen für die Besatzung nach Möglichkeit automatisiert durchgeführt; Passagierreisen überlegt man sich gut, und kleine Raumhändler, die selbst mit ihrer Ware springen müssen, leben auf Messers Schneide" ganz gut, Frage ist natürlich, ob sie zum Redshift-Universum passt.
--- Ende Zitat ---
Das mit der Automatisierung ist ja eh immer so ein ewiges Problem. Das hier steht halt leider aktiv dem Konzept der privaten Raumfahrer entgegen, weil alle Elemente sich zu deren Ungungsten auswirken. Da kommt man sehr schnell an einen Punkt, wo die Existenz der privaten Raumfahrer unplausibel wird, weil Aufwand und Risiko in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag stehen.
Raumschiffe sind ja in Redshift auch keine Allerweltsprodukte, wo man sich mal eben vom freundlichen Händler um die Ecke ein Gebrauchtes für nen Appel und n Ei holen kann. Sondern eher sowas wie Strahlflugzeuge. Sogar ein Gebrauchtes, komplett abgeschriebenes Schiff der vorigen Generation wird wohl noch einige Milliönchen kosten, dient aber einer jungen Mannschaft als Sprungbrett zu moderneren Schiffen.
Was noch die Automatisierung insgesamt angeht, habe ich bereits seit längerem festgelegt, dass es nach wie vor keine Starke KI gibt, bzw wenn dann nur gerüchteweise. Der Standard sind eher so "Virtuelle Intelligenzen", die zwar in assistiver Funktion sehr hilfreich sind, aber nicht autonom handeln können.
Außerdem spiele ich noch mit dem Gedanken, dass der Hyperraum irgendwie schädlich für Elektronik ist, etwa vergleichbar mit einem EMP, sodass die Computer für den Sprung abgeschaltet werden müssen - und diesen dementsprechend auch nicht steuern können. So würde sich zumindest erklären, warum Besatzung an Bord sein muss.
Im Extremfall könnte man so sogar ein Rocketpunk-Universum plausibilisieren, in dem die Raumschiffe mit Röhrenrechnern wie Anno Pief rumgondeln müssen -- das hatte ich für Redshift einmal erwogen, aber wieder verworfen, und mich doch lieber für einen High-Tech Ansatz entschieden.
--
@Slayn:
Das Setting insgesamt ist als Hard SF ausgelegt, außer eben notgedrungen FTL. Dementsprechend eingeschränkt sind die Möglichkeiten für Massebeschleuniger und dergleichen. Werde aber mal durchrechnen, ob das evtl für unbemannte Bulk-Frachten praktikabel sein könnte. Wobei man da auch wieder im Hinterkopf behalten muss, dass so ein Massebeschleuniger auch eine potentielle Massenvernichtungswaffe darstellt - im Prinzip eine riesige Coilgun.
Zum Vergleich: typische Frachter hätten so etwa 400km/s delta-V zur Verfügung; die allerneueste Clipper-Generation 600km/s (bei üblicher Ladung und Masseverhältnis).
Achamanian:
--- Zitat von: Feuersänger am 28.01.2015 | 13:04 ---Außerdem spiele ich noch mit dem Gedanken, dass der Hyperraum irgendwie schädlich für Elektronik ist, etwa vergleichbar mit einem EMP, sodass die Computer für den Sprung abgeschaltet werden müssen - und diesen dementsprechend auch nicht steuern können. So würde sich zumindest erklären, warum Besatzung an Bord sein muss.
--- Ende Zitat ---
Wenn du das mit problematischen gesundheitlichen Effekten für die Besatzung kombinierst, dann wärst du doch schon nah an einer Lösung, oder? FTL-Raumfahrt geht nur bemannt, es gibt aber gute Gründe, sie möglichst selten zu betreiben, womit dein Saturnsprung-Problem gelöst wäre (bzw. nur als Notvariante in höchster Eile in Frage käme).
EDIT: Da gäbe es dann sicher auch noch viele nette Story-Aufhänger: Unternehmen, die ihren Mitarbeitern zu viele Sprünge zumuten, was üble Konsequenzen nach sich ziehen kann - so etwa das Äquivalent zu übermüdeten LKW-Fahrern hoch zehn ... technischer Wettlauf um die Entwicklung wirkungsvoller Abschirmungen ... Eso-Sekten, die im Sprungraum die Erleuchtung suchen ...
Klar, die freien, kleinen Raumhändler haben es damit immer noch schwer - aber wenn das die potenziellen SC sind, sollen sie es ja auch schwer haben, würde ich sagen.
Slayn:
@Feuersänger:
Aber haben wir nicht fast immer das Problem, das ab einem bestimmten TechLevel praktisch alles zu einer Waffe umfunktioniert werden kann? Ob ich jetzt eine CoilGun nutze, aus einem Clipper, wenn er seine maximale Delta-Beschleunigung erreicht hat einen 500kg Block Stahl auf ein Ziel loslasse oder Atombomben-gepumpte Laser-Sprengköpfe möglich sind, dem entgeht man nicht wirklich.
Ich kann mich jetzt auch so mal eben ins Auto setzen und absichtlich den einen doer anderen Fußgänger überfahren, deswegen klammert man doch die Technologie "Auto" als potentielle Mordwaffe aus.
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