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John Wick

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LushWoods:
Keanu Reeves und Nicholas Cage. Beide haben einiges gemeinsam.
Beide haben versucht dramaturgisch Fuß zu fassen, beide haben es verkackt und beide sind zum Actionfach (zurück)gekehrt.
Ich kann Nicholas Cage nicht ausstehen, Keanu Reeves mag ich, das is für mich der Unterschied. Warum das genau so ist kann ich gar nicht mal wirklich sagen, einfach ein Sympathieding.
Von John Wick hab ich mir nicht allzuviel erwartet. Der Trailer sah ganz cool aus, Willem Dafoe und Ian McShane spielen mit und Alfie Allen darf wieder den Deppen mimen. Ok, passt.
Was ich gestern gesehen hab hat aber meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Das is einer der besten Actionfilme, die ich je gesehen hab.
Keanu macht das was er kann (die eine Szene in der er fast zu schauspielern anfängt, ist gnadenvoll kurz), der Look des Film ist verdammt cool, die Kampfszenen hervorragend choreografiert, die Orte ultracool, der Soundtrack is Hammer, es gibt eigentlich keine Längen und der Film ist zwischendrin sogar erstaunlich witzig.
Wer den Equalizer oder Taken gut findet, sollte hier unbedingt mal reinsehen.

"Wem hat er das Auto geklaut und den scheiß Hund getötet?
John Wick.
Oh."

https://www.youtube.com/watch?v=RllJtOw0USI

Nomad:
Man darf halt keine Story erwarten die mehr kostet als eine Tüte Popkorn. Wenn man sich den Film unter dieser Prämisse anschaut, kann man mit einem Aktion Film einen Abend Spaß haben.

YY:

--- Zitat von: Nomad am 29.03.2015 | 10:45 ---Man darf halt keine Story erwarten die mehr kostet als eine Tüte Popkorn.

--- Ende Zitat ---

Ja, der Aufhänger und der eigentliche Plot sind natürlich ziemlich Banane - da ist der Trailer aber auch gnadenlos ehrlich ;)

Auf der anderen Seite wird mMn aus dieser schlechten Ausrede für reichlich Geballer und Gemosche enorm viel rausgeholt; das ganze Drumherum ist einfach schön gemacht.
Normalerweise mag ich z.B. so klischeemäßige Attentäterorganisationen nicht so recht.
Aber hier wird das Ganze zwar sehr over-the-top, aber eben doch in sich schlüssig dargestellt - ähnlich wie bei Looper, der mich dahingehend auch positiv überrascht hat.


Was die Kämpfe angeht, wäre es positiv, wenn auch andere Teile von Hollywood von The Raid 1 und 2 wachgerüttelt worden sind, wie das anscheinend hier der Fall war.



--- Zitat von: LushWoods am 29.03.2015 | 10:17 ---Wer den Equalizer oder Taken gut findet, sollte hier unbedingt mal reinsehen.

--- Ende Zitat ---

Den Equalizer mochte ich gar nicht, weil der sich so ewig in Andeutungen und Geheimniskrämerei verliert, ohne dass der zugehörige Tradecraft-Aspekt sonderlich gut rüber käme.

John Wick fährt da von Anfang eine klare Linie  :d

ElfenLied:
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die glaubhaft wirkenden Waffenbewegungen sowie die Abwesenheit von bodenlosen Magazinen.

Ich hoffe, es kommen mehr solcher Filme. Keanu spielt ja auch in der kommenden Verfilmung der John Rain Romane mit, wobei diese eher weniger Feuergefechte und mehr Tradecraft haben.

LushWoods:
absolut meine Beobachtungen.
The Raid tropft da förmlich aus allen Poren.
Genau das war's was mir den Film so sympathisch gemacht hat:
Trotz der brachialen Action wurde auf einen gewissen Grad an "Realitätsnähe" nicht verzichtet, wie eben die Sache mit den Magazinen.
Und die Selbstironie des Films. Die eigene Härte und Coolness wird immer wieder zwischendrin auf die Schippe genommen.

Schönes Ding insgesamt.

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