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[Film] Ex Machina

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Greifenklaue:
Ex Machina ist ein britischer Spielfilm von Alex Garland aus dem Jahr 2015, frisch angelaufen - ein kluges Kammerspiel rund um künstliche Intelligenz. Sehr gelungen!

Wiki verrät: "Der 26-jährige Programmierer Caleb gewinnt in seiner Firma bei einem internen Gewinnspiel. Als Preis darf er den öffentlichkeitsscheuen Konzernchef Nathan in seinem abgelegenen High-Tech-Haus in den Bergen besuchen. Dort bekommt Caleb die Gelegenheit, den von Nathan erfundenen, humanoid-weiblichen Roboter Ava sieben Tage lang zu befragen, bis er ein Urteil über ihre künstliche Intelligenz fällen kann - ähnlich dem Turing-Test. (...)"

4,75 von 5 KIs

Trichter:
Hab den Film am Wochenende gesehen und er hat mir sehr gut gefallen.
Eindeutige Empfehlung für alle, die auch die philosophischen Aspekten von künstlicher Intelligenz/Bewusstsein interessant finden.
Der Film ist sozusagen der Gegenentwurf zum aktuellen Avengers Film. ;)
CGI ist (budgetbedingt) natürlich viel weniger, aber dafür gut gemacht.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Am Ende hätte der Film sogar noch eher aufhören können. Kurz bevor Ava Caleb im Gebäude zurücklässt. Dann wäre die Frage, ob sie ihm ihre Gefühle nur vorspielt um fliehen zu können nicht geklärt worden.

Andererseits hätte dann der Abflug im Hubschrauber gefehlt. Da kam mir in den Sinn, dass das ja der eigentliche Turing-Test für Ava ist. Der Pilot hatte nämlich keine Ahnung, dass er mit einer KI interagiert.  ;D

Timo:
Mir gefiel "The Machine" mehr, völlig anderer Film und hat als Gemeinsamkeit halt nur die Entwicklung einer perfekten KI. Die Trailer sind leider völlig irreführend, deswegen poste ich mal keine.

Yerho:
Ich habe mir den Film auch dieses Wochenende angesehen und war ebenfalls recht angetan. Der Streifen war angenehm unaufgeregt inszeniert, ohne gleichzeitig krampfhaft bis ins Todlangweilige verkopft zu sein - das schafft SF im Film nur selten. Auch das offene Ende, zumeist eine Verlegenheitslösung, hat hier einfach mal gepasst.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Als Caleb zurückgelassen wird, scheint es eindeutig, dass Ava ihn nur benutzt hat. Andererseits hat sie ihn nicht getötet, obwohl nur das die Sicherheit gegeben hätte, dass er nicht doch freikommt und verrät, dass eine zum Töten (und zur Intrige) fähige KI frei herumläuft. Das ist mindestens ein Fingerzeig, dass sie ethische Grundsätze entwickelt hat, denen sie auch zu ihrem möglichen Nachteil folgt. Eventuell ist es ein Zeichen, dass sie doch eine emotionale Bindung zu Caleb aufgebaut hat, die aber nicht zwingend intim sein muss. Dafür wiederum spräche allenfalls, dass sie zum Schluss doch noch die Straßenkreuzung aufsucht, was eigentlich als erstes "Date" in Freiheit geplant war, was aber ebenso (oder auch) ein Indikator für das Bestehen eines anderen KI-Tests sein könnte: Ava wäre zur Irrationalität fähig.
Kurz, dass Ganze ist herrlich vielschichtig und lässt viele mögliche Deutungen zu.

Thandbar:
Interessant, ich hatte das ganz anders wahrgenommen als Du es in Deinem Spoiler darlegst.
Insgesamt hat mir der Film gut gefallen, hatte aber etwas mehr erwartet. Die Beziehung des Hauptdarstellers zur KI hat bei mir irgendwie nicht gezündet (Schauspiel ist ja auch immer eine Art Turing-Test mit dem Zuschauer :D), und das Ende fand ich dann doch irgendwie unlogisch. 

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