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[Brainstorming] Nibelungen - "fiktives" RPG zwischen Yggdrasil und Keltia

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Waldviech:
Nur mal des Spaßes halber ein kleines Brainstorming, inspiriert von Yggdrasil und Keltia:
Nur mal angenommen, es solle neben diesen beiden "semi-historischen" Fantasy-RPGs noch ein drittes Rollenspiel erscheinen, dass sich nicht mit Skandinavien oder den britischen Inseln beschäftigt, sondern mit einem (oder mehreren) Gegenden in Mitteleuropa. Dabei findet es mehr oder weniger zur selben Zeit statt wie die beiden genannten Spätantike-RPGs (und teilt sich den selben Regelkern). Wir bewegen uns also in der Zeit von Odoaker und Theoderich. Wie könnte man das Ganze aufziehen, welche mythologischen Bestandteile bieten sich an?
(Nebenbei: Jupp, im Grunde genommen wäre "Nibelungen" eigentlich ein slightly unpassender Titel, da irgendwas um 490 rum steng genommen Jahrzehnte nach den Ereignissen ist, die mutmaßlich die historischen Kerne des Nibelungenlieds waren...ob und wie einen das stört, wäre zu überlegen).

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Geile Idee, sowas wollte ich schon damals, alös ich das erste Mal RuneQuest in die Finger bekam, machen.

Hier wäre der größte Knackpunkt der mythologisch-religiöse - gibt es DEN wahren Glauben (arianisches oder katholisch-orthodoxes Christentum, Skandinavischer Asenglaube, vielleicht in Irland noch vorhandene keltische Glaubensreste), wenn ja, was sind dann die anderen Glaubenssysteme? Lügen? Teile der eigenen Mythologie, die mißverstanden wurden (z.B. wenn das Christentum recht hat, sind dann die Asen und Wanen Dämonen in Verkleidung, wie das manche christliche Autoren der Zeit gesehen haben)?

Oder existieren die verschiedenen Glaubenssystem wie Paralleldimensionen zueinander?
Ars magica hat sich ja auch teilweise mit dieser Problematik herumgeschlagen.

Übernatürliche Wesen wie Satyrn, Trolle usw. hingegen könnte man auf alle Fälle in ihrer ganzen Bandbreite unterbringen, da Wesen dieser Sorte in jeder der verschiedenen Kulturen und ihren Mythen vorkamen. 

Waldviech:

--- Zitat ---Oder existieren die verschiedenen Glaubenssystem wie Paralleldimensionen zueinander?
--- Ende Zitat ---
Ich würde fast das vermuten, da ich den selben Verdacht schon beim Crossovern zwischen Keltia und Yggdrasil hätte - und Keltia "leidet" ja zudem unter dem selben Problem. Sehr wahrscheinlich hätte man dann auch weniger Probleme. Sehr hübsch fand ich die Deutung der heidnischen Götter als besonders mächtige Naturgeister, deren Zeit allerdings grad am Enden ist (ich habe nur grade keinen blassen Dunst, woher ich genau das habe). Das erklärt dann vielleicht auch, warum die griechisch-römischen Götter verstummten, das Orakel von Delphi nichts mehr weissagte, usw.

Lichtschwerttänzer:
Der Britannien Zyklus von Diana Paxson wäre ne gute Quelle

Alle Götter sind drei, die einer sind. Ich glaube Mahabharat Peter Brooks

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:

--- Zitat von: Waldviech am  5.05.2015 | 17:17 ---Sehr hübsch fand ich die Deutung der heidnischen Götter als besonders mächtige Naturgeister, deren Zeit allerdings grad am Enden ist (ich habe nur grade keinen blassen Dunst, woher ich genau das habe). Das erklärt dann vielleicht auch, warum die griechisch-römischen Götter verstummten, das Orakel von Delphi nichts mehr weissagte, usw.

--- Ende Zitat ---


Das ist ein cooler Ansatz, Sachen wie Beowulf sind ja auch irgendwie auf der Schnittstelle zwischen noch-heidnisch und schon-christlich ideengeschichtlich anzusiedeln. Da würde dein Erklärungsmodell gut greifen  :)

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