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Valerian und Veronique - dir. by Luc Besson!

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Nomad:
Mir hat der Film gefallen. Ich kenne die Comics noch aus meiner Jugend und fand den Geist durchaus gut eingefangen, auch wenn mehr Hollywood drin ist, als mir lieb ist. Aber das war zu erwarten.

Es gibt mehrere Logiklöcher, aber im Vergleich zu dem typischen Hollywood Film der letzten Jahre fand ich die vernachlässigbar (Ich sag nur, wir sind Top Wissenschaftler und drücken einfach mal jeden verdammten Knopf den wir finden  ::) ). Manche konnte ich im Nachhinein für mich gut erklären, was natürlich einen guten von einem sehr guten Film unterscheidet, wo so etwas nicht nötig ist.

Der Film hat auf jeden Fall mehr Story als solche Enttäuschungen, wie Jupter Ascending. I

Wenn man auf Popkorn Kino steht, kann ich einen Besuch im Kino nur empfehlen. Und wem er gefallen hat, sollte auf jeden Fall mal in die Comics rein schauen  ;)

Der Nârr:
Wollte nur kurz sagen, ohne Ahnung von den Comics zu haben, dass mir der Film richtig gut gefallen hat - besser als Rogue One und um Längen besser als die Star Trek Filme von Abrams. Kommt aber eher nicht gegen Guardians of the Galaxy 1+2 an, aber das ist auch kaum möglich. Wobei die Filme schon sehr unterschiedlich sind, was die Stimmung angeht. Irgendwie fühlte sich Valerian für mich "ernster" an, obwohl es auch einige Albernheiten gab (und meist wäre der Film ohne diese imho besser gewesen).

Negativ fand ich nur einige überholte Charakterzeichnungen die möglicherweise typisch für Luc Besson sind, etwa die Touristen. Das große Drama fand ich nicht ganz überzeugend:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was interessieren mich Kriegsverbrechen eines Krieges, über den ich NICHTS weiß? Da fehlte mir komplett die emotionale Bindung. Das war am Ende auch etwas albern, da wurden so Fragen gestellt wie "Sie waren auf der Brücke, nicht wahr", ohne dass gesagt wird welche Brücke, da müssen doch viele Schiffe mit Brücken gewesen sein. Daher kam auch das Fingerzeigen nicht gut bei mir rüber.
Gut gelungen ist aber anzudeuten, dass das Universum etwas größer ist und ich fand angenehm, dass manche Sachen nicht erst 1000x erklärt wurden.

Einen zweiten Teil würde ich mir bedenkenlos sofort ansehen.

Oh, und die drei kleinen gefügelten Aliens erinnerten mich total an die Droyne aus Traveller, wer hat da von wem kopiert?

P.S.: Die beiden Hauptdarsteller fand ich richtig gut! Super besetzt, alles richtig gemacht.

Kowalski:

--- Zitat von: Der Narr am 28.07.2017 | 01:06 ---Wollte nur kurz sagen, ohne Ahnung von den Comics zu haben, dass mir der Film richtig gut gefallen hat - besser als Rogue One und um Längen besser als die Star Trek Filme von Abrams. Kommt aber eher nicht gegen Guardians of the Galaxy 1+2 an, aber das ist auch kaum möglich. Wobei die Filme schon sehr unterschiedlich sind, was die Stimmung angeht. Irgendwie fühlte sich Valerian für mich "ernster" an, obwohl es auch einige Albernheiten gab (und meist wäre der Film ohne diese imho besser gewesen).

Negativ fand ich nur einige überholte Charakterzeichnungen die möglicherweise typisch für Luc Besson sind, etwa die Touristen. Das große Drama fand ich nicht ganz überzeugend:
--- Ende Zitat ---

Falls Du die Comics von Jodorowsky kennst, beim Incal sind auch viele überdrehte Aliens und auch überdrehte Menschen. Generell findet man in den franko-belgischen Comics mehr gesellschaftliche Randgruppen die es nur als Bösewichte in US-Comics gibt. Kommt vielleicht auch davon das man in Europa auch auf die Teile einer Gesellschaft schaut die nicht so schön und bunt sind. In gewissem Sinne sind wir selbstkritischer. Es gibt Figuren die sind ziemlich abgefuckt ohne die "Witzigkeit" von Deadpool. Die finde ich überdreht. Das ist in einem Computerspiel ok, oder bei dem verrückten Joker. Aber egal.


--- Zitat von: Der Narr am 28.07.2017 | 01:06 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was interessieren mich Kriegsverbrechen eines Krieges, über den ich NICHTS weiß? Da fehlte mir komplett die emotionale Bindung. Das war am Ende auch etwas albern, da wurden so Fragen gestellt wie "Sie waren auf der Brücke, nicht wahr", ohne dass gesagt wird welche Brücke, da müssen doch viele Schiffe mit Brücken gewesen sein. Daher kam auch das Fingerzeigen nicht gut bei mir rüber.
--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Naja, das der Planet der Pearls weggepustet wird hat dich nicht bestürzt? Mich schon. Mir war ja erst mit der späteren Raumschlacht klar das es die Menschen waren die das verursacht haben.
Zu sagen das interessiert mich nicht ist genauso wie achselzuckend den Völkermord in Ruanda abzutun. Oder die Ausrottung von 90% der indigenen Bevölkerung in Süd-, Mittel- und Nordamerika.
Das es nicht-Menschen sind tut nichts zur Sache. Das sie an dem Konflikt gänzlich unbeteiligt waren und Kollateralschaden sind dagegen schon.
Das gehört nicht unter den Teppich gekehrt und ignoriert. Gerade in Deutschland würde ich die Ungeheuerlichkeit der Tat als fast schon singulär bezeichnen. Vielleicht mit der Zerstörung Vulkans vergleichbar.
Der General ist im Prinzip der durchgeknallte Neru. Nur mit sogar weniger Motiv. Es mag in der Situation durchaus sogar das richtige gewesen sein, aber es hätte untersucht gehört. Und ich hatte nicht den Eindruck das es richtig war. Und andere auf der Brücke, und der Hinweis war ja nicht wirklich schwer, schließlich gab es nur wenige an die er gerichtet sein konnte...., ja auch nicht.
Im Endeffekt hätte der General auch schon damals vor ein Kriegsgericht und die Sache untersucht werden müssen.

Das ist halt der Unterschied zu Ender's Game, da wird erst der Planet der Gegner zerblasen und danach kriegt der Held Gewissensbisse. (Im Film danach im Buch vorher) Auf der anderen Seite wird "Ender" als Held gefeiert. Der General würde aber nicht gefeiert werden, sondern verurteilt. Das ist so der Unterschied zwischen Selbstgerechtigkeit und Selbstreflektion.
Und Du hast recht mit dem Eindruck das der Film weniger Witze und Dialog zwischen den Figuren hat.


--- Zitat von: Der Narr am 28.07.2017 | 01:06 ---Gut gelungen ist aber anzudeuten, dass das Universum etwas größer ist und ich fand angenehm, dass manche Sachen nicht erst 1000x erklärt wurden.

Einen zweiten Teil würde ich mir bedenkenlos sofort ansehen.

Oh, und die drei kleinen gefügelten Aliens erinnerten mich total an die Droyne aus Traveller, wer hat da von wem kopiert?

P.S.: Die beiden Hauptdarsteller fand ich richtig gut! Super besetzt, alles richtig gemacht.

--- Ende Zitat ---

Die Shingouz sind 1975 das erste mal in einem Comic aufgetaucht. Das war 2 Jahre vor Traveller. Aber gab es die "Rassen" sofort?
Droyne tauchen erst 1980 in "Adventure 3: Twilight's Peak" auf.

Issi:
So ich war jetzt drin und ich fand ihn ganz OK. - Allerdings finde ich die Altersfreigabe ist dann doch eher 6 Jahre, statt 12 Jahre.
Es ist mMn. definitiv eher ein bunter Kinderfilm (Puppets in Space), als ein Film für Erwachsene.
Als Kinderfilm ist er in Ordnung. Hat auch ein paar witzige Szenen dabei. Aber an Avatar kommt er schlicht nicht ran, trotz Technik.
Da baut sich die Geschicht einfach viel Besser auf. Der Plot ist auch stimmiger. ;)

Die Schauspieler sind OK.- Um Clive Owen tats mir ein Bißchen leid. Das Drehbuch war nicht auf seiner Seite.
Der Film hätte auch von Walt Disney sein können. :)

aingeasil:

--- Zitat von: Issi am 28.07.2017 | 10:07 ---Allerdings finde ich die Altersfreigabe ist dann doch eher 6 Jahre, statt 12 Jahre.
Es ist mMn. definitiv eher ein bunter Kinderfilm (Puppets in Space), als ein Film für Erwachsene.
[...]
Der Film hätte auch von Walt Disney sein können. :)

--- Ende Zitat ---
Bin da voll dafür - aber auf positive Art und Weise: Meine Kleine ( 8 ) durfte "Valerian" jetzt auch sehen und fand ihn deutlich besser als den neuesten "Ich einfach unverbesserlich"  ;D

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