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Magie?

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Dragon:

--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch (CaS) am 30.05.2015 | 12:52 ---Ich finde gerade dieses Zusammenreißen bei FATE sehr reizvoll.  Man bringt sich selbst durch die Einschränkung Herausforderungen dazu, und gibt dem SL auch eine Richtung, in die man selbst möchte.

--- Ende Zitat ---
Genau das ist doch das spannende bei Fate, dass man eben NICHT versucht power zu gamen^^ (und wenn: dann sollten es alle am Tisch tun ;) ), sondern gemeinsam eine Geschichte zu erzählen und da gehören Einschränkungen der eigenen Figur eben dazu, weil sie die Story interessanter machen und nicht als Gängelung gedacht sind. Deswegen ist es so wichtig sich vorher zu einigen, was man zusammen spielen möchte.

Abaton23:

--- Zitat von: Chruschtschow am 30.05.2015 | 12:36 ---@Skyclad:
Dieses "Zusammenreissen" ist Teil des Genres und muss mit einer einigermaßen brauchbaren Gruppe nicht durch Regeln erzwungen werden. ...........
Bei Magie fehlt natürlich der realweltliche Bezug, weil es keine Magie gibt. Da kann ich nicht auf einen gemeinsamen Erfahrungsschatz mangels Zauberer in der Gesellschaft hoffen.

Pyromancer beschreibt ja recht gut die Alternative: die Regeln sind für alle die gleichen, nur macht ein valianischer Seemeister halt sicher einiges anders als ein Zauberer aus Nahuatlan. Dass hier die Spruchliste Orientierung bietet, ist eine Rückkopplung der Weltenerschaffung. Die Macher haben sich eine Welt gedacht. Auf dieser Basis haben sie Kulturen entwickelt. Auf dieser Basis wiederum haben sie sich überlegt, die zu den Kulturen passen. Die Spieler lernen die Kulturen und ihre Magier unter anderem wieder durch die Spruchlisten kennen.2

Die Spruchliste ist nur ein Ersatz für das Gespräch vorher, welche Fähigkeiten Magie hat. Dass eine Spruchliste aber notwendig ist, ist ein Zirkelschluss.


1) Ja, ich weiß, dass Mr. Miagi Karateka ist, nicht Kungfumeister. Der ist halt einfach nur einigermaßen normal stark.
2) Nein, ich war nicht dabei, als das gemacht wurde, aber ist die einzige einigermaßen sinnvolle Reihenfolge. Niemand wird gesagt haben: langsame Feuerkugel! Jetzt brauchen wir noch eine Kultur dazu.


--- Ende Zitat ---
Ich hake mich mal bei dem Bezug der Magie auf die genannte Hintergrundwelt ein (valianischer Seemeister und Zauberer aus Nahuatlan kommen ja aus dem Midgard-Setting) Tatsächlich machten wir hier ernste Überlegungen, wie man Fate mit dieser Welt verknüpfen könnte. Der Rahmen sollte ein Sandboxing zu einem bestehenden Städtequellband sein. Das "Zusammenreissen" unserer Gruppe muss ich leider verneinen. Ich habe hier 1-2 Spieler, welche bekannt sind, Regellücken gnadenlos zu nutzen, um zu powern. Vorgeschlagene Begrenzungen der Magie (z.B. Bezug zu bestehenden Spruchlisten der Welt oder Abhandlung durch Stunts) werden schon im Vorfeld abgelehnt. Es wird darauf gedrückt, Sprüche als freie Fähigkeiten zu definieren. Lediglich der Aspekt "Bin Feuermagier" soll z.B. bei jedem Spruch dienen, gerade erfundene Magie mit dem SL zu auszuschachern. Dabei will man aber beim zaubern nicht den Fate-Punkt als Standard zahlen, sondern nur dann, wenn der Zauber über bereits bestehende Fertigkeiten hinausgeht.

Ich habe das Projekt jetzt beerdigt, da ich mich außerstande sehe, jeden Spieltag mit meinem Veto Plotkiller zu stoppen. Dazu ständiges diskutieren am Tisch?

Derzeit sehe ich das so: Magie funktioniert in FATE :
- ENTWEDER durch verantwortungsvolles Behandeln aller Mitspieler mit Fairness
- ODER mit weiter ordnenden Hausregeln, die im Vorfeld auch durch alle Spieler akzeptiert werden sollten

Wird keine dieser Konzepte von den Spielern geschlossen akzeptiert, so reichen nach meinem Ermessen die derzeitigen FATE-Regeln leider nicht für ein geordnetes Spiel. Dann wäre man mit einem anderen System wohl sicherer. Oder seht Ihr eine Lösung, die ich übersehen habe?

Blechpirat im Urlaub:
Ehrlich gesagt: Ich kann mir nicht vorstellen, mit dem von dir geschilderten Spielertypus irgendein Rollenspiel zu spielen. Diese Herangehensweise passt m.E. besser zu Brettspielen.

Kein Regelwerk kann so detailiert sein, dass ein aggressiv vorgehender, auf Regellückennutzung fokussierter und auch noch an ständigen Regeldiskussionen interessierter Spieler das nicht kaputtgeredet bekommt.

Bei Fate kannst du es so hinbekommen, dass die "Erfolge" dieses Spielertyps so nutzlos sind (es gibt +2 gegen Fatepunkt), dass er keinen Spaß dran hat. Aber dann hat er auch keine Spaß am Spiel mehr.

Selganor [n/a]:
Besonders mit diesen Spielern sollte dann doch besser VORHER geklaert sein was/wo/wie die Eckdaten der magischen Faehigkeiten sind. Wenn auch die damit zufrieden sind kommen wenigstens im Spiel keine weiteren Diskussionen ueber das "was kann denn Magie?" auf.

aikar:
Einerseits muss man sagen, dass Fate meiner Meinung nach praktisch keine Lücken bietet, die Powergamer ausnutzen könnten.
Im Umkehrschluss lässt es aber auch positives Powergaming (Also Spaß durch Optimierung des Charakters) nicht zu, dafür ist es einfach nicht ausgelegt.
Wenn das also den Spielern wichtig ist, ist es das falsche System.

"Powergaming", das bei Fate möglich ist, ist , wie du ohnehin schon erkannt hast, Diskuttieren über die Anwendbarkeit von Aspekten (und evtl. Stunts).
Da Aspekte oft sehr vage sind, können Spieler manchmal auf sehr harstreubende Interpretationen kommen, in welcher Situation sie anwendbar sind.
Das ist jetzt von der Balance her nicht ungedingt schlimm (da sie ja ohnehin Fate-Punkte kosten), kann aber den Spielfluss und die gemeinsame Vorstellung stark strapazieren.

Der dritte Punkt, der mir schon untergekommen ist, sind Spieler, die nicht akzeptieren wollen, dass Aspekte keine Boni bringen, wenn sie nicht mit einem Fate-Punkt bezahlt werden. "Aber es ist doch dunkel, der KANN mich gar nicht so einfach sehen". Dieses Fixe-Modifikatoren-Denken kriegt man bei erfahrenen Spielern klassischer Systeme nur nur sehr schwer weg (Bei Anfängern funktioniert das interessanterweise meist viel einfacher). Fate arbeitet einfach auf einer Metaebene und nicht nur auf der Perspektive des einzelnen Charakters, das ist wahrscheinlich die am schwersten zu verstehende Besonderheit des Systems (und auch der Ursprung der Probleme mit der Funktionsweise von Magie bei Fate, die hier diskuttiert wurden)


--- Zitat von: Abaton23 am  2.06.2015 | 11:14 ---Dabei will man aber beim zaubern nicht den Fate-Punkt als Standard zahlen, sondern nur dann, wenn der Zauber über bereits bestehende Fertigkeiten hinausgeht.
--- Ende Zitat ---
Hier verstehe ich allerdings nicht ganz dein Problem.Die Beschreibung klingt für mich genauso, wie Fate funktioniert.
Wenn sie einen Feuerstrahl werfen, der nicht mehr anrichtet als ein normaler Fernkampfangriff, dann ist das nur ein Wurf auf Schießen, da ist dann auch kein Fate-Punkt nötig. Oder verstehe ich da jetzt deinen Einwand falsch?
Natürlich könnte man settingspezifisch festlegen, dass Magie seltener, aber dann mächtiger ist und IMMER in Kombination mit dem Aspekt (Also Fatepunkt und +2 Bonus) ausgeführt werden muss, einfach weil es nicht zum Stil der Welt passt, dass ständig (wenn auch nur im kleineren Maße) mit Feuer um sich geworfen wird.

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