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Magie?

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Abaton23:

--- Zitat von: Chiarina am  2.06.2015 | 14:30 ---..... Wenn hier aber irgendetwas ungerecht ist, dann doch höchstens die von der Gruppe selbst gewählten Settingbedingungen. Das sollte in einem Gespräch auch deutlich werden. Und genau diese Erkenntnis ist ja die einzige Chance, die Sturköppe zum Umlenken zu bewegen.

--- Ende Zitat ---

Das hätte ich jetzt genauer erklärt, da es nach einer pauschalierten Erklärung klingt, die Restspieler sind Schuld, da der Buchstabenreiter des FATE-PDF nix falsch machen kann.

Tatsächlich ist sich die Mehrzahl der Gruppe einig, welche Umwelt sie wollen. Das sind DSA-Veteranen und wollen etwas in der Stimmung und Power vergleichbares wie dort. Nur einer träumt von einem Superhelden in epischer Übergröße, nämlich genau der Diskutierende. Beispiel: Er veranschaulichte vor einigen Tagen FATE so: Wenn ICH den Aspekt "Letzter Drachenreiter der roten Berge" wähle, dann habe ICH Fakten geschaffen, denn Aspekte sind in FATE IMMER wahr. Ich habe somit definiert, dass ich:
a) auf dem Rücken eines Drachen reite
b) der letzte meiner Art bin
c) ich von den roten Bergen komme

Darf ich bei freier Magie jetzt das Pendant einer Atombombe über Gareth erwarten? FATE hat in seinen PDFs in der Beziehung keine Bremse definiert. Ich darf aber keine Verhausregelung vorschlagen. Drum hab ich jetzt den Notfallschirm gezogen und bin ausgestiegen.

aikar:

--- Zitat von: Abaton23 am  2.06.2015 | 15:15 ---Wenn ICH den Aspekt "Letzter Drachenreiter der roten Berge" wähle, dann habe ICH Fakten geschaffen, denn Aspekte sind in FATE IMMER wahr. Ich habe somit definiert, dass ich:
a) auf dem Rücken eines Drachen reite
b) der letzte meiner Art bin
c) ich von den roten Bergen komme
--- Ende Zitat ---
Nein, hat er nicht.
Punkt 2 & 3 kann man so stehen lassen, die sind ja auch nicht das Problem.
Punkt 1 ist aber durch den Aspekt nicht definiert.

Ich würde da einen Charakter sehen, der aus einer alten Blutlinie von Drachenreitern kommt und das Potential hat, einen Drachen zu zähmen. Das heißt noch nicht, dass er zu Spielbeginn einen Drachen zur Verfügung hat.
Die Suche nach dem Drachen, für den er bestimmt ist, gibt aber sicher tolles Abenteuermaterial vor und deutet ein episches Kampagnenfinale an.

Und selbst wenn jemand den Aspekt "Ich reite den Drachen Myrantir" hat, heißt das noch lange nicht, dass der Drache jedesmal zur Verfügung steht. Sowas wäre nämlich regeltechnisch ein Extra und würde über Stunts abgebildet (btw, du könntest dir evtl. mal Jadepunk ansehen, das hat einen ziemlich coolen Baukasten für Begleiter und besondere Geräte in Fate).

Das steht glaub ich sogar irgendwo in den Grundregeln so, dass Aspekte wie "Größter Schwertkämpfer aller Zeiten" Blödsinn sind.

Aber allgemeine Frage: Wenn der Großteil der Gruppe mit deinem Spielstil konform geht und ein Spieler nicht, warum spielst du dann nicht einfach mit dem Rest der Gruppe?
Ich weiß, manchmal will man jemanden nicht ausschließen, einfach weil er ein Freund ist, vor dem Problem stand ich auch schon. Aber warum sollte die ganze Gruppe sich von einem einzelnen das Spiel ruinieren lassen, nur weil er auf ebenjenes Spiel keine Lust hat?

Selganor [n/a]:

--- Zitat von: Abaton23 am  2.06.2015 | 15:15 ---Nur einer träumt von einem Superhelden in epischer Übergröße, nämlich genau der Diskutierende. Beispiel: Er veranschaulichte vor einigen Tagen FATE so: Wenn ICH den Aspekt "Letzter Drachenreiter der roten Berge" wähle, dann habe ICH Fakten geschaffen, denn Aspekte sind in FATE IMMER wahr. Ich habe somit definiert, dass ich:
a) auf dem Rücken eines Drachen reite
b) der letzte meiner Art bin
c) ich von den roten Bergen komme

--- Ende Zitat ---

Damit hat er auch Recht, bis auf a)

Bloss weil jemand "Drachenreiter" heisst ist damit nicht automatisch gesichert, dass er auf einem Drachen reitet (der "normale" Ritter "darf" ja auch mal vom Pferd absteigen ;) ).
Wie stark die Drachen auf dieser Welt sind (und ob es ueberhaupt noch Drachen auf dieser Welt gibt) ist nur durch diesen Aspekt noch nicht festgelegt.

Das klaert man fuer gewoehnlich zusammen. Aber da dieser Spieler ja seine Meinung ueber die aller anderen stellen will bringt es vermutlich nix das mit ihm zu probieren solange er diese Einstellung nicht aendert.

Daheon:
Wäre es nicht einfacher, mit den Leuten zu spielen, die sich auf den Ton des Settings einigen können und den einzigen, der es nicht kann zu bitten, sich andere Mitspieler zu suchen?  ;)

Und nein, du musst keine Atombombe über Gareth erwarten. Siehe oben. Fate hat Regeln.

Zum Thema Fakten schaffen durch Aspekte: Die Fakten werden geschaffen, indem die Spieler ihre Aspekte absprechen. WIR schaffen also Fakten, nicht ICH. Wenn drei von vier Spielern Schwierigkeiten mit einem Aspekt haben, dann sollte man sich auf etwas anderes einigen können. Wenn nicht, sollten vielleicht wirklich nur die drei spielen.

SeldomFound:

--- Zitat von: Abaton23 am  2.06.2015 | 15:15 ---Das hätte ich jetzt genauer erklärt, da es nach einer pauschalierten Erklärung klingt, die Restspieler sind Schuld, da der Buchstabenreiter des FATE-PDF nix falsch machen kann.

Tatsächlich ist sich die Mehrzahl der Gruppe einig, welche Umwelt sie wollen. Das sind DSA-Veteranen und wollen etwas in der Stimmung und Power vergleichbares wie dort. Nur einer träumt von einem Superhelden in epischer Übergröße, nämlich genau der Diskutierende. Beispiel: Er veranschaulichte vor einigen Tagen FATE so: Wenn ICH den Aspekt "Letzter Drachenreiter der roten Berge" wähle, dann habe ICH Fakten geschaffen, denn Aspekte sind in FATE IMMER wahr. Ich habe somit definiert, dass ich:
a) auf dem Rücken eines Drachen reite
b) der letzte meiner Art bin
c) ich von den roten Bergen komme

Darf ich bei freier Magie jetzt das Pendant einer Atombombe über Gareth erwarten? FATE hat in seinen PDFs in der Beziehung keine Bremse definiert. Ich darf aber keine Verhausregelung vorschlagen. Drum hab ich jetzt den Notfallschirm gezogen und bin ausgestiegen.

--- Ende Zitat ---

Du als Spielleiter und auch die anderen Spieler haben ein Veto-Recht! Ihr könnt also immer einwenden, dass dies nicht das Power Level ist, mit dem ihr in dieser Gruppe spielen wollt. Dann kann der Spieler entweder seinen Vorschlag entsprechend anpassen ("Dann wäre ich gerne der "Letzte Ritter des Ordens der Bratpfanne"), die Gruppe davon überzeugen, dass es doch eigentlich viel cooler wäre, wenn man etwas richtig abgedrehtes spielt, oder gehen.

Ihr habt genauso eure Recht darauf, beim Spielen Spaß zu haben, wie dieser Spieler und da braucht ihr euch nicht mir irgendwelchen Regeln zu verteidigen. Der Grund, warum FATE da keine Bremse definiert, ist schlicht und ergreifend, weil so etwas Blödsinn ist. Hier spielt nicht "Feuermagier zerstören die Welt", sondern "DSA mit den Regeln von Fate-Core". Und in DSA gibt es eben keine Feuermagier, die ganz Gareth ohne Magnus Opum in Schutt und Asche legen können.



--- Zitat von: Abaton23 am  2.06.2015 | 14:17 ---Das Problem besteht damit, dass der Spieler sich alle Optionen offenhalten will und im Gegenzug auf rein garnichts verzichten will. Nicht einen einzigen Stuntverbrauch, keine noch so geringe Änderung der bestehenden Fertigkeiten. Wählt er den einzigen Aspekt "Magier der Kristallkugel", ohne dass Magie vorher im Detail geklärt wird, kann er jetzt ständig Plotkiller beantragen. "Hey, ich guck in die Vergangenheit und will Infos." "Hey, wer ist der Mörder?" "Wo finde ich den?" Klar hab ich als SL ein Veto. Nur leg ich das dreimal ein, dann hab ich einen Typ am Tisch, der "Spielleiterwillkür" schreit und die Stimmung vermiest. Deshalb will ich vorher ne Klärung, um diese Sinnlos-Diskussionen am Tisch zu verhindern.

Vor Allem will der Magier all diese Möglichkeiten mit einem einzigen Aspekt kriegen. Der Nichtmagier soll nicht einmal den geringsten Fussel als Ausgleich kriegen. Was soll ich den anderen Spielern sagen?

Bei meinen derzeitigen Spielern ist mir FATE einfach viel zu schwammig. Entweder, wir definieren Magie im Vorfeld durch erläuternde Hausregeln. Wenn das ein Einzelner nicht akzeptieren will, ist mir FATE zu riskant.

--- Ende Zitat ---

Ich möchte in diesem Falle wirklich die Frage stellen, warum du mit einem solchen Tyrannen zusammenspielst. Den interessiert, so wie du es schilderst, nur, dass du ihm seine Erfolgserlebnisse gibst, aber im Gegenzug erhältst du von ihm scheinbar rein gar nichts. Nehmen und Geben ist ein Grundvorraussetzung für jede Form von konstruktiver menschlicher Interaktion, egal ob im Rollenspiel oder sonst wo.

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