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Design-Widerspruch: Würfelspanne und steigende Werte
Skyclad:
--- Zitat von: Blutschrei am 23.05.2015 | 11:19 ---Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn man steigende Fixwerte in Verbindung mit fixen Manöver-/Aktions-Erschwernissen betrachtet: Während ich bei einem Streitkolben-Wert von 15 eine starke Einschräkung durch das Manöver "Niederwerfen, Erschwernis 5" in Kauf nehmen müsste, gibt es bei einem Wert von 50 kaum noch einen Grund, der mich davon abhalten könnte, mit jedem Angriff ein Niederwerfen-Manöver durchzuführen. Niederwerfen wäre somit die absolute best Choice gegenüber einem Standardangriff, die sinnvollen HAndlungsoptionen werden durch das System selbst reduziert.
--- Ende Zitat ---
Wenn Du andererseits die Erschwernis an den Angriffswert koppelst, sieht das ganze schon wieder anders aus.
"Niederwerfen, Erschwernis 1/3Angriff" schränkt Dich bei einem Streitkolben-Wert von 15 auch nur um 5 ein, haut Dich aber bei 50 auf 33 runter.
Ausserdem daran denken, dass Du vielleicht mit einem Wert von 50 Dorfbüttel den lieben langen Tag umschmeissen kannst, das Manöver aber viel weniger effektiv ist wenn Du Dich einem orkischen Söldnerführer mit 20 Jahren Schlachtfelderfahrung gegenübersiehst.
Blutschrei:
Zum W100:
Der W100 würde zwar tatsächlich die höchste (vertretbare) Wertespanne bieten, aber. Und jetzt wirds schwammig und nörglerisch, aber ich lasse mich gerne von guten Gegenargumenten überzeugen:
Der W100 fühlt sich für mich bisher immer wie ein W10 an. Der erste Würfel legt in dne allermeisten Fällen schon das Ergebnis fest, ich habe also gefühlt weniger Abstufungen, als wenn ich einen W20 benutze.
Zum "Roll & Keep":
Ich mag den Gedanken das beste aus mehreren Ergebnissen wählen zu können sehr. Aber es verschiebt das Problem in gewisser Art und Weise nur. Denn wenn ich nur in die Würfelzahl steigern kann, dann kann ich keinen absoluten Qualitätszuwachs meiner Proben erreichen, die Limits nach Oben bleiben ziemlich eng. Wenn ich wiederum ein Steigern auch in die Höhe zulasse, marginalisiere ich wiederum den Zufallsfaktor ziemlich schnell. Und gerade bei Roll & Keep Mechanismen ist ein W100 für eine hohe Wertespanne gefühlt unpraktikabel, falls mir da niemand widerspricht.
Zum "Sinkender Zufall ist ein Feature..."
Das ist meiner Meinung nach völlig Kontextabhängig. Wenn ich dein Argument mal interpretieren darf, sieht es für mich folgendermaßen aus: "Sinkender Zufall ist ein Vorteil, weil er sich mit meinen Realitätserwartungen von steigender Kompetenz deckt."
Während ich dieses Argument anerkenne, trifft es nicht ganz mein Problem: Mein Ziel ist nicht eine Abbildung einer realistischen Kompetenzentwicklung, sondern gamistisch spannende Gefechte mit dem Fokus auf dem taktischen Auswählen aus einer Anzahl von abwägungswürdigen Handlungsoptionen. Realismus ist hier also nur in gewissen Grenzen eine Priorität, die gegenüber dem Spiel-Charakter den ein oder anderen Abstrich machen muss.
User6097:
Statt w100 kansnt du auch einen elektronisch simulierten z.B. Spamtphone kann das w60 nutzen.
Erdgeist:
Ein weiterer Ansatz wäre u.U. die Spanne des Zufalls nicht zu fixieren, sondern nach oben und unten hin offene Zufallswerte zu verwenden.
Viele Systeme kennen ja schon die sog. explodierenden Würfel, also nach oben hin offen. Von Agone kenne ich dafür noch das Beispiel, dass der Würfelwurf auch nach unten hin offen ist. Es gibt also selbst für absolute Meister noch die Möglichkeit, ein mieses Ergebnis zu erzielen, auch wenn sie die Wahrscheinlichkeit dafür dank ihrer hohen Werte senken können.
Maarzan:
Dann bleibt halt die aktive, um die Erfolgsspanne des Angriffs modifizierte Parade/Widerstandswurf (wo der Orkveteran dann auch einen entsprechend hohen Wert hätte, der Büttel aber nicht).
Und wer rein nach Qualifikation kein Land sieht muss eben an den Randbedingungen drehen -ungefähr wie das Amateurteam im Pokal, welches auf dem Kartoffelacker spielt. Wenn jeder 2. Ball wegen dem Untergrund unkontrolliert verspringt, kann sich die technische Überlegenheit des nominellen Favoriten eben schwer entfalten.
Das könnte dann z.B. durch zusätzliche offene (eher nach unten) Würfel eingebaut werden.
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