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How I Met Your Mother (die ganze Serie)
JS:
--- Zitat von: Quill am 8.07.2015 | 15:22 ---Oder hattet ihr den Eindruck, Robins "Karriere vor Kindern" oder Barneys "ich vögel 200 Frauen" wurde irgendwie so positiv und erstrebenswert dargestellt wie Lilys und Marshalls Familienleben?
--- Ende Zitat ---
Das kommt darauf an, wie man es betrachtet. Für mich z.B. sind Marshall und Lily vor allem ab dem Moment ihrer Heirat und Elternschaft so überzeichnet, albern und humoristisch wie auch intellektuell abstoßend, daß ich die Serie nicht mehr gerne gucke, wenn die beiden intensiver beteiligt sind. Ein Ideal erkenne ich da bestimmt nicht.
Robin weiß selten, was sie eigentlich will, aber ihr beruflicher Aufstieg scheint ihr viel zu geben - mehr jedenfalls als ihre Beziehungen, was Ted auch immer wieder anmerkt. Ich sehe darin nichts Schlechtes oder eine negative Darstellung.
Barney dagegen ist unter dem Strich einer der nahezu konstant Glücklichen in der ganzen Truppe, der als vermögender Frauenfresser ebenso seine Erfüllung findet wie Marshall und Lily in ihrer Partnerschaft. Sicherlich hadert er durch Robin hin und wieder mit seinem Dasein, aber das gibt sich ja auch wieder. Barney bleibt mMn als Charakter sehr stark und originell von der ersten bis zur letzten Folge. Und daß er seine "wahre Liebe" in seiner kleinen Tochter findet (und vermutlich nicht mal in deren Mutter), ist ein schönes Ende im Gegensatz zu dem Krampf um Ted und Robin - den hätten sie sich ohne Probleme und Verluste sparen und Ted seine Ehe in Ruhe führen lassen können.
Ted mochte ich in seiner verschrobenen Art gern, und er hat es ja auch mehrfach mit dem Heiraten versucht - nicht erfolgreich, wie jeder weiß. Leider haben die Autoren Ted aber in den letzten Staffeln ziemlich demontiert, so daß er kein großer Sympathieträger mehr war. Die achte und neunte Staffel waren ohnehin so lala.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Quill am 8.07.2015 | 15:22 ---Oder hattet ihr den Eindruck, Robins "Karriere vor Kindern" oder Barneys "ich vögel 200 Frauen" wurde irgendwie so positiv und erstrebenswert dargestellt wie Lilys und Marshalls Familienleben?
--- Ende Zitat ---
Das "Karriere vor Kindern" kam aus der Not heraus, dass sie keine Kinder zeugen konnte.
Ansonsten fand ich, hat die Serie eher gesagt "Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden."
Barneys "ich vögel 200 Frauen" wurde weder positiver noch negativer dargestellt als Lilys und Marshalls Familienleben.
Am Deutlichsten wurde das imho an Barneys Bruder:
Der war zu Beginn "Ich vögel 200 Männer."
In der Mitte der Serie dann "Ich bin verheiratet und glücklich."
Und zum Ende der Serie dann "Ich bin geschieden und glücklich."
Und es wurde nirgendwo gezeigt, dass ein Lebensentwurf jetzt besser oder schlechter war als der andere.
Am Ehesten hatte ich den Eindruck, wurde Teds Lebensentwurf kritisiert. So nach dem Motto: "Höre auf, dem perfekten Leben hinterherzurennen sondern genieße lieber das hier und jetzt."
Die Flash Forwards am Ende fand ich allerdings ziemlich genial. Mich stört es bei vielen Serien, dass es ein Ende gibt und ich mich frage: "Und jetzt? Wie wird es weitergehen?"
Das war dank der Flash Forwards bei HImyM nicht der Fall.
alexandro:
--- Zitat von: Quill am 8.07.2015 | 09:27 ---Achja, und was ich ja auch grandios dämlich fand, war diese Geschichte am Ende mit Barney und
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)seinem Kind. Dass er mal aus Versehen eins zeugt - klar, kann passieren. Aber wieso zur Hölle LEBT die Tochter bei ihm? Ist die Mutter einfach weg? Und wenn nicht, wieso überlässt die so einem Chaoten das Kind, statt es selber aufzuziehen? Fand ich dämlich und unlogisch.
Zumal es eh ein wenig zum kotzen war, dass diese "jeder findet seinen Partner oder zumindest eine Familie"-Ideologie bis zum Erbrechen durchgezogen wurde. Sogar Barney muss am Ende noch ein Kind haben. Und Tracey war, wenn man es ganz fies betrachtet, auch nur das Mittel zum Zweck, dass Ted am Ende zu Robin zurückkehren und trotzdem Kinder haben kann.
--- Ende Zitat ---
Nun, in der Serie sieht man Barney nach der Geburtsszene nicht wieder. Ob er jetzt mit Nr.30 zusammenzieht, die beiden sich das Sorgerecht teilen oder 30 es ganz abtritt ist nicht ganz klar.
alexandro:
--- Zitat von: Quill am 8.07.2015 | 15:22 ---Einmal das, aber auch, weil es als Ideal dargestellt ist, das man eben erreicht oder dabei scheitert.
Oder hattet ihr den Eindruck, Robins "Karriere vor Kindern" oder Barneys "ich vögel 200 Frauen" wurde irgendwie so positiv und erstrebenswert dargestellt wie Lilys und Marshalls Familienleben?
--- Ende Zitat ---
Ich hatte nicht den Eindruck, dass es ein Ideal ist. Ted ist eine unsympathische Figur, deswegen kann man darüber lachen, wenn ihm schlimme Dinge widerfahren. Einfaches Comedy-Prinzip, wusste (laut Umberto Eco) schon Aristoteles.
Das stört mich z.B. gerade an den späteren Staffeln BBT: da wird krampfhaft versucht, die unsympathischen Charakterzüge der Nerds (gerade bei Howard und Sheldon) zu relativieren, wodurch aber leider ein Großteil der Gags nicht mehr funktionieren.
Sashael:
--- Zitat von: alexandro am 8.07.2015 | 19:15 ---Das stört mich z.B. gerade an den späteren Staffeln BBT: da wird krampfhaft versucht, die unsympathischen Charakterzüge der Nerds (gerade bei Howard und Sheldon) zu relativieren, wodurch aber leider ein Großteil der Gags nicht mehr funktionieren.
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Dafür bauten sie massig unsympathische Charakterzüge bei den Frauen ein. Bernadette ist irgendwann einfach nur noch creepy und eine Person, mit der man gerne befreundet ist, weil man auf gar keinen Fall nicht von ihr gemocht werden möchte. Und Raj´s Freundin in der letzten Staffel ist auch alles andere als eine echte Sympathieträgerin.
Zudem verhält sich Amy im Dreiergespann der Girlfriends zuzeiten auch seeehr seltsam. Daher fand ich das alles sehr einfach zu verschmerzen. Die Gags waren dann halt andere.
Zudem bekommt Howard ein paar neue Macken verpasst. "I´m a grown man and I want my star!" (Fleißsternchen für erledigte Hausarbeiten, verteilt von Bernadette) ;D
Was mich dagegen bei Ted stört: Je länger die Serie läuft, desto mehr kommt raus, was für ein Penner er ist. Er hat echt viele Freundinnen und ein paar davon sind Püppchen und/oder haben ne Klatsche. Aber ein paar sind eigentlich total cool, aber für ihn nicht "perfekt". Bläääh. Er arbeitet an keiner Beziehung so hart, wie er sinnlos Robin hinterher rennt. Betrachtet man die Serie auf lange Sicht, kann man sagen, dass Ted fast jede kriegt, die er haben will. Und dann lässt er sie wieder fallen.
Für mich ist nicht Barney, sondern Ted ist der Gegenpol zu der krassen Dauerbeziehung Marshall-Lily.
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