Medien & Phantastik > Lesen
Welche anderen "Dune" Romane lohnen sich?
Antariuk:
Ahoi!
Ich knabbere mich derzeit (wieder mal) durch "Dune". Da mich das Universum schon interessiert, welche von den vielen anderen Romanen könnt ihr empfehlen, falls überhaupt? Vor allem da ja bis heute immer noch neue Geschichten veröffentlich werden? Mir geht es auch nicht so sehr darum ein komplettes Hintergrundwissen aufzubauen oder jedes Mysterium erklärt zu wissen - auch wenn ich einzelne Aspekte sicherlich in meinem Sword&Planet Abenteuer verwerten werde - sondern einfach nur coole Geschichten zu erleben :)
Pyromancer:
"Der Herr..." und "Die Kinder des Wüstenplaneten" sind in Ordnung, fallen aber gegenüber dem ersten Band schon sehr stark ab. "Gottkaiser" geht so, und "Ketzer" und "Ordensburg" sind noch lesbar, wenn man gerade nichts besseres zur Hand hat.
Alles, was danach kam ist nicht mehr von Frank Herbert, und laut gewöhnlich zuverlässiger Quellen (ich hab davon kein Buch mehr selbst gelesen) irgendwo zwischen "normal schlecht" und "unerträglicher, grottenschlechter Scheiß, der mit Dune nicht mal mehr im entferntesten etwas zu tun hat".
Zarkov:
Ich empfehle immer die ersten drei Bände der ursprünglichen Reihe – neben „Dune“ also noch „Dune Messiah“ und „Children of Dune“. Zumindest den zweiten Band würde ich auf jeden Fall noch lesen, danach sieht die ungebrochene Helden- und Übermenschengeschichte des ersten Bandes gleich etwas anders aus. Am packendsten geschrieben ist freilich Bd. 1.
Die späteren Bände werden dann etwas eigen, aber daß ich die alle gelesen hatte, ist wirklich zu lange her für ein Urteil. Den nachgeschobenen Romanen von Brian Herbert und Kevin Anderson bin ich nach minimalen Stichproben schaudernd aus dem Weg gegangen.
Dann gibt es noch die ziemlich unterhaltsame und ausführliche Dune Encyclopedia, mit der Frank Herbert allerdings nichts zu tun hatte. Ein fetter Brocken voller Hintergrund und Details, quasi ein Quellenbuch, allerdings schon lange vergriffen. Vor einigen Jahren war die kurz als PDF verfügbar; zumindest die zweibändige deutsche Ausgabe sollte antiquarisch leicht aufzutreiben sein („Der Wüstenplanet: Enzyklopädie“).
First Orko:
Ich habe den 6-bändigen Schuber zu Hause noch stehen, der schon viele Jahre darauf wartet nochmal komplett durch"gearbeitet" zu werden ;)
Als Heranwachsender habe ich bis 1/2 Band 4 durchgehalten und dann kapituliert. Die Bände davor erzählen aber bereits die viele Tausend Jahre andauernde Dynastie des Wurm/Mensch-Hybriden und liest sich stellenweise schon... zäh. Ich würde sagen, wenn man Lust darauf hat sich in die Welt dieses in der SciFi schon recht einmaligen Wesens und seiner Umgebung und strategischen, Jahrtausende überdauernde Pläne der diversen Machtgruppen einzudenken, dann lohnt sich der Aufwand schon.
Der vierte Teil ist insofern speziell, als das kaum etwas wirklich "passiert". Wenn ich das richtig erinnere, dann besteht fast das gesamte Buch aus Dialogen und (inneren) Monologen und man erfährt im Grunde "nur" die übergreifende Agenda des Herrschers. Das Ganze nimmt aber durchaus philosophische Züge an, was mir damals zu unzugänglich war, mich aber heute immer mehr reizt, das ganze Werk nochmal in Angriff zu nehmen.
Timberwere:
Ich fand damals den ersten Band genial, den zweiten Band auch noch super, den dritten okay, und beim vierten habe ich - wie Orko - nach der Hälfte die Segel gestrichen.
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