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Modern Fantasy - geht das?

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Achamanian:

--- Zitat von: Kowalski am  5.09.2015 | 18:54 ---Gleich aber anders, das geht nicht.
Entweder ist es ANDERS, aber dann sagst Du halt "Bäh, mag ich nicht", oder es ist gleich und dann sagst Du "Bäh, ist zu ähnlich"
Leider mußt Du Dir dann dein Mary Sue Setting selber ausdenken...

--- Ende Zitat ---

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, warum du verärgert bist - wie gesagt, wir sind hier im Thread schon ziemlich nahe an das rangekommen, was mir durch den Kopf ging, und ich durfte ja auch erfahren, dass es durchaus so einiges in die Richtung gibt.

Ansonsten zu deinem Einwand: "Die Welt WÄRE eben eine völlig andere mit Magie" - stimmt. Dass dem so ist, hindert aber niemand daran, pseudomittelaltersettings mit allgegenwärtiger Magie zu akzeptieren, obwohl viele davon sich angesichts der magischen Möglichkeiten auch eigentlich deutlich stärker von dem Fantasy-typischen Mittelalterbild unterscheiden müssten.

Gerade, weil es mir dabei nicht um die Entwicklungslogik eines solchen Settings geht, habe ich ja auch den Surrealismus-Punkt eingebracht - denn dieses "es ist eigentlich unsere Welt, aber die Namen und Begriffe stimmen irgendwie nicht, und ein paar Sachen sind völlig anders, werden aber von allen für selbstverständlich genommen" verbinde ich am ehesten mit Surrealismus. He, mir fallen bei näherem Nachdenken sogar zwei Romane ein, die die Atmosphäre, um die es mir geht, ganz gut treffen, wenn auch ganz ohne Magie und Fantasy- Kram: "The Childhood of Jesus" und "Waiting for the Barbarians", beide von J.M. Coetzee. Beide spielen eigentlich "in unserer Welt" aber die Länder, in denen sie spielen, und die politischen Ereignisse, um die es geht, lassen sich mit nichts auf unserer Welt identifizieren, sperren sich sogar gegen eine solche Identifizierung.

Mit ging es mit meiner Frage also gar nicht unbedingt um eine folgerichtig entwickelte Fantasy-Welt auf (post-)modernem technischen Niveau, sondern eben um die Frage, warum es viele RSP-Welten gibt, die sich irgendwie mach Mittelalter anfühlen, dennoch aber nicht unsere Welt sind und Magie haben, aber scheinbar kaum welche, die sich nach unserer Gegenwart anfühlen, dennoch nicht unsere Welt sind und Magie haben.

Es geht mir übrigens auch gar nicht drum, dass wer mir ein Setting bauen oder nennen soll - ich weiß gar nicht, ob ich das unbedingt würde spielen wollen, die Frage interessiert mich einfach nur.

Kowalski:

--- Zitat von: Rumpel am  5.09.2015 | 19:42 ---Ansonsten zu deinem Einwand: "Die Welt WÄRE eben eine völlig andere mit Magie" - stimmt. Dass dem so ist, hindert aber niemand daran, pseudomittelaltersettings mit allgegenwärtiger Magie zu akzeptieren, obwohl viele davon sich angesichts der magischen Möglichkeiten auch eigentlich deutlich stärker von dem Fantasy-typischen Mittelalterbild unterscheiden müssten.
--- Ende Zitat ---

Wenn die Magie selten ist, dann kann das schon dem Mittelalter ähneln.
Dann ist der Aberglauben halt nicht falsch, sondern real, fundiert halt.

Ist "wirkungsvolle" Magie dagegen häufig und allgemeingut, dann würde es sich unterscheiden.


--- Zitat von: Rumpel am  5.09.2015 | 19:42 ---Gerade, weil es mir dabei nicht um die Entwicklungslogik eines solchen Settings geht, habe ich ja auch den Surrealismus-Punkt eingebracht - denn dieses "es ist eigentlich unsere Welt, aber die Namen und Begriffe stimmen irgendwie nicht, und ein paar Sachen sind völlig anders, werden aber von allen für selbstverständlich genommen" verbinde ich am ehesten mit Surrealismus. He, mir fallen bei näherem Nachdenken sogar zwei Romane ein, die die Atmosphäre, um die es mir geht, ganz gut treffen, wenn auch ganz ohne Magie und Fantasy- Kram: "The Childhood of Jesus" und "Waiting for the Barbarians", beide von J.M. Coetzee. Beide spielen eigentlich "in unserer Welt" aber die Länder, in denen sie spielen, und die politischen Ereignisse, um die es geht, lassen sich mit nichts auf unserer Welt identifizieren, sperren sich sogar gegen eine solche Identifizierung.
--- Ende Zitat ---

Ok, fair enough.


--- Zitat von: Rumpel am  5.09.2015 | 19:42 ---Mit ging es mit meiner Frage also gar nicht unbedingt um eine folgerichtig entwickelte Fantasy-Welt auf (post-)modernem technischen Niveau, sondern eben um die Frage, warum es viele RSP-Welten gibt, die sich irgendwie mach Mittelalter anfühlen, dennoch aber nicht unsere Welt sind und Magie haben,
--- Ende Zitat ---

Weil man es dann immer mit realem Wissen auffüllen würde?
Es ist auch viel einfacher eine "Was wäre, wenn ...?" Frage auf einer leeren Leinwand aufzumalen als die irdische Geschichte an vielen Stellen umzuschreiben. Deswegen scheuen das die Autoren.
Und, im Fantasybereich zumindest, wäre den Autoren die Leinwand historich zu voll. Da wird ja häufig Wild West im Fäntelalter gespielt, mit den Orcs als den Indianern....



--- Zitat von: Rumpel am  5.09.2015 | 19:42 --- aber scheinbar kaum welche, die sich nach unserer Gegenwart anfühlen, dennoch nicht unsere Welt sind und Magie haben.
--- Ende Zitat ---

Umm. Ich denke mal weil viele Autoren merken das die interne Logik flöten geht wenn es Gegenwart und lange vorhandene Magie gibt. Dann müßte es DEUTLICH anders gewesen sein.
Und deswegen sind das dann:

Ausserweltliche Settings (PSI-SciFi-Magie, Darkover, Pern, Terranauten, Perry Rhodan, Star Wars), postapokalyptische Settings (Horseclans, Akira), oder halt Settings wo Magie NEU ist (shadowrun, Deadlands, Warzone), oder versteckt.

Oder es ist so subtil, das es sonst nicht auffällt. (John Sinclair Horror, Illuminati, Akte-X, WoD)


--- Zitat von: Rumpel am  5.09.2015 | 19:42 ---
Es geht mir übrigens auch gar nicht drum, dass wer mir ein Setting bauen oder nennen soll - ich weiß gar nicht, ob ich das unbedingt würde spielen wollen, die Frage interessiert mich einfach nur.

--- Ende Zitat ---

Wenn man offen genug ist, gibt es viele.

Aber halt nicht viele die wirkmächtige Magie lange in gesellschaftlicher Benutzung haben und dann noch wie eine erkannbare parallele Gegenwart aussieht.

tartex:
Gibt es eigentlich Settings, die das 20./21. Jahrhundert auf einer anderen Erde, mit anderen Ländern und Kontinenten darstellen, ohne Magie reinzubringen?

Auf die Schnelle fällt mir nur die Ace-Combat-Videospielreihe ein. Das Setting nennt sich wohl Strangereal und könnte eigentlich relativ einfach mit Magie angereichert werden.

In der entsprechenden Wiki, die ich oben verlinkt habe, gibt es mehr Infos.

Kowalski:

--- Zitat von: tartex am  5.09.2015 | 23:08 ---Gibt es eigentlich Settings, die das 20./21. Jahrhundert auf einer anderen Erde, mit anderen Ländern und Kontinenten darstellen, ohne Magie reinzubringen?

--- Ende Zitat ---

Bei GURPS Alternate Earths und Alternate Earths 2 hast Du jeweils 6 (also insgesamt 12) Alternativerden.

Wie fast immer bei GURPS Supplements Systemunabhängig verwendbar.

Einige der anderen Supplements behandeln auch Alternativwelten.

Die Who's Who könnten auch interessant sein, da werden historische Persönlichkeiten auch im Hinblick auf Alternative Erden behandelt. Sind aber nur Plot Hooks, nichts durchdekliniertes.
Genau was man als SL als Ideenlieferant braucht.

tartex:

--- Zitat von: Kowalski am  6.09.2015 | 10:50 ---Bei GURPS Alternate Earths und Alternate Earths 2 hast Du jeweils 6 (also insgesamt 12) Alternativerden.

--- Ende Zitat ---

Danke! Aber ich meinte, mehr so Rumpels Ansatz: nicht umgestaltete Realhistorie, sondern 100% fiktive Länder und Kontinente. Trotzdem: sowas wie 7th Sea in der Gegenwart würde ich noch gelten lassen, obwohl die Länder an irdische Vorlagen angelehnt sind.

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