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Kunst
Suro:
Ich bin ebenfalls höchstens ein Laie, es gibt aber schon immer wieder Werke die ich sehr spannend finde. Zuletzt kam ich über Weltkriegskunst auf Franz Marc; diese Naturszenen in Verfremdung - aber noch greifbarer Gegenständlichkeit - mit der charakteristischen Farbgebung finde ich schon ziemlich großartig.
(Tierschicksale, 1913)
korknadel:
Eines von vielen:
Tizian, Assunta, 1516-1518
HEXer:
Bei mir weckt ja Breughel immer Assoziationen zu Ali Mitgutsch und seinen Wimmelbilder-Büchern... :)
Obwohl ich ja nun überhautp kein Freund von Religion und Kirche bin, hat mich doch der Vatiken massiv beeindruckt. Unglaublich, zu wie viel Schönheit der Mensch fähig ist! Gerade Michelangelos Pieta war einfach der Hammer:
Kann ich stundenlang ansehen... (also "in Echt" jetzt, auf dem Bild kommt sie natürlich nicht soo gut rüber.)
Nocturama:
Um jetzt auch mal die Zeitgenossen zu würdigen...
Qiu Shihua ist einer meiner Lieblingskünstler. Er malt Landschaften, die aber so zart auf weißem Grund, dass die Bilder auf den ersten Blick einfach nur weiße Felder sind. Man muss warten und nach fünf, zehn Minuten erkennt man erst das Bild. Elektronisch lässt sich das natürlich nicht so gut nachvollziehen, finde ich aber eine unglaublich spannende Sache - die trotz dass die Motive eher von Cezanne inspiriert wurden, sehr tief chinesisch sind. Weiße Flächen in der Tuschmalerei (Qiu malt mit Öl) integraler Bestandteil des Bildes, die durch das Zerlegen des Motivs das Auge zum wandern bringen. Außerdem steckt da viel Philosophisches aus dem Daoismus drin. Mensch und Natur, das Innere und Äußere, sind hier weniger stark getrennt als bei anderen Arbeiten, denn ohne Betrachter tritt das Bild gar nicht erst hervor. Und wer sich nicht dem "Handeln im Nicht-Handeln" hingibt, sondern nur ein Blick auf das Bild wirft, sieht das Gemälde ebenfalls nicht.
Viele Installationen von Hans op de Beeck gefallen mir auch sehr gut - da ist das vor allem eine emotionale Sache, weil die in ihrer Farblosigkeit eine sehr eigentümliche Atmosphäre aufbauen, beruhigend, irgendwie, aber auch melancholisch.
Als Vergleich hier die ausgebaute Installation:
Andreas Gurskys Fotografien mag ich auch sehr, die in echt ziemlich monumental sind und einen Teil ihrer Wirkung auf dem Monitor verlieren. Die Bilder sind immer distanziert, selbst wenn Menschen abgebildet sind. Die Strukturen werden teilweise überarbeitet und aus gewinnen aus dem Kontext genommen eine gewisse Abstraktion - die sich natürlich verliert, wenn der Betrachter selbst nahe an die Arbeiten herantritt.
Harry:
--- Zitat von: Chiarina am 29.07.2015 | 22:11 ---Gibt´s Kunst, die ihr toll findet... oder interessant... oder die euch beschäftigt?
--- Ende Zitat ---
Äh... ja! Immer wieder etwas anderes. Sehr zum Leidwesen meiner Frau (die abstrakte Sachen liebt) bleiben mir aber oft die gegenständlicheren Sachen in Erinnerung, und am meisten die irgendwie witzigen. Die Idee dahinter fasziniert mich oft mehr als die Kunstfertigkeit der Ausführung. Und deshalb mag ich fast alle Street-Art-Sachen, exemplarisch natürlich die Arbeiten von Banksy, die mich gleich auf mehreren Ebenen ansprechen. Eines der bekanntesten Beispiele ist das hier:
Und natürlich die beeindruckenden Arbeiten von Goldsworthy und allen Nachfolgern, z.B.:
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