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[Erzählt mir zu] Perry Rhodan Rollenspiel

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Runenstahl:
Off Topic:


--- Zitat von: Boba Fett am  1.09.2016 | 11:09 ---Das Regelwerk basiert ja leider auf der Midgard 4 und die ist mir zu kleinteilig.
Ich würde es sehr interessant finden, ein SF Rollenspiel auf Midgard 5 Regeln zu spielen

--- Ende Zitat ---

Äh... willst Du damit sagen das Midgard 4 ernsthaft noch schlimmer ist als Midgard 5 ? Wir spielen gerade Midgard 5 und das Regelsystem ist mMn viel zu kompliziert und umständlich ohne das damit ein spielerischer Mehrwert gewonnen wird. Kernpunkt meiner Kritik sind vor allem die Regeln zur Erschaffung und zum Steigern der Charaktere. Während des eigentlichen Spiels bewegt sich das alles noch im vertretbaren Rahmen (ohne allerdings ein echtes Highlight zu sein).

nobody@home:
Ich kann nicht wirklich viel zum Thema sagen; als ich das Spiel tatsächlich seinerseits als damaliger Noch-PR-Leser mal im Laden gesehen habe, habe ich nur mal kurz drin geblättert und es dann kopfschüttelnd wieder zurückgestellt. Tut mir im Nachhinein fast ein bißchen leid -- nicht, wohlgemerkt, weil ich jemals die Absicht gehabt hätte, damit ernsthaft zu spielen, sondern einfach nur, weil ich dann jetzt mit mehr Sachkenntnis darüber lästern könnte.

Midgard und PR passen allerdings wirklich nicht zusammen. Das System, daß seinerzeit, als ich mich näher damit beschäftigt habe (zugegebenermaßen 3. Auflage, als die noch recht neu war...ja, es ist eine Weile her), schon ein bißchen scheel auf Spieler herabgeblickt hat, die auch nur so was furchtbar Exotisches wie Elfen oder Zwerge spielen wollten (aber bitteschön nur mit Erlaubnis eines erfahrenen Spielleiters, ist ja schließlich nichts für Anfänger!), auf der einen Seite, und die Serie, in der sich regelmäßig die verrücktesten menschlichen, außerirdischen, und gelegentlichen Robotergestalten wenigstens mal ein, zwei Hefte lang locker-erfolgreich zusammentun, auf der anderen? Das geht ja nun irgendwie schon von der Grundeinstellung her gar nicht.

Wenn ich heutzutage im PR-Universum spielen wollte, würde ich mir -- abgesehen davon, daß ich meine Kenntnisse eventuell erst mal wieder auffrischen müßte -- dazu ein geeignetes Universal- oder Superheldensystem heraussuchen (letzteres weniger des Setting-Powerlevels wegen als aufgrund der Überlegung, daß die meistens genrebedingt eh so flexibel sein müssen, daß sie praktisch schon selber verkappte Universalsysteme sind) und dann damit arbeiten. Für mich wäre das wahrscheinlich zunächst mal Fate, aber ich bin sicher, daß da für Leute, die es etwas crunchiger mögen, auch mit beispielsweise GURPS oder Hero etwas ginge.

Nebula:
Seht ihr Perry Rhodan als setting echt pulpig?

Einige Sachen sind sehr stereotyp und heldig. Früher waren die Helden nicht ganz so selbstlos

Ok eigentlich stirbt nie einer (mal den Martin 2 romane schreiben lassen, dann ist die Hälfte tot. Muhaha)

nobody@home:

--- Zitat von: Nebula am 13.09.2016 | 17:53 ---Seht ihr Perry Rhodan als setting echt pulpig?

--- Ende Zitat ---

Ich würde sagen, ja. Schön, es ist vielleicht nicht ganz zu hundertzehn Prozent der klassische Zwanziger- und Dreißiger-Jahre-Ami-Pulp, aber die Grundprinzipien lassen sich übertragen.

Und so richtig toll selbstlos-überheldig waren die Protagonisten mMn eigentlich gerade in der Frühzeit der Serie. Perry Rhodan, der Mann, der mit abgetrotzter Arkonidentechnik seine eigene Weltmacht begründet und die am Rande des Atomkriegs stehende Menschheit fast schon im Alleingang vereint, und das ganz ehrlich wirklich nur zu ihrem eigenen Besten? Wenn man so was heutzutage schreiben wollte, würde er statt in der Wüste Gobi pflichtgemäß in Nevada Fields landen und hätte dann erst mal einen Zyklus lang nur damit zu tun, Crest wieder aus den Fängen der Regierung zu befreien, ohne daß dabei die russischen oder chinesischen Raketen starten, während Thora ständig mit Vergeltungsmaßnahmen droht...das wäre nach modernen Maßstäben entschieden "glaubwürdiger". ;)

JohnnyPeace:

--- Zitat von: nobody@home am 13.09.2016 | 18:18 ---Und so richtig toll selbstlos-überheldig waren die Protagonisten mMn eigentlich gerade in der Frühzeit der Serie.
--- Ende Zitat ---
Ich kenn, wie einige andere wohl auch, vor allem die Silberbände. Und wenn ich recht informiert bin (aus der Perrypedia), ist da das selbstlos-überheldige, übermensch-artige, in den Silberbänden sogar noch etwas rausgekürzt worden, im Vergleich zu den original Heften, in denen es schon eine sehr eindeutige Schwarz-Weiß-Zeichnung zwischen Gut/Richtug und Böse/Falsch gab.

So ein bissel würde es mich ja reizen ein PR-RPG zu formulieren, mit einem Handlungszeitpunkt zwischen 1985 und 2400 oder so.

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