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[Film] Star Wars - Rogue One
Chiungalla:
@ tartex:
Sich mit etwas auseinander setzen kann ganz unterschiedlich stattfinden. Und nicht alle Varianten davon laufen darauf hinaus, dass man es so weit analysiert, bis man es nicht mehr mag.
Bei vielen Filmen gehört es sogar zum Filmgenuss diese anschließend zu analysieren und über den Film nachzudenken. Aber für jeden Film gibt es den Punkt an dem das ganze kippt. Wo aus analysieren ein überanalysieren wird. Und der ist genau dann erreicht, wenn das Vergnügen anfängt abzunehmen, wenn man noch mehr darüber nachdenkt. Denken ist kein Selbstzweck. Und auf Hollywood-Popcorn-Kino so lange rumzudenken bis es einem kein Vergnügen mehr bereitet ist kontraproduktiv.
Tatsächlich ist es meiner unqualifizierten Meinung nach sogar ein erstes Indiz für eine wenigstens leicht depressive Grundhaltung, wenn man bei Dingen die man zunächst schön fand so lange nach der Fliege in der Suppe sucht, bis man es nicht mehr schön finden kann. Und andere dann noch auf die Fliege aufmerksam zu machen ist nicht unbedingt nett.
Filme leben allesamt von der suspension of disbelieve. Geht man auf die Metaebene und fängt an mit der Lupe nach dem Haar in der Suppe zu suchen kann man fast jeden Film kritisieren. Wenn man möchte. Oder man lässt es bleiben und analysiert einfach nur so weit wie es einem noch Spaß bereitet und schaut über die weiteren Unzulänglichkeiten wohlwollend hinweg.
Und das ist halt die Grenze zwischen analysieren/auseinandersetzen und überanalysieren. Sobald es einem den Spaß verdirbt ist es ziemlich sicher überanalysieren.
tartex:
Ich analysiere besonders Return of the Jedi seit 30 Jahren, lese immer wieder neue Sekundärliteratur, sowie verwandte Analysen und Studien, beteilige mich an zahlreichen Diskussionen - es gibt genügend Leute, die den Film Scheiße finden. >;D
Trotzdem werden die alten Filme für mich so interessanter und besser und nicht kaputt gemacht.
Naja, ich war aber auch lange als Musik-, Spiele-, und Literaturjournalist beschäftigt. Liegt mir wohl im Blut.
Eigentlich machen mir Kritiken und Diskussionen meist noch mehr Spass als die Primärtexte. Ansonsten wäre ja auch der Posting-Count hier traurig. >;D
KhornedBeef:
Da hat er auch wieder Recht.
Und ich überlege gerade, wenn alle mit der gleichen Einstellung ("nicht übernanalysieren") an Rollenspielprodukte herangingen, dann wäre hier ja auch nichts mehr los ;)
Xemides:
Das Thema Film/Buch/Rollenspielanalyse und Überanalyse ist ja fast ein eigenes Thema wert.
YY:
--- Zitat von: Xemides am 21.03.2017 | 14:39 ---Das Thema Film/Buch/Rollenspielanalyse und Überanalyse ist ja fast ein eigenes Thema wert.
--- Ende Zitat ---
Ja, eigentlich schon.
Der Unterschied bei Rollenspielen zwischen Bewertungen und Spielpraxis fällt mir regelmäßig auf.
Und weil es mir in diesem Kontext immer in den Sinn kommt:
In Blackhawk Down gibt es eine Szene, die durch Überanalyse noch viel besser wird :)
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