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Übersetzungsklopse

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sindar:
Wollte ich schon de ganze Woche schreiben:

Original Englisch. Hintergrund: Eine Kriegerin zerlegt einen Daemon, der daraufhin explodiert, sie selbst ist hinterher bewusstlos. Sie wird in den Tempel gebracht (wo der Daemon vorher schon nicht hinkonnte), der Rest der Gruppe begutachtet die Ueberreste des Daemonen; eine Hand von ihm wird genauer beschrieben.
Szenenwechsel, die Kriegrin wacht auf und fragt, wo ihre Schwerter sind. Antwort des Pflegers:
--- Zitat ---Bei der Hand.
--- Ende Zitat ---
, und zeigt auf den Tisch direkt neben dem Bett. Und ich zerbreche mit immer wieder den Kopf darueber, wie denn die Hand des Daemonen in den Tempel kommt.
Bis ich derletzt mal rueckuebersetzt habe:
--- Zitat ---At hand.
--- Ende Zitat ---
, also etwa "Direkt neben dir." :bang:

korknadel:
Ist nicht ganz richtig, ist aber auch keine Katastrophe, denn der/die Übersetzer/in hat wahrscheinlich an die Redewendung "etwas bei der Hand haben" (siehe: Duden) gedacht, also im Sinne von "etwas griffbereit haben", was dem englischen "at hand" durchaus entsprechen kann. Wenn Übersetzer/in und Redakteur/in diese Redewendung womöglich aufgrund ihres dialektalen Hintergrunds ohnehin eher "bei der Hand" haben, dann passiert so etwas. Schön ist es natürlich nicht ...

condor:
Ist euch eigentlich auch schon mal aufgefallen, dass gerade im Rollenspielbereich Spielhilfen gerne als "Kompendium" bezeichnet werden, die im englischen Original "Companion" heißen?

Okay, es hat sich womöglich einfach so eingebürgert, aber eigentlich ist das eine ja eher ein "Begleitbuch", das andere grob gesagt eine "Zusammenfassung". Wenn der betreffende Band also z.B. neben einem Grundregelwerk steht, ist das fast ein Widerspruch, denn in einem "Kompendium" würde ich denselben Inhalt wie im GRW, nur eben verkürzt, erwarten - in einem "Companion" dagegen ergänzende, weiterführende, eben andere Infos.

Niniane:
Kein wirklicher Klops in dem Sinne, aber schon peinlich: In der 7. Staffel von The Shield erzählt Detective Wagenbach seinem Kollegen, dass der Serienmörder "Al Bundy" auch in jungen Jahren angefangen habe zu morden. Dumm, wenn man als Dialogredakteur für Krimiserien nicht weiß, wer Ted Bundy war..

Kurna:
Vielleicht war es ja ein Autor, der selbst früher bei "Eine schrecklich nette Familie" dabei war und es deshalb absichtlich eingebaut hat. ;)

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