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Kritik an 5E

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Feuersänger:
Ja, die Berechnung stimmt ja auch.

Runenstahl:
Danke für die Erklärung !

Two weapons vs Great Weapon
Im entsprechenden Thread findet ihr meine Beispielrechnungen. Ergebnis: Das ganze ist sehr davon abhängig gegen wen man kämpft und welche Stufe die Kontrahenten haben. Je weniger Angriffe man hat (niedrige Stufen) und je höher die AC des Gegners ist, desto stärker ist TWF. Umgekehrt wird GWF besser wenn man ohnehin mehr Angriffe hat und der Gegner eine nicht zu hohe AC aufweist. Treten beide Kämpfer z.B. auf Stufe 11 gegeneinander an, so sind sie sich ziemlich ebenbürtig. Alles in allem kein Grund zu behaupten das GWF automatisch weit besser ist.

Den Mönch OHNE Stunning Fist mit anderen Kämpfern zu Vergleichen kommt mir auch seltsam bzw ein bißchen ungerecht vor für einen fairen Vergleich. Warum kann er denn Stunning Fist nicht einsetzen ?

Kommen wir zum Beispiel der beiden Barbaren:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Nehmen wir mal AC 16 und 198 TP (laut DMG der Durchschnitt für ein CR 9 Monster)

Barbar Nr 1 macht 2 Angriffe mit "Power Attack" (Durchschnittsschaden von 25,5). Er trifft mit "Reckless Attack" zu 75 % für insgesamt 38,25 Schaden. Dazu kommt nochmal 2,5 Schaden für kritische Treffer (Brutal Critical).
Als Sahnehäubchen kommt dann noch eine ca. 35 % Chance auf einen Bonusangriff weil das Monster umkippt oder man einen Krit landet. Das addiert dann nochmal 7,1 Schaden. Gesamtschaden damit: 47,85.

Barbar Nr 2 macht 2 Angriffe mit "Power Attack" (Durchschnittsschaden von 23,5). Er trifft mit "Reckless Attack" zu 69,75 % für insgesamt 32,8 Schaden (leicht gerundet). Dazu kommen nochmal 2,1 Schaden für kritische Treffer (Brutal Critical).
Er hat außerdem einen "Opposite End Attack" der auch stattliche 20,5 Schaden macht. Macht mit der üblichen Trefferchance einschließlich +0,5 Schaden durch Krits (incl. Brutal Critical) dann 14,8 Schaden.
Er kann außerdem seinen Opposite End Attack durch einen Normalen Angriff ersetzen FALLS er mit einem der normalen Angriffe einen Krit hat oder das Monster umhaut. Die Chance dafür ist mir wie ich zugeben muß zu komplex, ich gehe einfach mal von 35 % aus (vielleicht kann das jemand genauer berechnen ?). Heißt also es gibt eine 35 % Chance die 14,8 Schaden durch 17,5 Schaden zu ersetzen.
Insgesamt kommt er damit dann auf 50,6 Schaden.

Ich will nicht ausschließen das ich mich verrechnet habe, aber soweit ich das sehe sind die beiden immer noch SEHR dicht beeinander. Ein Bonus von 6 % ist mMn KEIN Beleg für eine gravierende Schwäche im Balancing.

Arldwulf:
Machen die Zahlenspiele da denn wirklich Sinn? Am Ende ist es zwar toll das die beiden Haudraufs gut drauf hauen, und auch schön wenn sie dies relativ gleichmäßig tun. Ob da nun der eine im DPR doch nur 5 mehr als der andere oder 10 hat ist sicher für Detailfragen interessant...aber die Balancingprobleme der 5. liegen eher nicht beim Schaden und den Hitpoints, und solange das CR9 Monster nur geringe Chancen hat den ersten Zauber weiterkämpfend zu überstehen macht es wenig Sinn über DPR zu sprechen. Und selbst wenn man die Kampfstile in den Fokus rücken will wäre es sinnvoller zu betrachten ob die Charaktere damit wirklich verschieden spielbar sind anstatt rein auf die Schadenswerte zu schauen.

Runenstahl:

--- Zitat von: Arldwulf am 19.10.2015 | 11:54 ---Schwierig wird es eben mit allem was sich nicht auf so etwas bezieht. Ein CR 9 Feuerriese, eigentlich für eine ganze Gruppe gedacht hat eine Chance von 60% von einem Stufe 5 Magier mit einem einzelnem Zauber ausgeschaltet zu werden, bzw. in die Flucht geschickt zu werden. Den dieser 6x am Tag machen kann, was relativ viel darüber aussagt wie realistisch es ist mit so einem System dann einen einzelnen Kampf je Tag zu haben. Und es gibt noch genug andere, vergleichbare Zauber - auch solche die dann auf Fläche wirken. Auch andere Charaktere haben Möglichkeiten das Schadens/Trefferpunkte Balancing zu umgehen.
--- Ende Zitat ---

Da wird es langsam schwierig Vergleiche zu machen. Wer ist besser ? Der Magier der das Monster in die Flucht schlagen kann, der Barbar der es besiegt oder der Dieb der dank doppeltem Profiency Bonus locker an dem Monster vorbeischleicht und den Schatz stehlen kann ohne das Monster überhaupt konfrontieren zu müssen ?

Eine objektive Beurteilung ist hier schwierig weil diese Lösungen halt (anders als Kampfergebnisse) nicht einfach in Zahlen zu fassen sind sondern sehr stark vom Kontext des Abenteuers abhängen. Und subjektive Beurteilungen tendieren nunmal dazu sich mit der eigenen Grundannahme zu decken (siehe der "gefühlt" viel schlechtere Paladin weiter oben).

Ist ein Magier anderen Klassen überlegen ? Vielleicht... WENN er die richtigen Zauber gelernt hat (bzw diese überhaupt in seinem Buch stehen) und WENN er (oder die Gruppe ?) es schafft seine Gegner auf Abstand zu halten. Er hält schließlich immer noch weniger aus als andere Klassen und hat normalerweise auch die miesere Rüstungsklasse. Dazu kommt das der Magier sein hohes Attribut normalerweise nicht auf Dex oder Con packt was sein Durchhaltevermögen ebenfalls ein bißchen senkt.

Aber wie schon gesagt. Die Fähigkeiten eines Charakters zur Lösung eines Abenteuers beizusteuern sind halt SEHR schwer einzuschätzen. Das wird am Ende immer der subjektiven Wahrnehmung überlassen bleiben ob man das als gelungen oder nicht betrachtet.

ElfenLied:

--- Zitat von: Runenstahl am 20.10.2015 | 00:55 ---Den Mönch OHNE Stunning Fist mit anderen Kämpfern zu Vergleichen kommt mir auch seltsam bzw ein bißchen ungerecht vor für einen
--- Ende Zitat ---

Im praktischen Spiel profitieren ja alle von Stunning Fist, d.h. die relative Diskrepanz zwischen Barbar mit GWF und Mönch verschiebt sich noch weiter zu Ungunsten des Mönchs, da letzterer Advantage nicht einfach so für statische +10 Schaden nutzen kann. Dadurch wird der Mönch letztlich von einer Striker Rolle in eine Supporter Rolle verschoben, was nicht unbedingt im Interesse des Mönchspielers ist.

Um den Unterschied zwischen Polearm Monster+GWF und reinem GWF geht es ja nicht. Es geht um GWF bzw GWF+PM im Vergleich zu TWF (gern auch mit Dualwielder). Da sind die Zahlenunterschiede schon enorm.

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