Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Kritik an 5E
Arldwulf:
--- Zitat von: 6 am 25.10.2015 | 22:39 ---Also warum aus reiner marktechnischer Sicht dann Bücher mit großem Aufwand realisieren wenn mit wesentlich weniger Aufwand durch reine Lizenzvergabe mehr Geld gemacht werden kann?
--- Ende Zitat ---
Weil der Typ im Vertrieb der die Lizenzen verkauft keine Bücher schreibt. Egal wie viele Bücher im Nebenzimmer oder bei einer freundlichen Partnerfirma geschrieben werden, diese beeinflussen seinen Lizenzverkauf nicht. Es ist nicht so als ob man mehr Lizenzen verkaufen kann wenn man weniger Bücher verkauft, man kann diese Zweige voneinander fast völlig getrennt betrachten.
Oder anders gesagt: Eine Ausrichtung auf Computerspiele und dergleichen ist keine Erklärung für den geringen Produktausstoß bei den Büchern.
6:
--- Zitat von: Arldwulf am 25.10.2015 | 22:52 ---Weil der Typ im Vertrieb der die Lizenzen verkauft keine Bücher schreibt. Egal wie viele Bücher im Nebenzimmer oder bei einer freundlichen Partnerfirma geschrieben werden, diese beeinflussen seinen Lizenzverkauf nicht.
--- Ende Zitat ---
Die freundliche Partnerfirma, die ähnlich viel Geld für eine Lizenz hinlegt, wie die Computerfirma, kann gerne Bücher schreiben. :)
Würde man weniger verlangen, würde dadurch der Wert der Lizenz abgewertet werden.
EDIT: Ach ja. Zum Schreiberling im Nebenzimmer: Zynisch gefragt: Welcher Schreiberling? Die sind doch schon alle wegrationalisiert worden, oder?
--- Zitat ---Oder anders gesagt: Eine Ausrichtung auf Computerspiele und dergleichen ist keine Erklärung für den geringen Produktausstoß bei den Büchern.
--- Ende Zitat ---
Leider doch, weil bei den Computerspielen Umsätze realisiert werden, die mit Rollenspielen nicht mal ansatzweise erreicht werden können.
Mr. Ohnesorge:
Bei WotC arbeiten iirc sechs Leuten im Bereich D&D. Das reicht im Leben nicht, um irgendwas zu schreiben.
--- Zitat von: 6 am 25.10.2015 | 23:02 ---Leider doch, weil bei den Computerspielen Umsätze realisiert werden, die mit Rollenspielen nicht mal ansatzweise erreicht werden können.
--- Ende Zitat ---
Das st es. Die paar zehntausend $, die Pen&Paper-Sachen einbringen, sind für Hasbro als Mutterfirma totale Peanuts. Das juckt die kein Stück. Warum also Aufwand betreiben, wenn sich mehr Geld mit wenig Aufwand und einem kleinem Team reinholen lässt?
Sashael:
Kann es sein, dass das Ganze in Deutschland auch deswegen so schlecht verständlich ist, weil die hiesigen (im Vergleich sehr kleinen) Verlage noch eine Menge Idealismus in ihre Arbeit einbringen und zu merkbaren Anteilen auch aus aktiven Spielern bestehen? Hasbro ist an der Börse und die Entscheidungsträger haben gerade im Bereich RP so gar nichts mehr mit dem Hobby zu tun. Aus der Sicht eines Hobbyisten machen ihre Entscheidungen überhaupt keinen Sinn, aus der Sicht eines knallhart kalkulierenden Geschäftsmannes eben schon.
Was im Endeffekt sehr traurig, aber eben auch überhaupt nicht zu ändern ist.
Bilwiss:
--- Zitat von: 6 am 25.10.2015 | 22:10 ---D&D ist mittlerweile eine Marke, die weit bekannter ist also nur bei aktuellen D&D-Spielern. Wenn Du in den USA fragst, was D&D ist, dann wirst Du von normalen Leuten erklärt bekommen, dass das Rollenspiel ist. Wenn Du also D&D auf ein MMO schreibst, dann ist das für viele Leute in den USA ein Qualitätssiegel und diese Leute spielen alle kein P&P-Rollenspiel (mehr). Es geht also bei der Zielgruppe um Leute, die MMOs spielen und das Logo "D&D" kennen.
Oder glaubst Du wirklich, dass die Küstenzauberer nur annähernd so viele Regelwerke verkaufen wie es D&D-O-User gibt? :o
--- Ende Zitat ---
Einfach ein MMO mit D&D Marke zu versehen hätte wahrscheinlich besser geklappt wie Neverwinter gezeigt hat. Die Werbung von SCL hat sich aber schon sehr and D&D Spieler gerichtet. (Stichwort: Dungeon master modus). Dass das Spiel jetzt durchfällt weil es die Erwartungen die es geweckt hat nicht erfüllt ist wenig verwunderlich.
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