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Kritik an 5E
Rhylthar:
@ Feuersänger:
Naja, wenn der SL Schnappatmung bekommt, weil sein Monster durch intensiven Ressourceneinsatz (oder Cleverness) getötet wurde...dann ist eh alles verloren. ;D
Als SL wäre ich nur nicht amüsiert, wenn eben ein Gegner, der "gefährlich" sein sollte, mit einfachem Draufhauen in 2,5 Runden abgefrühstückt wird, ohne dass jemals ernsthaft Gefahr für die SC bestand.
--- Zitat ---Wie "anders" soll er denn vorgehen? Ausgerechnet der Fighter, der in D&D wirklich NICHTS kann außer "I hit it with a stick"?
--- Ende Zitat ---
Ich meinte auch durchaus im Kampf. Und sicher hat er da eben die Möglichkeiten, die Runenstahl aufzählt. Shove, Grapple, Sunder, etc...alles in der 5E über Rulings/Optional Rules möglich.
Ansonsten hat der Fighter (Champion) tatsächlich nicht viel. Aber gerade ein Battlemaster, der "nur" sein Action Surge rausgehauen hat, hat ja durchaus noch seine Manöver, mit denen er punkten kann. Und ganz im Zweifel müssen ihn dann die Kameraden auch mal hochbuffen.
Sashael:
--- Zitat von: Rhylthar am 19.01.2019 | 01:04 ---Nova gehen heisst in diesem Kontext, den maximal möglichen Schaden so schnell wie möglich rauszuhauen, um im Idealfall den Gegner ausgeschaltet zu haben, bevor er überhaupt dran war.
--- Ende Zitat ---
Ich know.
Meine Erfahrung ist in dem Zusammenhang, dass die Monster sowieso unter Fokusfire dermaßen schnell zusammenbrechen, dass eine Konzentration der Gruppe auf ein starkes Monster inklusive "Nova gehen" selbst "Deadly Monsters" in 1-2 Runden ausknockt.
Wenn man da dann auch noch in der einen Runde, in der das Monster dann doch auch selbst was machen kann, auch noch den Angriffswurf vergeigt, sind selbst als tödlich gewertete Encounter einfach nur ein Witz. Wenige starke Monster sind zu schnell down, um eine Bedrohung zu sein und viele kleine Monster haben zu niedrige Angriffswerte, um überhaupt verlässlich zu treffen. Wenn eine 5-Mann-Truppe Stufe 2 mit einem 20 Mann starken Goblinstamm fast den Dschungelboden aufwischt, bekomme ich meine Zweifel an der Wirksamkeit des Monsterdesigns. Ganz von dem narrativen Problemen mal abgesehen.
Was ich als SL tatsächlich sehr unbefriedigend finde. Um einen Kampf mal spannend zu gestalten, muss ich die Gruppe irgendwie daran hindern, überhaupt an den Gegner heranzukommen. Was durch Umgebung oder Überraschung noch halbwegs funktioniert, aber IMMER unentdeckbare Assassinenmonster hinter Gräben oder Gittern oder in der Luft wird sehr schnell fade. Abgesehen davon, dass eine im Fernkampf starke Gruppe auch sowas schnell aushebelt.
Rhylthar:
@ Sashael:
Du bist nur dazwischen gerutscht, war für Alucard gedacht. ;)
Wie gesagt, die Kobold Press Bücher bieten da einige gute Ansätze, nicht nur im Sinne von "More Damage", sondern eben auch besonderen Fähigkeiten. Nur die Action Economy können sie halt auch nicht ändern, da helfen bei richtig dicken Gegnern nur die Legendary Actions oder man muss mit Gruppen arbeiten.
nobody@home:
--- Zitat von: Feuersänger am 19.01.2019 | 02:20 ---Wohlgemerkt: ich hab auch kein Patentrezept dafür, wie man 5E-Kämpfe spannend bekommt. Ich habe lediglich ausreichend Erfahrung mit SLs, die ihre Encounter durch die Decke aufpumpen und kann aus dieser Erfahrung nur die Lehre ziehen: so nicht.
--- Ende Zitat ---
Ich denke, einfach nur am Schadensrennen bis zur Null-TP-Ziellinie herumzufriemeln, wird die Kämpfe so oder so nicht wirklich interessanter machen. Da braucht's schlicht und ergreifend Beteiligte, die auch noch ein paar andere Tricks und Kniffe in petto haben, als jede Runde immer nur wieder "ich haue drauf" zu sagen -- und nach allem, was man als Außenstehender so hört, hat sich 5e da eben nicht so sehr mit Ruhm bekleckert.
Möglicherweise hilfreiches Matt Colville-Video zum Thema "Using 4E to make 5E Combat more fun" hier (knappe Stunde Laufzeit, englisch).
gilborn:
--- Zitat von: Rhylthar am 18.01.2019 | 20:25 ---Es lohnt sich nicht immer, aber manchmal sogar so sehr, dass sich sogar eine Gelgenheitsattacke im Zweifel lohnt. Falls Du es besitzt, guck Dir mal den Flind aus Volo´s Guide to Monsters an. Der sollte unbedingt mit jedem seiner 3 Angriffe jemand anderen angreifen (oder zumindest mit 2): Angriff 1 verwirrt den Gegner (lässt ihn Random Target angreifen) , Angriff 2 macht Schaden, Angriff 3 lähmt. Damit kann ich temporär 2 SC aus dem Spiel nehmen.
Noch heftiger wird es im Tome of Beasts: Habe mal den "Star-Spawn of Cthulhu" genommen. Der fliegt mit 50 ft und hat teilweise Reach, womit die Gelegenheitsattacken ausfallen dürften. Attacke 1 nimmt er den Magier ins Visier und neben Schaden macht der erstmal einen CON DC 20 Wurf. Wenn nicht geschafft, wird er gasförmig und ist erstmal vom Spielfeld. Attacke 2 nehme ich mir den Paladin vor, greife ihn an und er muss einen DEX DC 15 schaffen oder er wird mal kurz teleportiert. Ein Fluss/See in der Nähe würde sich anbieten. Und als letzten Angriff schnappe ich mir, was übrig bleibt und haue für 33 Damage zu.
Solche Sachen gehen natürlich auch bei SC. Monk mit Stunning Fist oder Battlemaster mit Manövern wie Trip, etc.
--- Ende Zitat ---
Danke für die Ausführungen!
Die Kritik an der Kampfdauer bleibt natürlich bestehen aber ich sehe den Punkt.
Wobei das Ganze die Problematik die von Ardwulf beschrieben wird, nochmals verstärkt ( https://www.tanelorn.net/index.php/topic,95764.msg134708413.html#msg134708413 ).
Will ich mir das Rumgerenne zwischen den Kämpfenden vorstellen wo einer gestunnt, der nächste betäubt, etc. wird, geht das schon Richtung Benny Hill.
An der Stelle will ich auch mal etwas loben: Die legendären Aktionen finde ich sehr gelungen, wenn mächtige Monster, die ja (zumindest bei mir) oft alleine auftreten, lockert es den Kampf auf wenn sie mal dazwischen dran sind (passt natürlich irgendwie nicht zu meiner grundsätzlichen Kritik, aber das funktioniert ganz gut).
Grundsätzlich habe ich ein Problem mit dem Encounterdesign, wie Feuersänger geschrieben hat, kann man die usprüngliche Tabelle auch bei Tödlich in die Tonne treten. Aber was bleibt dann von der Herausforderung übrig?
Es liegt am Spielleiter die zu kreiren. Das klappt dann wohl mit Erfahrung ganz gut, aber seine Erfahrung ist ja doch nur Anhand der Gruppe entstanden. Also macht er einen Encounter für diese Gruppe, der spannend ist. Wenn ich aber kein festes, mathematisches System habe, das mir sagt, das und das Monster musst du mit der und der Stufe packen - dann ist dieser ganze Herausforderungsgedanke doch nur noch Illusion. Ich Level auf, und der SL liefert dazu passende Gegner. Das ganze Optimieren am Charakter, das wohl für die meisten DnD Spieler der Spaß an der Sache ist, fühlt sich da für mich nur wie eine Luftnummer an.
PS: Aber bevor ich noch weiter herummaule und es jemand merkt sag ich es selber:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)DnD ist das falsche System für mich.
Ich weiß das, und ich will keinem das Spiel madig machen, bzw. ich verstehe schon, warum es einem Gefallen kann.
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