Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Kritik an 5E
YY:
--- Zitat von: Feuersänger am 21.01.2019 | 14:30 ---Die Krönung in der Richtung ist vermutlich The Riddle of Steel, wo unterm Strich eh jeder Treffer den Charakter auf die eine oder andere Weise unspielbar macht; da interessiert mich dann auch nicht mehr ob er verreckt weil ihm der Schädel gespalten oder die Aorta zerhackt wird.
--- Ende Zitat ---
Gar so tödlich ist TRoS auch wieder nicht - u.A., weil es ein paar explizit gewollte Faktoren gibt, die das ganz massiv einschränken, mMn aber Designfehler sind. Allen voran die Belief-Mechanik: gut gemeint, schlecht gemacht.
Ja, die Spanne an "erträglichen" Ergebnissen ist kleiner und es gibt keinerlei Polster, sprich es ist von Anfang an saugefährlich.
Das relativiert sich aber stark, wenn SL und Spieler an Kämpfe anders herangehen, was Verortung im Plot, spielerischen Zweck und taktischen Ablauf angeht - ähnlich wie bei Millennium's End oder anderen Systemen, die mit "klassischer" D&D-CaS-Spielweise zwingend zur Knochenmühle werden.
--- Zitat von: Feuersänger am 21.01.2019 | 16:57 ---Ganz grundsätzliches Grundsatzproblem!
Iterative Wahrscheinlichkeiten addieren sich ganz blöd auf. Das bedeutet, um eine brauchbare Gesamt-Überlebenswahrscheinlichkeit für die Kampagne zu erhalten, muss der einzelne Kampf augenscheinlich lächerlich harmlos sein.
--- Ende Zitat ---
Joah.
Da gibts schon einige mehr oder weniger bewährte spielmechanische Auswege, die z.B. ein WFRP oder ein Shadowrun von Anfang an auf dem Schirm hatten, aber in D&D irgendwie nie angekommen sind.
Dann bleibt nur noch, das Ganze über Setting- und Plotumstände entsprechend zu entschärfen oder tatsächlich den "mathematisch korrekten" Weg zu gehen und die einzelnen Kämpfe weitgehend harmlos zu machen. Aber da kann man sich noch so oft vor Augen führen, was es mit der iterativen Wahrscheinlichkeit auf sich hat - spannend wird das garantiert nicht.
Rhylthar:
--- Zitat von: Luxferre am 21.01.2019 | 17:25 ---1W8+4Dex + Magicbonus + Hunters Mark + Colossus Slayer + Buff ... ist natürlich total intuitiv und da jeder Buff jederzeit genau gleich wirkt (nämlich nicht!) ... schon klar ;)
--- Ende Zitat ---
Willst Du mir jetzt ernsthaft erzählen, dass das Zusammenwürfeln von unterschiedlichen Würfeln ein Problem darstellt?
Da liegen bei mir ein grüner d8, ein roter d6 und ein gelber d8 im Würfelbecher und dann rechne ich die drei zusammen plus drei einstellige Zahlen. Durchschnittlich 12,5 + X Schaden.
Und das habe ich jetzt in 5 sec ausgerechnet...
Da kommen wir nicht zusammen. ;)
Luxferre:
--- Zitat von: Rhylthar am 21.01.2019 | 18:15 ---Willst Du mir jetzt ernsthaft erzählen, dass das Zusammenwürfeln von unterschiedlichen Würfeln ein Problem darstellt?
Da liegen bei mir ein grüner d8, ein roter d6 und ein gelber d8 im Würfelbecher und dann rechne ich die drei zusammen plus drei einstellige Zahlen. Durchschnittlich 12,5 + X Schaden.
Und das habe ich jetzt in 5 sec ausgerechnet...
Da kommen wir nicht zusammen. ;)
--- Ende Zitat ---
Du willst mir doch erzählen, dass ein Würfelergebnis auf einer Tabelle abzulesen und einen Effekt anzuwenden aufwändiger wäre ... 8]
Ich finde: die Arbeit ist annähernd die gleiche, der Effekt im Spiel ist sehr SEHR unterschiedlich zu ungunsten von D&D ;)
Feuersänger:
--- Zitat von: YY am 21.01.2019 | 17:48 ---Dann bleibt nur noch, das Ganze über Setting- und Plotumstände entsprechend zu entschärfen oder tatsächlich den "mathematisch korrekten" Weg zu gehen und die einzelnen Kämpfe weitgehend harmlos zu machen. Aber da kann man sich noch so oft vor Augen führen, was es mit der iterativen Wahrscheinlichkeit auf sich hat - spannend wird das garantiert nicht.
--- Ende Zitat ---
That's the problem.
Das ist hat der Fluch, wenn man sich mit der Stochastik hinter dem System beschäftigt und erkennt, dass die Gefahr in den allermeisten Fällen eine vorgegaukelte sein muss, Smoke and Mirrors sozusagen, weil man sonst nie ein Abenteuer zu Ende bringt, geschweige denn eine Kampagne. Und wenn man das mal erkannt hat, gibt es keinen Weg zurück. Rollenspiel ohne Kampf ist lahm; Kämpfe die nur Speedbumps sind, sind auch nicht das Wahre; Kämpfe die ständig die Charaktere zerschreddern sind auch wieder scheiße, weil es - jdf für mich - beim Rollenspiel ja schließlich und endlich gerade um die Charaktere _geht_. Von Dei-ex-Machina und Spielleiterwillkür fangen wir lieber gar nicht erst an.
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat ---Da gibts schon einige mehr oder weniger bewährte spielmechanische Auswege, die z.B. ein WFRP oder ein Shadowrun von Anfang an auf dem Schirm hatten, aber in D&D irgendwie nie angekommen sind.
--- Ende Zitat ---
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