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Kritik an 5E

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Gunthar:
Liegt vermutlich daran, dass wir nicht die optimalsten Charakteren haben. Und mit Pointbuy erstellte Charakter hinken auch noch etwas hinten nach. Ausserdem scheinen die Viecher in Rappan Athuk zäher zu sein.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Sashael am 31.05.2021 | 07:10 ---Aus der Erfahrung mit meinen Runden heraus:
Was macht ihr falsch?

Ich war froh, wenn ein CR 5 Monster 4 Runden gegen eine Lvl 3 Gruppe durchgehalten hat. Mit normalen HP für Monster.

--- Ende Zitat ---

Das Problem hatte ich auch. Zumal halt mit den normalen (MM) Monstern auch taktisch nicht viel zu holen war.

Mein großer Kritikpunkt ist nach wie vor, dass das Vorteil-/Nachteilsystem in meinen Augen dysfunktional ist. Vorteil ist zu einfach, Nachteil zu schwierig zu erhalten. Sobald die Gruppe "ihren" Pfad zum Vorteil ausgetüftelt hat (und das dauert bei taktisch spielenden Spielern nicht lange), läuft nach meiner Erfahrung jeder Kampf ähnlich nach Schema F und die Monster sind quasi permanent im Nachteil. Da man ja als DM jedesmal eine neue Zusammenstellung an Gegnern hat und ich die auch nicht ausschließlich nach taktischen Gesichtspunkten auswähle, hat das keinen Spaß gemacht.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Feuersänger am 31.05.2021 | 01:49 ---Liegt halt wieder an der Bounded Accuracy, die die Rettungswürfe im Münzwurfbereich festnagelt, während gleichzeitig zB viele Kontrollzauber mehrere Rettungswürfe zulassen, und obendrauf kommen dann uU noch Monsterfähigkeiten, die den Widerstand nochmals verbessern.
--- Ende Zitat ---
Rettungswürfe sind in meinen Augen ein Punkt wo die Bounded Accuracy nicht so toll funktioniert, eben weil die schwachen halt nie ansteigen.

Wichtig ist halt oft mit welchem Attribut ein Rettungswurf gewürfelt wird, Zauber mit Con-Rettungswurf soll man wohl üblicherweise meiden und die mit Int-Rettungswurf gelten als die Besten (gefolgt von Cha glaub ich).


Talwyn:
Was für mich aktuell nicht gut funktioniert sind Begegnungen mit großen Gegnergruppen. 5E ist zwar unkomplizierter und damit etwas schneller als noch 3.x (von 4E hab ich zu wenig Ahnung), aber trotzdem hat man echt viel Leerlauf als Spieler zwischen zwei Runden - besonders in Begegnungen mit 6 oder mehr Gegnern. Ganz schlimm wird es natürlich, wenn es sich um besonders zähe Gegner handelt. Das Ganze wäre noch halbwegs erträglich, wenn dann wenigstens interessante Dinge passieren würden während man selbst nicht dran ist, aber oft ist es halt doch nur das erwähnte HP-Runterkloppen. Mit bildhaften Beschreibungen des Kampfgeschehens kann man einen Teil davon abfangen, aber erstens gehen einem IMO irgendwann auch die sprachlichen Varianten aus, und außerdem ist das ja letzten Endes alles nur ein bunter Anstrich für das monotone Einerlei des Kampfes (besonders wenn man ein paar One Trick Ponies in der Gruppe hat, die Runde für Runde dieselbe Aktion wählen). Das Ganze entwickelt sich dann teilweise zu einer Art Teufelskreis: Der Kampf ist langweilig, also verlieren die Spieler das Interesse und lassen sich ablenken (besonders in Zeiten von Onlinespiel, wo der Browser-Tab mit dem Youtube-Video nur einen Mausklick entfernt ist). Dadurch haben sie keinen Überblick über die Situation, und wenn sie dann mal an der Reihe sind muss erstmal geklärt werden, welches Monster schon angeschlagen aussieht usw. Dadurch dauert alles noch länger und wird noch langweiliger.

Ich finde deswegen, dass das Erstellen guter im Sinne von "am Spieltisch gut funktionierender und unterhaltsamer" Begegnungen etwas ist, was einiges Fingerspitzengefühl vom SL erfordert, weil das Kampfsystem an sich das nicht von sich aus leistet. Eine Patentlösung für das Problem habe ich aktuell noch nicht, zumindest nicht im Kontext von D&D (abgesehen davon, dass ich zukünftig wohl meine Gruppen klein halten werde, in unserer 5E Gruppe sind derzeit sechs Spieler, was für meinen Geschmack mindestens zwei zu viel sind).

Faras Damion:
Ich mag 5E wirklich gerne, daher sind folgende Kritikpunkte eher Kleinigkeiten:

- Es ist immer nur das zweitbeste System. Für alle Stile und Interessen gibt es ein besseres Systeme z.B. für Horror, Optimierung, Drama, Taktik,...
5E ist aber ein guter Kompromiss.

- Regeln und Abenteuer fokussieren sich auf gedankenloses Püppchenschubsen.
Macht aber auch mal Spaß.

-  Die deutschsprachige Veröffentlichungen laufen holprig. Oft waren Grundbücher nicht erhältlich und es gibt keine Pdfs.

- Die Bilder sind gut, aber nicht mein Stil.

- Das Layout ist unübersichtlich. Gerade bei Abenteuerpfaden haben andere Systeme ein klar höheres Niveau.

Dennoch ist es das beste D&D für mich.

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