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Kritik an 5E
Teylen:
Ich verstehe irgendwie nicht wie der Beastmaster beim Ranger so durchgehen konnte.
Es erscheint mir als einzige Option wirklich, wirklich schwach.
Da lacht sowohl der Druide (mit seinen Tieren) als auch der Kämpfer (mit seiner Kampffertigkeit) den Ranger sowas von aus,..
Scurlock:
--- Zitat von: Arldwulf am 12.10.2015 | 20:26 ---Deshalb hast du sicher recht, das dies eine Fehlannahme ist - es ist nur nicht meine, weil ich diese Meinung nicht teile. Ich denke nur das es Einfluss hat, das gutes Balancing Spielern und Spielleitern helfen kann vielfältige Abenteuer und Charaktere zu erstellen.
--- Ende Zitat ---
Balancing hilft sicher nicht dabei vielfältige Abenteuer und Charaktere zu erstellen. Es hilft dabei ein einheitliches Machtniveau oder zumindest berechenbares Machtniveau innerhalb der Gruppe bzw. zwischen Gruppe und Monster herzustellen. Aber die Vielfalt von Abenteuern und Charakteren wird viel mehr durch andere Faktoren bestimmt.
Arldwulf:
--- Zitat von: Scurlock am 12.10.2015 | 23:29 ---Balancing hilft sicher nicht dabei vielfältige Abenteuer und Charaktere zu erstellen. Es hilft dabei ein einheitliches Machtniveau oder zumindest berechenbares Machtniveau innerhalb der Gruppe bzw. zwischen Gruppe und Monster herzustellen. Aber die Vielfalt von Abenteuern und Charakteren wird viel mehr durch andere Faktoren bestimmt.
--- Ende Zitat ---
Sagen wir es so: Es hilft mir, und vielen anderen mit denen ich zusammengespielt habe. Es gab einfach in zu vielen Gruppen in denen ich gespielt habe ähnlich gebaute Charaktere. Und je mehr Charakterkonzepte ein Spiel als gleichwertig darstellt umso eher wurden auch viele verschiedene gewählt und gespielt.
Ich glaube darum inzwischen einfach das es einen Einfluss hat. Spieler informieren sich im Netz, fragen nach den sinnvollsten Builds und Feats und denken auch selbst darüber nach. Und je mehr Optionen ihnen dabei sinnvoll erscheinen und je eher man ihnen sagen kann: "Spiel wonach dir ist - du kannst nicht viel falsch machen, dieses Build ist genauso ein Weg zum Ziel wie das nächste" umso eher werden sie auch genau das tun.
Und umgedreht - schaue ich mir die 5e Charaktere in meinen Runden an, so sind diese natürlich sehr ähnlich gebaut, einerseits durch wenige Optionen, andererseits weil manche Optionen durchaus sehr offensichtlich sehr stark sind.
Die gleiche Erfahrung habe ich als Spielleiter gemacht, wenn ich ohne die Gruppe zu kennen und ohne sagen zu müssen "ihr braucht Klasse XYZ für das Abenteuer" ein Abenteuer schreiben kann kommen dabei bessere, abwechslungsreichere Abenteuer heraus, und es ist leichter für mich auf unvorhergesehenes zu reagieren. Ich muss nicht Spotlights für Char A schaffen der dummerweise nur in seiner Nische glänzt, sondern kann einfach machen was am besten passt.
Und klar, das gleiche gilt auch für das Spiel mit oder ohne magische Gegenstände. Sieht das Spiel hierfür etwas vor, so kann ich freier die Spielwelt gestalten.
Aber wie schon gesagt...es ist eine subjektive Erfahrung, und nie eine reine ja/nein Sache. Es gibt viele Aspekte die man an einem Spiel betrachten kann und Balancing ist nur einer davon. Gibt ja eh noch genug andere Kritik. ;-)
Scurlock:
--- Zitat von: Arldwulf am 13.10.2015 | 00:08 ---Sagen wir es so: Es hilft mir, und vielen anderen mit denen ich zusammengespielt habe. Es gab einfach in zu vielen Gruppen in denen ich gespielt habe ähnlich gebaute Charaktere. Und je mehr Charakterkonzepte ein Spiel als gleichwertig darstellt umso eher wurden auch viele verschiedene gewählt und gespielt.
Ich glaube darum inzwischen einfach das es einen Einfluss hat. Spieler informieren sich im Netz, fragen nach den sinnvollsten Builds und Feats und denken auch selbst darüber nach. Und je mehr Optionen ihnen dabei sinnvoll erscheinen und je eher man ihnen sagen kann: "Spiel wonach dir ist - du kannst nicht viel falsch machen, dieses Build ist genauso ein Weg zum Ziel wie das nächste" umso eher werden sie auch genau das tun.
--- Ende Zitat ---
Oberflächlich betrachtet mag das von Dir Skizzierte ein Mehr an Vielfalt bringen. Nur erreichst Du eine Gleichwertigkeit der Charakterkonzepte in erster Linie dann, wenn Du diese hinsichtlich ihrer Merkmale angleichst. Es mag dann auf dem Papier einen Magier, Kämpfer oder Ninja geben, aber am Ende spielen sie sich dann gleich. Die Vielfalt ist da nur Illusion.
--- Zitat ---Und umgedreht - schaue ich mir die 5e Charaktere in meinen Runden an, so sind diese natürlich sehr ähnlich gebaut, einerseits durch wenige Optionen, andererseits weil manche Optionen durchaus sehr offensichtlich sehr stark sind.
--- Ende Zitat ---
Interessant, ich habe da eine völlig andere Erfahrung gemacht. In meiner Runde (Monk, Gnome-Ranger, Warlock und Cleric) sind die Charakterkonzepte sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber hervorragend.
--- Zitat ---Die gleiche Erfahrung habe ich als Spielleiter gemacht, wenn ich ohne die Gruppe zu kennen und ohne sagen zu müssen "ihr braucht Klasse XYZ für das Abenteuer" ein Abenteuer schreiben kann kommen dabei bessere, abwechslungsreichere Abenteuer heraus, und es ist leichter für mich auf unvorhergesehenes zu reagieren. Ich muss nicht Spotlights für Char A schaffen der dummerweise nur in seiner Nische glänzt, sondern kann einfach machen was am besten passt.
Und klar, das gleiche gilt auch für das Spiel mit oder ohne magische Gegenstände. Sieht das Spiel hierfür etwas vor, so kann ich freier die Spielwelt gestalten.
--- Ende Zitat ---
Ich bestreite nicht, dass durch eine bessere Balance von Magie/Monster/Charakterklassen gewisse Dinge für den SL leichter bzw. vorhersagbarer bei der Gestaltung von Abenteuern und Kampagnen werden. Nur wird eben die gestalterische Freiheit auch dadurch eingeschränkt, da der Balancegedanke eben auch das Abenteuerdesign dann zwangsläufig mitbestimmt. Encounter werden auf die Fähigkeiten der Gruppe angepasst, Gegner so aufgestellt, dass sie bezwingbar sind und die Struktur des Abenteuers so angelegt, dass möglichst immer die Gruppe auf stufenadäquate Herausforderungen trifft. Ein gutes Beispiel dafür sind die Abenteuerpfade für Pathfinder, die überwiegend alle strukturell ähnlich aufgebaut sind. Die Pathfindermodule stehen dabei in starken Kontrast zu OSR-Modulen, in denen die Balance nur eine untergeordnete Rolle spielt. Diese OSR-Module sind aber nicht zuletzt deshalb viel vielfältiger angelegt, abwechslungsreicher und in meinen Augen interessanter als das Gros der Pathfinder-Abenteuer.
Arldwulf:
--- Zitat von: Scurlock am 13.10.2015 | 01:32 ---Oberflächlich betrachtet mag das von Dir Skizzierte ein Mehr an Vielfalt bringen. Nur erreichst Du eine Gleichwertigkeit der Charakterkonzepte in erster Linie dann, wenn Du diese hinsichtlich ihrer Merkmale angleichst. Es mag dann auf dem Papier einen Magier, Kämpfer oder Ninja geben, aber am Ende spielen sie sich dann gleich. Die Vielfalt ist da nur Illusion.
--- Ende Zitat ---
Das ist irgendwie extrem weit entfernt von dem was ich unter Balancing verstehe, wahrscheinlich wäre das ein gutes Thema fur einen eigenen Thread. Für mich ist es ganz natürlich, das auch völlig verschiedene Konzepte gegeneinander ausbalanciert sein können. Balancing ist für mich wenn ich auf mehreren Wegen gut und vergleichbar schnell zum Ziel kommen kann, und der Gedanke dies wäre nur möglich wenn es eigentlich der gleiche Weg ist konterkariert diesen Gedanken irgendwie sehr stark. ^^
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