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D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?

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Rhylthar:
Naja, wenn ich auf Stufe 6 z. B. mit 100 %-iger Erfolgschance über Use Magic Device Level 9 Sprüche von Scrolls nutzen kann, ist das schon ziemlich gut.

Dann die Tricks mit Diplomacy, mit denen man wahrscheinlich Drachen ihren Hort abschwatzen konnte...;)

Bei Deiner Wahl kann ich Dir nicht helfen. :)

Arldwulf:
Inzwischen haben wir in einer unserer Runden Skillchallenges einfach wieder eingeführt - zumindest soweit wie das System es erlaubt.

Auch andere Sachen könnte man so zurückbringen, die improvisierten Skillaktionen oder aber auch Skill Utility Powers in Form von z.B. Feats.

Das ist natürlich nicht zu 100% das gleiche wie es in der 4E war. Und wenn man darauf wirklich Wert legt solche Dinge im Spiel zu haben ist man dort immer noch besser aufgehoben. Aber immerhin bringt es etwas mehr Fertigkeitsbasiertes Spiel zurück und Möglichkeiten auch Nicht-Kampf-Situationen besser einzubinden.

Rhylthar:
Ob man sie "besser" einbinden kann, liegt im Auge des Betrachters. Es wird regelgestützt eingebracht, wobei es nicht wenige Spieler gibt, die genau das lieber "freihändig" machen wollen.

Arldwulf:
Freihändig geht ja so oder so. Ist wie mit dem Schraubenzieher auf der Werkbank. Er hilft beim schrauben reindrehen. Manchmal sogar beim Nagel reinschlagen. Aber er nimmt einem nicht die Möglichkeit alles per Handkantenschlag zu regeln.

Zumal wir dort ja über ungemein flexible, kaum durch "harte" Regeln gebundene Dinge reden. Ist jetzt nicht so als ob jemand durch improvisierte Fertigkeitsanwendungen irgendwie eingeschränkt werden könnte - solche Dinge bieten einfach nur Hilfe und Anregung für Spielleiter und Spieler kreativen Nutzen ins Spiel einzubringen.

Luxferre:

--- Zitat von: Nightfall am 15.10.2015 | 16:35 ---Aber nun zu meinen eigentlichen Fragen:
- Wie spielt ihr D&D zu Zeit eigentlich? Storylastig, Ausbalancier oder eher wie ein erweitertes Brettspiel mit sehr hohem Anteil an Kampf?
- In wie weit würdet ihr sagen, dass sich D&D 5 für "Fluffer" deutlich von den Editionen 3 / 3.5 und 4 abhebt?

--- Ende Zitat ---

Wir spielen einmal sehr regellastig (Hoard of the Dragon Queen), wo aber auch die Hälfte der Spieler kaum oder gar keinen Wert auf Charakterspiel legt. Dieses Spiel schafft die 5e ganz super für absolute Gelegenheitsspieler mit wenig Regelverständnis/-kapazität darzustellen. Hier gibt es einige kleinere Stolpersteine, wie ich finde: gewürfelte Attribute können die Gruppe schon auf Stufe 1 extrem unterschiedlich mächtig diversifizieren, was unter Umständen zu Frust führen kann. Außerdem sind Neulinge den Alten hasen natürlich zusätzlich unterlegen, wenn diese sich außerhalb der Sessions gar nicht mit der Materie auseinandersetzen und somit schlicht Strategie- und Taktiknachteile haben. Es ist eben genau so crunchy, dass man den Überblick nciht verliert, aber trotzdem mit einer geringen Regeloptimierung tolle Effekte erzielen kann (aber nicht muss).
Die Kampagne selbst hat der SL kampfmäßig eingedampft, weil es so bescheuerte Zufallsbegegnungen gibt, dass man mal wieder am Designer zweifeln möchte. Naja, hat auch seine Kehrseite: jetzt haben wir zu wenige XP und hängen 2 Stufen hinterher. Bei Kaufkampagnen nicht so der Bringer.

Wir spielen einmal sehr, sehr storylastig (eigene Kampagne, eigene Welt des SL [der sich Meister nennt]). Mir gefällt die Kampagne überhaupt gar nicht, aber ich sehe viele Vorteile der 5e für diesen Spielstil. Sie ist recht frei in der Interpretation für den SL und hat genug Platz für ad hoc Improvisierungen. Sie ist für Alte Hasen recht einfach zu erfassen und stört den Spielablauf nicht mit irgendwelchen Regelergüssen oder Würfelorgien. Ja, zweiteres mögen die Kinder der 80er vielleicht ganz gern ;) mich störts mittlerweile. Bisher steht die 5e dem storylastigen Spiel nicht im Wege, unterstützt dieses aber auch nicht unbedingt, was modernere Systeme ja gern machen. Diese Backgroundoptions, oder wie die Teile heißen ... naja, eher ein halbgarer Versuch, die Gesinnungen moderner zu interpretieren. Ich finde das teilweise murksig und für uns spielen sie im Spiel keine Rolle. Andere Systeme machen das deutlich besser.


Für mich, als alten (A)D&D-Hasen hebt sich die 5e endlich wieder ab von den Vorgängern. Sie ist regelleichter. Und damit natürlich angreifbarer, was ich aber als großen Vorteil sehe, denn sie ist damit auch freier und lockerer. Also eben kein D&D mehr für Regelcruncher, die für alles eine Anleitung brauchen, regelseitig 99%ige Balance fordern und Splatbooks, Talente und Sonderfähigkeiten en masse wollen. Diese Leute sind bei 4e und 3e deutlich besser aufgehoben.
3e und 4e sind für mich auf unterschiedliche Weise sehr crunchlastige Spiele. Alles ist verregelt und geregelt. Wer Baukastensysteme, Talente und dergleichen mehr braucht, sollte nicht die 5e spielen. Jemand schrieb, dass sich 5e Charaktere mechanischer anfühlen würden, als 4e Charaktere, welche angeblich viel storytauglicher wären (und das System auch). Dem kann ich nur kopfschüttelnd widersprechen, das ist Kokolores. Die 4e war auf ihre Weise sehr, SEHR mechanisch und dabei viel moderner und balancierter, als die 3e, welche natürlich nochmals mechanischer war (ich rede von den Gesamteditionen mit Splatbooks). Das macht die 5e mit ihrer Einfachheit und Übersichtlichkeit viel besser. Und ja, als AD&D 2nd Einsteiger anno 1993 habe ich mit der 5e das erste Mal wieder ein ähnliches Gefühl gehabt, wie DamalsTM und das obwohl die Editionen wirklich wenig gemein haben ;)

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