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D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?

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Nightfall:
Naja, im Grunde schon ... aber versteh' mich nicht falsch: Es geht wirklich um die Dinge, die der Charakter sein halbes Leben getan hat. Analog zu dem Barbarenbeispiel würde dein Schurke dann im Grunde jede Probe schaffen um auf dem Markt ein paar Äpfel oder Münzen mitgehen zu lassen, weil er dies schon mehrere Hundert mal geübt und verinnerlicht hat. Ein gelehrter Magier würde auch die verschiedenen Thesen verschiedener berühmterer Magier analysieren können und könnte Zauber deutlich schneller zuordnen. Ein Priester (also im Grunde ein Kleriker mit Akolytenhintergrund) sollte alle Wissensproben, die seine Gottheit betrifft im Grunde automatisch schaffen oder zumindest mit Vorteil würfeln. Ein Barde, der bspw. Geschichtenerzähler ist, wird wohl kaum daran scheitern, eine solche vorzutragen oder, sollte er bspw. Lautenspieler sein, so wird er wohl generell die richtigen Töne treffen, wenn es sich um hunderfach einstudierte Lieder handelt. Und ebenso würde ein solcher Barde (mit Hintergrund Unterhalter/Entertainer) sicher schnell ein paar Münzen oder freie Kost und Logis in einer Taverne erhalten. Und so weiter und so fort ... und ja, ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Dinge, die für einen bestimmten Hintergrund zur Routine geworden sind und ins RP passen, brauchen gar keine Würfe mehr, sondern gelingen automatisch. Also würde ein Barbar (Outlander) in "seinem" Land immer Proben für das Finden von Wasserquellen schaffen und, nach kurzer Eingewöhnungszeit würde er dies auch in ähnlichen Gebieten ebenfalls hinbekommen, sofern sich der Charakter wirklich damit beschäftigt.

Eine Regel würde ich dafür aber auch keineswegs aufstellen - eher eine grobe Regelung. Ausformuliert würde es in etwa so klingen:
Richtiger Hintergrund + nachvollziehbare Routine = Automatisches Gelingen gewisser Standardaufgaben
Richtiger Hintergrund + ausreichende Vorbereitung oder ähnliche Erfahrungen = Vorteil auf Wurf bei Standardaufgaben
Richtiger Hintergrund + fehlende Routine = Veränderung der Auswirkung von gelungenen bzw. misslungenen Würfen bei Standardaufgaben
Falscher Hintergrund + vielleicht gewisse Routine = Veränderung der Auswirkungen ...
Falscher Hintergrund + fehlende Routine = normaler Wurf
Nachteiliger Hintergrund = Nachteil auf Wurf
WIe gesagt, nur grob formuliert ...

Alternativ könnte man aber auch an den Hintergrund die Auswirkungen von Proben bei gewissen Situationen verändern. Ein Krieger mit Hintergrund Soldat, der irgendwo Taschendiebstahl betreibt, wird, trotz eines gelungenen Wurfes, nur wenige Münzen erbeuten oder würde, wenn er einen wichtigen Gegenstand stehlen wollte, diesen erstmal nur lockern können und eine zweite oder dritte gelungene Probe benötigen (ähnlich wie bei den Todesrettungswürfen, wo drei gelungene Proben dann einen Erfolg der Aktion bringen und drei misslungene Proben den Misserfolg). Ein krimineller Schurke hingegen (wie das klingt XD) würde deutlich mehr Münzen mit der selben Probe abgreifen, einfach, weil er sowas deutlich länger macht und bei dem besonderen Gegenstand dann nur eine einzige gelungene Probe brauchen (aber dennoch bis zu zwei mal scheitern dürfen).

Bildpunkt:

--- Zitat von: Rhylthar am 17.10.2015 | 06:37 ---Damit wird es dann quasi zur Regel und Du gönnst jedem mit entsprechendem Hintergrund Advantage auf den jeweiligen Wurf?

Was in dem Beispiel noch ganz gut klingt, wird bei anderen in meinen Augen zum Problem oder kann zu einem werden. Ein Rogue mit entsprechendem Background hat auf Stufe 5 dann z. B. schon +15 auf einem entsprechenden Skill z. B. Sleight of Hand (+6 Skill (mit Expertise), +4 durchs Attribut, +5 durch Advantage), was ihn schon "Hard DC 20" zu 80 % schaffen lässt, "Medium" sogar immer automatisch.

--- Ende Zitat ---

+10  ist schon krass aber wie erklären sich die festen +5 für Advantage, ich dachte das bedeutet zwo mal Würfel u höheren Wert nehmen?

Feuersänger:
Stochastisch entspricht Advantage ungefähr einem +5 Bonus. Es gibt auch iirc eine Optionalregel, mit der man eben einfach +5 rechnet statt zweimal zu würfeln.

Koronus:
Kommt darauf an. Wo wir Pathfinder uns eher in die Geschichten eingesteigert haben, ist D&D5 eher mehr suboptimale Charaktere verkörpern einfach weil so geil ist.

Rhylthar:
Naja, suboptimal würde ich nun auch nicht sagen.

Ich würde mittlerweile sagen, dass man auch in 5E ein wenig crunchen kann. Konzepte wie Sorcelock oder Palalock zeigen es für mich. Trotzdem bleiben für mich manche Klassen weiterhin uninteressant (und das hat nicht unbedingt etwas mit mechanischer Stärke zu tun) und neue Regeloptionen sind ja eher spärlich. Ob es nun der Barbarian ist, der fast nur passive Fähigkeiten bekommt, oder der Ranger (Beastmaster) mit seiner unsäglichen Mechanik oder auch der Monk, der irgendwie nie richtig passen will. Und leider finde ich auch Clerics nicht besonders spannend, da gab es "früher" mehr Möglichkeiten.

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