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[London Fairy Tales] Metaplot Brainstorming

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Edvard Elch:
Es gibt eine walisische Prophezeihung aus dem 10. Jh. (Armes Prydein, die "Prohpezeihung Britanniens"), in der vorhergesagt wird, dass Cadwaladr ap Cadwallon (ein König der Provinz Gwynedd in Wales im 7. Jh.) und Kynan (wahrscheinlich ein König der Provinz Powys in Wales im 6. Jh.; voller Name wäre dann Kynan Garwyn mab Brochfael) wiederkehren werden, um die Armeen der Waliser, der Männer von Dublin, der Gälen Irlands, der Isle of Man und Nord-Großbritannien,¹ Cornwalls, Strathclydes, der "Männer des Nordens"² und der Bretagne gegen die Engländer in den Krieg zu führen. Deren Anführer ist der Mechteyrn (Möglicherweise Æþelstan von Wessex). Die Briten werden die Engländer langsam aus dem Land vertreiben, bis diese sich nach Caer Wynt (Winchester) zurück ziehen müssen. Als Quelle werden im Text mehr oder weniger direkt Myrddin (bzw. Merlin) und "die Druiden" angegeben.

In manchen mittelalterlichen Texten treten Riesen auf (groß, hässlich, haarig, gewalttätig),³ die aber (relativ) menschliche Kinder haben. Dazu gibt es die Theorie, dass diese Vermenschlichung über Generationen eine Metapher für die Erschließung des Landes und die Christianisierung der Inseln sein könnte. Eventuell treten die alten Riesengene wieder hervor?



¹ Möglicherweise die Pikten.
² Bezieht sich auf das moderne Nord-England und Süd-Schottland.
³ Besonders bekannt ist Ysbaddaden Penkawr ("Ysbaddaden Oberriese"), dessen Tochter Olwen von Culhwch, einem Verwandten Arthurs, umworben wird und der stirbt, als Culhwch sie heiratet.

Orok:
Du hast offensichtlich echt Ahnung von der Materie, deswegen bin ich auch wirklich froh das du dich hier beteiligst. Hast mir ja schon bei meinem Viechzeuch gut weiter geholfen. Die Prophezeiung klingt ziemlich spannend. Man könnte ja die genannten Könige ja durchaus als Übernatürliche umdeuten, gegen die dann eben Artus und seine Verbündeten stehen, der die Engländer gegen diese Urvölker verteidigen. Wäre auch ein schöner moralischer Konflikt. Wer hat nun wirklich Anspruch auf das Land? Wäre natürlich die eher christliche Fassung der Artuslegende als Grundlage.

Wiederkehrende oder erwachende Riesen haben auch was. Irgendwo bringe ich die sicher unter. Hab ja auch einiges von Riesen in britischen Märchen gelesen.

Skeeve:

--- Zitat von: Grummelstein am 16.10.2015 | 09:46 ---Grob gibt es 2 Fraktionen. Die gemäßigte, Druiden/Feen ect., welche sich mit der modernen Welt arrangiert hat. Und die radikale, Druiden/Feen ect., welche nach langem planen jetzt "ihr Land" zurück will.

--- Ende Zitat ---

Dabei ist mir die Hntergrundgeschichte von "Die Verpflichtung" von Lorna Freeman (2. Roman: Die Königstreuen / 3: Das Vermächtnis) eingefallen. Ich hoffe ich spoiler hier nicht zuviel, aber ein wenig muss ich so schreiben:

In der Vorgeschichte zum Romam wurde im menschlichen Königreich Iversterre [nicht so modern, mittelalterlich, aber im Prinzip ohne Magie] mal beschlossen dass das Land des benachbarten magischen Königreiches, bewohnt von Faena (= magische Wesen jeglicher Art), doch das grünere Gras habe und man da doch mal einmarschieren könne.... Da die Faena chronisch zerstritten sind weil bei denen paraktisch jeder seine eigene Fraktion ist, ging das lange Zeit gut und Feana wurden reihenweise getötet und immer weiter zurückgedrängt. Bis sie soweit zurückgedrängt wurden dass sich irgendwann doch mal einigten und und der menschlichen Armee zeigten: "Nun ist Schluß, bis hier hin und keinen Schritt weiter!" 

Weiteres zum Konflikt zwischen den Wesen der Magie und den Menschen entweder in den Romanen oder bei mir (vielleicht nur ein paar Details und weniger für den Metaplot, aber egal):
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was passiert wenn auf dem erobertem Land, auf dem reihenweise magische Wesen getötet und begraben wurden, sich menschliche Siedler niederlassen und dort ihre Nahrung anbauen und züchten? Sie nehmen die Magie mehr oder weniger auf und nach einigen menschlichen Generationen zeigen sich dann auch bei verschiedenen Menschen plötzlich magische Eigenschaften/Fähigkeiten. Die dann spontan und unkontrolliert mal so ausbrechen können...

Was vielleicht auch eine Ursache für die Wiederkehr der Magie sein könnte. Und spontane unerklärliche Phänome können auch schön für Panik, Chaos und Anarchie sorgen...
Ein eher blutiges Detail das mir beim blättern im ersten Roman eben noch auffiell:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wirklich machtvolle, funktionierende Gegenstände (Zepter, Bischofsstäbe, Zäuberstäbe, Rüstungen, usw.) werden natürlich aus Haut, Knochen und anderen Teilen von magischen Wesen gemacht. Ist ja so nichts neues, aber als D&D-Spieler hatte ich darüber nie so nach gedacht. Aber was macht hier in London z.B. die gemäßigte Fee, wenn sie bemerkt dass der Bischofstab der da gerade vom Bischof getragen wird, aus den Knochen ihres vermissten Lieblingsonkel gefertigt wurde? (vielleicht war es ja auch der Knochen eines befreundeten Riesen)

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