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Soziale Auswirkungen von Steampunk-Technologie

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aikar:

--- Zitat von: Skeeve am 31.10.2015 | 14:26 ---beim lesen der Prämissen musste ich an die "Newbury & Hobbes"-Romane ("Affinity Bridge", "Osiris -Ritual" und "Immortality Ritual" sind auch, ungeachtet der Titel, beim piper Verlag in Deutsch erschienen) von George Mann denken.
--- Ende Zitat ---
Danke für den Tip!

finsterland:
Ich denke, die tatsächlichen Änderungen zum wirklichen Verlauf der Geschichte wären minimal.
Es gäbe wohl ein paar rechenintensive Entdeckungen ein bisschen früher (wegen der Analytical Engine).
Möglicherweise würden auch die Effekte der Industrialisierung intensiver werden und es früher zu so schlimmern Aufständen kommen, dass Bismarck (oder sein Vorgänger) die Sozialversicherung früher durchsetzen müssen.

Insgesamt fürchte ich, dass die genannten Technologien wenig Auswirkung haben.
Interessant ist ja, dass die Eisenbahn und der Telegraph vor allem die Verkehrswege verändert haben und dadurch Kommunikation und Handel beschleunigten. Das war eine viel tiefgreifendere Veränderung als die industrielle Dampfmaschine. (Sie hatte den Haupteffekt, dass man unabhängig vom Wetter produzieren konnte.)

Spannend wäre, ob man eine Art Proto-Internet per Telegraph zusammenbringt. Das ändert alles.

Wenn die Luftschiffe so groß werden, dass sie schwere Lasten problemlos tragen können, ist das wohl auch eine Entwicklung, die die Handelswege beschleunigt und den Traum vom Fliegen für eine privilegierte Schicht früher erfüllt.

Urias:
Jetzt mal ganz spontan aus der Hüfte geschossen könnte ich mir vorstellen, dass sich durch diese Art von Technologie (nicht zuletzt durch die Analytical Machine) der Klassenunterschied verschärft hat. Das ist sowieso ein Faktor, der finde ich in Steampunksettings gerne untergeht: Dass das ganze genau in der Zeit spielt, in der etwa Dickens und Marx geschrieben haben und auf ihre jeweilige Weise aufgezeigt haben, wie mies es der Arbeiterklasse geht.
Wenn man sich nun vorstellt, dass in so einer Welt wie der von dir dargestellten wahrscheinlich schon sehr viel früher zu einem gewissen Maß an Automatisierung der Arbeitsprozesse kommt (zumindest kleinere Arbeiten könnten sich denk ich mithilfe der Analytical Machine erledigen lassen) und es zu dieser Zeit keinerlei Gewerkschaften mit allem drum und dran gibt, dann führt das schnell zu dem Schluss, dass da ein Haufen von Leuten ohne Arbeit und Lebensgrundlage dastehen. Gleichzeitig kam es damals ja erstmals zur Bildung von Gewerkschaften und es organisierten sich auf internationalem Level Arbeiterbewegungen, die in der Situation sicherlich noch größeren Zulauf erfahren und sich evtl. weitaus militanter verhalten.
So long,
SSK

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