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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]
First Orko:
--- Zitat von: Grubentroll am 26.04.2019 | 12:27 ---Ich mag an der Beziehung von Staments und Culber, dass da kein Aufhebens drum gemacht wird. Ein ganz normales Paar halt. Und ich mag die beiden irgendwie. Und es ist doch schön, dass Culber zu Stamets zurückfindet am Ende.
--- Ende Zitat ---
:d
(Wobei mir die Beziehungen bei Discovery persönlich allgemein einen Tick zu viel Raum einnehmen. Bzw. zu komprimiert ist... was bei alten Serien >4 Staffeln gebraucht hat, passiert hier in 2 Folgen. Das zieht ganz schön Fokus)
Teylen:
--- Zitat von: Xemides am 26.04.2019 | 12:16 ---Und Vom Winde verweht ist alles andere als politisch korrekt.
--- Ende Zitat ---
Ja, das würde ich so unterschreiben.
Wobei es weniger politisch inkorrekt ist, als zumeist relativ komplex.
Das heißt, es ist Teil der Erzählung ohne das es wesentlich tiefer thematisiert wird oder Figuren aufgrund ihres Rassismus bestraft.
--- Zitat ---So wie da Sklaverei, der Süden und der Bürgerkrieg romantisiert wird.
--- Ende Zitat ---
Hinsichtlich der Romantisierung sind eigentlich vor allem zwei Punkte kritisch:
) Der Umstand das der Film versucht hervor zu heben das die O'Haras und gerade die Mutter "gut" zu ihren Sklaven waren
) Der Umstand das ein Großteil der Sklaven zu den "guten" O'Haras bzw. zu Tara zurück kommt.
Jenseits dessen zeigt der Film meines Erachtens durchaus auf, das unter anderen Scarlett nicht nur eine wirtschaftliche Opportunistin ist, sondern durchaus auch rassistisch. Ebenso wie zumindest dem Zuschauer klar sein sollte, dass die KKK-Rally von Rhett & Co. als Antwort auf den Kutschenüberfall nichts gutes war.
Hinsichtlich des Südens ist eigentlich nur Ashley nostalgisch verhaftet, und wird dafür - als es herauskommt - auch umgehend verlassen.
Xemides:
Schon der einführende Prolog ist romantisierend:
There was a land of Cavaliers and Cotton Fields called the Old South. Here in this pretty world, Gallantry took its last bow. Here was the last ever to be seen of Knights and their Ladies Fair, of Master and of Slave. Look for it only in books, for it is no more than a dream remembered, a Civilization gone with the wind..
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Oberkampf:
Gone with the wind ist was ganz anderes als Star Trek. Gone with the wind erhebt überhaupt nicht den Anspruch, sozial progressiv (oder liberal im US-amerikanischen Sinn) zu sein, sondern ist eben nichts anderes als ein Kunstwerk seiner Zeit, in das eine Menge Südstaatenromantik eingeflossen ist und die vorwiegend südstaatliche post-Bürgerkriegs- und Post-Sklavereiliteratur ist voll von so Beispielen an "edlen" Sklavenhaltern und romantischer Verklärung der Sklaverei.
Bei Star Wars Trek war das anders gedacht, das erhob immer schon den Anspruch, irgendwie fortschrittlich ohne extrem zu sein. Der erste Kuss zwischen Kirk und Uhura wurde ja bereits genannt, und die Serie wurde während der Bürgerrechtsära gesendet, was dem doppelte Bedeutung gibt. Deswegen finde ich es irgendwie etwas verblüffend, dass Discovery genau das angekreidet wird. Mich wundert vielmehr als Star Trek Fan, warum die erst jetzt eine schwule Beziehung an Bord thematisieren und nicht schon während der Captain-Archer-Enterprise.
Nebenbei, mir ist mal aufgefallen, dass es bei vielen Filmen extrem schwer ist, auf YouTube positive oder negative Kritiken zu sehen, ohne in den Cultural War reingezogen zu werden, dessen 100 000 Begriffe und Schimpfwörter ich nicht/kaum kenne. Schonmal Captain Marvel Rezensionen angeguckt? Junge, Junge...
Tante Edit sagt sorry und ich soll in Zukunft Raumschiff Enterprise schreiben, damit mir so ein Unglück nicht nochmal passiert :-X
YY:
--- Zitat von: Destroy all Monsters am 26.04.2019 | 13:22 ---Deswegen finde ich es irgendwie etwas verblüffend, dass Discovery genau das angekreidet wird. Mich wundert vielmehr als Star Trek Fan, warum die erst jetzt eine schwule Beziehung an Bord thematisieren und nicht schon während der Captain-Archer-Enterprise.
--- Ende Zitat ---
Wie ich sagte: Angekreidet wird eher der öffentliche Umgang damit - früher hat man einfach gemacht und nicht so viel geklappert.
Bei vielen Aspekten wäre es ohnehin sinnvoller, das (wie es sowohl settingintern als auch in der medialen Begleitung früher war) einfach als Normalität darzustellen, anstatt immer überhitzter und lauter über immer kleinere Probleme zu reden.
--- Zitat von: Destroy all Monsters am 26.04.2019 | 13:22 ---Schonmal Captain Marvel Rezensionen angeguckt?
--- Ende Zitat ---
Das ist aber auch eines der Extrembeispiele. Da war schon lange vor Release abzusehen, dass ein großer Teil der US-amerikanischen Reviews nicht sonderlich neutral sein würde.
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