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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]

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YY:
@Dolge:

Grundsätzlich ja, aber zum Einen ist jetzt wie gesagt die Fallhöhe zu hoch. Da wird man zurückrudern müssen.
Und das Ganze hat sich zum Zweiten für mich nicht sonderlich nachvollziehbar ergeben, sondern war ganz viel Drama um des Dramas willen.
Ich tue mir schwer, dafür eine griffige Formulierung zu finden, aber das zieht sich mMn durch fast alle modernen Serien und geht mir auch an anderer Stelle enorm gegen den Strich.

Man hat einen Verlauf, den man cool und ganz toll dramatisch findet und darauf wird auf Biegen und Brechen hingearbeitet, auf die Nachvollziehbarkeit gepfiffen und das ganze Drama dann auch noch völlig überzogen dargestellt.

Das past bei so einem Adoptivvulkanier wie Burnham dann halt noch viel weniger, wenn jeder erzählt und zeigt, wie toll die ist und sie dann wenig später nur noch Scheiße abliefert.

Ist natürlich auch eine Sache der Präferenz - mir sind ruhigere Darstellungen deutlich lieber und Charaktere dürfen bei mir gerne still leiden anstatt bei jeder Gelegenheit mit *Heul, Kreisch, Verzweiflungstat* um die Ecke zu kommen.
Deswegen schaue ich mir ja so viel von dem neumodischen Zeug nicht an.
Da passiert fast alles mit dem Drama-Holzhammer, anstatt die Leute in echte Zwickmühlen zu bringen und sie auch mal kompetent und rational Entscheidungen treffen zu lassen, die dann doch negative Konsequenzen haben, für die aber keiner was in dem Sinne kann, dass er es total verrafft hat.


--- Zitat von: Runenstahl am 26.09.2017 | 16:33 ---Ich gebe dir völlig recht das man gerade bei einer neuen "modernen" Serie darauf achten könnte sowas besser zu machen (oder zumindest eine Technobabble-Erklärung zu liefern warum man nicht direkt zum Brunnen beamen konnte). Für mich ging das noch in Ordnung ohne meinen (positiven) Gesamteindruck zu stören. Aber da ist die Grenze bei jedem halt anders gesetzt.

--- Ende Zitat ---

Beamen ist halt eine der unseligen Altlasten, mit denen man als Star Trek-Autor leben muss.

Aber es gibt aus allen Serien Beispiele, wie man es richtig macht.
Wie du selbst sagt, solange man eine Erklärung liefert, sprich die Rahmenbedingungen vorher öffentlich macht, funktioniert das.
Das kann durchaus situationsweise geschehen und muss nicht, einmal gesetzt, auf ewig so bleiben.
Nur sollte man es eben vorher erklären und dieser kleine abgesteckte Rahmen dann eingehalten werden.
Das ist hier ganz klar nicht passiert (wie auch am Ende der zweiten Folge).

Eigentlich ist das keine große Kunst, aber wird immer wieder versaubeutelt.
Und dann ärgerts mich eben, wenn mehrere Leute in 5 Minuten mit verschiedenen Varianten aufwarten können, die alle die gleiche Erzählung ermöglichen und gleichzeitig konsistent sind.

Mann mit Ukulele:

--- Zitat von: 1of3 am 26.09.2017 | 09:28 ---Ich fühlte mich von den ersten zwei Szenen, dem Brunnenbohren bei den Insektoiden und dem Flug über die Raumstation sehr trekmäßig angerührt. Als Altfan hat mir zudem gefallen, dass die Autoren die vulkanische Erziehung durch jene T'Pol-artigen Ablehnungen gezeigt haben.

--- Ende Zitat ---
Ja, das kann ich nachvollziehen, da hatte ich auch richtiges Star Trek-Feeling.

Holothuroid:

--- Zitat von: Der Narr am 26.09.2017 | 16:13 --- Dann haben die Klingonisch-Linguisten aber schlechte Arbeit gemacht, ...

--- Ende Zitat ---

Nein. Die klingonische Grammatik für die TOS-Filme geschrieben. Bei DS9 war das schon längst fertig. Nur hatte sich das Studio da keine Experten geleistet, um den Schauspielern beizubringen, wie sie es aussprechen sollten, noch war an jedem Drehbuch jemand dran, der Klingonisch konnte: Das ist häufig eher so gut gemeint bis unverständlich. Insofern freue ich mich, dass ich endlich mal zumindest Brocken verstehe.

Orok:
Hatten die das mit dem Brunnen nicht quasi erklärt? Also klar, nicht vorgekaut, aber sie sagten, das es Strahlung gäbe durch einen Asteroideneinschlag, und die Scanner des Schiffes konnten nicht mal die Sender des Außenteams erfassen, geschweige den sie optisch finden/verfolgen. Das sie dann den Brunnen nicht aus dem All orten konnten erschien mir logisch, ohne das es extra erklärt wurde. Und das sie mit dem Raumschiff nicht direkt über den Brutstätten der Aliens einfliegen wollten (was sie ja scheinbar mussten, um schon so etwas wie die Comgeräte/Lebenszeichen zu orten), passte für mich auch...

Haukrinn:
@Orok: Aber wie konnten Sie dann das Außenteam überhaupt absetzen? Und warum rechtfertigt das Retten der beiden Offiziere quasi das Brechen der ersten Direktive?

Also die (etwas düsterere) Optik gefällt mir super und das mischen der "klassischen" Technologie (Handphaser, Kommunikatoren, und vor allem die ToS-Geräusche) mit der glaubwürdigeren modernen Technik finde durchaus gelungen. Auch die Besetzung ist okay. Das mit den Klingonen wäre bei einem echten Reboot ala Battlestar Galactica vertretbarer gewesen, so wirkt es reichlich deplatziert (vor allem diese dusselige Uruk-Hai - Thor 2-Dunkelelfen - Optik, haben die Maskenbildner in den USA gar keine Fantasie mehr?), aber ich freue mich trotzdem diesmal vielleicht eine nicht ganz so eindimensionale Klingonenkultur kennen zu lernen.

Aber dieses Mimimi-Drama, das geht wirklich gar nicht. Warum müssen die Amis sowas immer sofort total aufgesetzt und unglaubwürdig gestalten? Warum nur so gefakte moralische Entscheidungen? Warum so eine platte, vorhersehbare Unsympathin als Hauptcharakter (die nervt noch mehr als Wesley Crusher, echt...). Ich hoffe das legt sich noch im Laufe der Serie.

PS: Schickes Intro, passt gut zur Serie und ist gestalterisch gelungen.

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