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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]

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Kowalski:

--- Zitat von: Niniane am 28.09.2017 | 11:21 ---Die Klingonen fand ich komplett daneben. Die Maske erinnerte an Ferengi (sind den Klingonen zwischen Discovery und TOS in einer spontanen Mutation Haare gewachsen?), die Aussprache war grottig (und ich meine mich zu erinnern, dass die Klingonen von sich selbst nicht als "Klingonen" sprechen, so wie die Romulaner sich ja auch als "Rihannsu" bezeichnen. Kann aber sein, dass das Roman-Kanon ist) und die Optik war Stargate meets Warhammer 40k. Und die klingonische Mythologie wurde doch in TNG nun genug ausgeschlachtet.

--- Ende Zitat ---

Das Problem sind wohl "Intellectual Properties" die bei anderen Rechteinhabern liegen und die man somit nicht kopieren kann.
Das gilt mehr für "Look & Feel" als für die Kultur, aber ich denke die wollten dem ganzen einen anderen Spin geben um da eine humanistische Story drum herum zu basteln.



--- Zitat von: Rumpel am 28.09.2017 | 11:51 ---Mir hat's insgesamt gut gefallen; gestört hat mich, ähnlich wie YY, ein bisschen die Pseudodramatik von Michaels Entscheidung zur Meuterei - Burnham fliegt ihre Position ja einfach von Sareks Seite her zu, deshalb gibt es da keine nachvollziehbare Entwicklung eines Konflikts oder eines Dilemmas bezüglich des richtigen Vorgehens. Vom Pacing her fand ich die Schlacht mit den vielen Unterbrechungen auch etwas holperig.
--- Ende Zitat ---

Ich denke da könnten gleich zwei "Denkfehler" drin sein.
Zum einen könnte das z.B. jemand wie Kirk als "Abwenden einer größeren Gefahr" deuten wenn er den Richtern verklickern kann das die Klingonen Feigheit und Schwachheit nicht respektieren und somit der normale Weg der Föderation der, sonst richtige, hier aber der falsche ist. Zumindest wenn man dem Vulkanischen "Das Wohl der vielen wiegt schwerer als das Wohl Einzelner" folgt und größeren Schaden abwenden möchte. Auftritt Zeuge "Sarek".
Es ist eine Güterabwägung. Und Michael trägt hier die Konsequenzen so wie es Vulkanier halt tun. Wobei Vulkanier hier der Logik folgen würden und die Sache eben nicht in einem Gefängnis enden, zumindest falls sich die Vermutung was Mentalität der Klingonen angeht bestätigt.


--- Zitat von: Rumpel am 28.09.2017 | 11:51 ---Die neuen Klingonen finde ich klasse - so etwas hätte ich mir schon bei Enterprise gewünscht, dass die Klingonen endlich als das Auftreten, was sie nie (auch in TOS) nicht waren, als was sie im Rückblick von TNG aber immer wieder dargestellt werden: als gleichsam furchterregendes und kulturell schillerndes Kriegervolk. Da ich in Sachen Make-Up bei Star-Trek einer absoluten Laissez-Faire-Haltung anhänge und für Unterschiede bei Garderobe und Darstellung der Kultur nur zu gerne die Erklärung hinnehme, dass die Klingonen eben eine über mehrere Planeten verteilte und außerordentlich vielfältige Kultur sind, von der wir noch längst nicht alles gesehen haben (wer sagt also, dass es da im Totenritus nur eine Interpretation zum Status des Leichnams gibt) - ehrlich gesagt finde ich sie sogar einleuchtender als das Gefühl aus der TNG-Ära, dass alle Klingonen die gleiche Alu-Fell-Kombination tragen, die gleiche Frisur haben und (mit Ausnahme vielleicht von Worf) in Sachen Persönlichkeit die gleiche Mischung aus Wikinger-Suffkopp, Samurai und Teddybär sind.

--- Ende Zitat ---

Full Ack!

Star Trek Discovery, auch mit den Eindämmungsfeldern, ist endlich das was es mal sein sollte. Zumindest was Look & Feel angeht.

Storytechnisch warten wir mal ab.

Kowalski:

--- Zitat von: YY am 28.09.2017 | 15:47 ---Gar keine Form von Totenkult oder Begräbnisritus finde ich einerseits schon ziemlich fremdartig und andererseits passt es mMn gut dazu, dass die Klingonen u.A. Weltraumsowjets sind.
Das ist schon ein netter Kontrast zum sonstigen ritualisierten und tradierten Gedöns, das die so mit sich rumschleppen.

--- Ende Zitat ---

Womit aber 90% der Zuschauer null anfangen können.
Oder zumindest der Großteil des Zielpublikums.

Und Aufbahrung von Lenin & Stalin?

Die heutige Parallele sind die islamischen Dschihadisten????


--- Zitat von: YY am 28.09.2017 | 15:47 ---Das ist einer der Gründe, warum ich auf viele neumodische Serien so gereizt reagiere.

--- Ende Zitat ---

Hmm.
Altersstarrsinn vielleicht?

Wenn es dem Mainstream gefällt und mir nicht, könnte es ja auch an meinem Geschmack liegen?

El God:

--- Zitat von: Kowalski am 28.09.2017 | 19:00 ---Das Problem sind wohl "Intellectual Properties" die bei anderen Rechteinhabern liegen und die man somit nicht kopieren kann.
Das gilt mehr für "Look & Feel" als für die Kultur, aber ich denke die wollten dem ganzen einen anderen Spin geben um da eine humanistische Story drum herum zu basteln.

--- Ende Zitat ---

Hast du eine Quelle dafür? Davon habe ich bisher noch gar nichts gehört und es wäre eine interessante Erklärung.

YY:

--- Zitat von: Kowalski am 28.09.2017 | 19:04 ---Wenn es dem Mainstream gefällt und mir nicht, könnte es ja auch an meinem Geschmack liegen?

--- Ende Zitat ---

Habe ich jemals was anderes gesagt?
Und was mache ich jetzt? Mich umgewöhnen?  :P



--- Zitat von: Dolge am 28.09.2017 | 19:08 ---Hast du eine Quelle dafür? Davon habe ich bisher noch gar nichts gehört und es wäre eine interessante Erklärung.

--- Ende Zitat ---

U.A.:
http://memory-alpha.wikia.com/wiki/Star_Trek_corporate_history


Im Vorfeld von Discovery haben sich viele YT-Kanäle dahingehend ausgelassen.
Die aktuelle Lizenzlage ist ziemlich undankbar für das Franchise, aber so schnell wird sich daran nichts ändern.

Der Nârr:

--- Zitat von: YY am 28.09.2017 | 16:52 ---Es wird sogar explizit von einem Subraumsignal gesprochen.
Das Leuchten ist damit entweder reiner Nebeneffekt oder dient ästhetischen/symbolischen Zwecken (was auch wieder ziemlich wirr wäre).
--- Ende Zitat ---
Aha, das hatte ich schon vergessen. Dann verstehe ich dein Problem nicht so ganz. Klar kann man die Metapher des Sterns nicht mögen, ich finde sie recht eindeutig und klar. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Klingonen haben das ja offenbar erkannt, sofort darauf reagiert und ihre Schiffe entsendet. Und für die war es ja gedacht, nicht für Vulkanier.
Zum Todeskult, stellt euch da mal nicht so an. Solche Unstimmigkeiten gibt es auch innerhalb einzelner Serien. Die DS9-Folge, in der die Ferengi per Zeitreise auf der Erde des 20. Jahrhunderts landen? Die finden es total schrecklich, dass die Menschen ihre eigene Erde mit Atombomben zerstören. Ich fand das sehr schön, weil da die Ferengi mal von einer anderen Seite gezeigt wurden und auch stärker herauskam, warum die Menschen von manchen für so barbarisch gehalten werden (vgl. Q). Ein paar Folgen später war das vergessen in dem Gehabe um Grand Nagus-Wechsel, Frauen mit Kleidern usw. und Quark lässt sich über Umweltschutz aus und was das denn soll, wenn man seinen Müll nicht überall entsorgen kann blabla, also wieder die überspitzen Klischee-Kapitalisten. Das passte einfach nicht zusammen. Ungefähr auf dem Niveau würde ich es betrachten, wenn irgendwelche Klingonen sich jetzt doch einen Kopf um ihre Toten machen. Zumal man sich auch überlegen muss, wann wurde die leere Hülle gesetzt? Solche Sitten können sich auch ändern, ja, auch innerhalb weniger Jahrzehnte.

Außerdem, warum Klingonen? Man muss sich ja mal überlegen, was denn überhaupt möglich ist. Irgendwo wird es albern, sich immer neue gefährliche interstellare Imperien aus dem Hut zu ziehen. Am ehesten kann man vermutlich hinsichtlich der Kontinuität Spezies aus Enterprise aufgreifen, die in TOS/TNG keine Rolle spielen und man könnte Discovery nutzen um zu erklären, wieso sie eben keine Rolle mehr spielen. Tja, oder alternativ greift man sich die Aliens raus, die jeder kennt, gibt ihnen einen neuen Twist oder was man dafür hält ("die sehen jetzt cool und böse aus") und damit wäre das auch bedient. Und erfindet dann nach Bedarf für jeden entdeckten Planeten einfach ein neues Alien.

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