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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]
Achamanian:
--- Zitat von: YY am 5.10.2017 | 14:25 ---Ich kann mich nur wiederholen:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Hätte Burnham nach bzw. während ihrer Meuterei feuern lassen und das hätte das Gefecht angestoßen, würde alles wunderbar passen.
So hat sie "nur" T'Kuvma unnötig erschossen, aber das interessiert niemanden mehr - allen geht es nur um ihre Meuterei und die wird bei jeder Gelegenheit künstlich überhöht dargestellt (u.A., weil es unplausiblerweise die erste Meuterei der Sternenflotte gewesen sein soll, obwohl es diese zu dem Zeitpunkt schon ca. 100 Jahre gibt).
--- Ende Zitat ---
Da sehe ich auch den Knackpunkt mit der Backstory - geht mir beim besten Willen nicht in den Kopf, warum man sich nicht für diese dramatischere und schlüssigere Lösung entschieden hat. Dann wäre es nämlich auch aus Zuschauerperspektive doch durchaus krass gewesen, was Michael da evtl. doch zu verantworten hat ...
Der Nârr:
Ich bin total verblüfft, dass ihr meint, dass Burnhams Image auf purer Faktenlage beruhen soll. Die werden da genauso populistische Medien haben wie wir heute. Man denke an DS9, wo ein junger Mann nur mit Schulbildung Journalist für den Starfleet News Service wird. Der bringt sicher tolle Qualifikation mit. Ach ja, er ist "Sohn", klar, in der vor Nepotismus triefenden Starfleet-Gesellschaft ist das schon eine wichtige Qualifikation. Viele wissen einfach nicht, was genau vorgefallen ist, dann hört man was, irgendwas wird rumerzählt, dann ist da auf einmal ein Meuterer... Die Experten wissen schon Bescheid und DIE haben auch eine differenziertere Meinung. Der "alle hassen Burnham"-Einschlag, wo kommt das denn raus? Hauptsächlich
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)bei einem Haufen gewaltbereiter Verbrecher.
Bei anderen ist das schon deutlich differenzierter. Mich erinnerten gerade die Reaktionen der Starfleet-Masse an die Reaktionen auf das erste Auftreten von Ro Laren in TNG. Etwas schärfer vermutlich auch deswegen, weil es frischer war und gravierende Auswirkungen hatte.
YY:
--- Zitat von: Der Narr am 5.10.2017 | 14:52 ---Die Experten wissen schon Bescheid und DIE haben auch eine differenziertere Meinung.
--- Ende Zitat ---
Noch nicht mal die meisten derjenigen, die dabei waren, haben diese differenzierte(re) Meinung.
Auch Capt. Lorca hat das im Grunde nicht, ihm ist es nur egal.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Sein Lob in Richtung eigenverantwortliches Denken usw. geht aus den gleichen Gründen fehl wie die negative Einstellung der anderen gegenüber Burnham.
Der einzige mit einer wirklich nachvollziehbaren Haltung ist Lt. Cdr. Saru und dem geht es gerade nicht darum, ob sie den Krieg angefangen hat oder nicht.
--- Zitat von: Der Narr am 5.10.2017 | 14:52 ---Der "alle hassen Burnham"-Einschlag, wo kommt das denn raus? Hauptsächlich
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)bei einem Haufen gewaltbereiter Verbrecher.
--- Ende Zitat ---
Und bei Cdr. Landry. Und allen Leuten vom Engineering, bei Cdt. Tilly mit kleinen Abstrichen. Die bezieht sich nämlich "nur" darauf, dass alle anderen Burnham hassen und das ihr eigenes Verhalten beeinflusst.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: 1of3 am 5.10.2017 | 12:29 ---Du kannst dich an Broken Bow nicht erinnern? Da wird alles vorgestellt, was die Serie ausmacht: Klingonen, überhebliche Vulkanier, der Interstellar Medical Exchange, der temporale kalte Krieg.genial.
--- Ende Zitat ---
Jetzt wo Du erwähnst... Aber irgendwie trotz der Zutaten nicht der Reißer.
--- Zitat von: 1of3 am 5.10.2017 | 12:29 ---Und The Emissary hat auch gute Momente. Die Szene zwischen Kira, verschwitzt, und Bashir, blauäugig, ist genial.
--- Ende Zitat ---
Ja, er hatte "Momente", aber das ist ein Unterschied zu "es war ein guter Pilotfilm".
Exposition sehe ich als wichtigste Eigenschaft eines Pilotfilms. Da hat Star Trek auch jedes Mal geliefert. Aber das reicht quasi für Schulnote "befriedigend". Ein Pilotfilm kommt bei mir nur auf eine höhere Wertung, wenn er mehr liefert als die notwendigen Erklärungen. Eine packende Story wäre top. Gute Momente sind nicht von der Hand zuweisen. Das hatte neben Emissary auch Caretaker und der Discovery Pilot. Nur fehlten den früheren Piloten echt der Schmackes, um es echte Hits zu machen. Alle Serien hatten später supercoole Zweiteiler (Best of Both Worlds, das DS9 Finale, Equinox, viele Mehrteiler aus der 4. Staffel ENT). Aber der Anfang war gerade genug, um wegen der beiden Worte "Star Trek" der Serie ne Chance zu geben. Und fast alle Serien haben bis Staffel 3 gebraucht, um richtig gut zu werden. Die Zeit hat man heute nicht mehr. Entweder Staffel 1 überzeugt, oder die Serie wird abgesetzt. Schafft man Staffel 2, dann kann man meistens auch fertig drehen.
Da fällt mir auf: die Discovery Titel sind mir zur direkt und offensichtlich. Das war früher besser und bei Orphan Black top.
Caranthir:
Mich hatte Enterprise nach der Pilotfolge sehr angefixt, die Serie nahm dann langsam Fahrt auf und hat sich viel Zeit genommen, die einzelnen Charaktere zu beleuchten. Die Serie ist für mich herrlich bodenständig, Technik die in Star Trek Standart ist, hat hier noch einen großen Wow-Faktor, das machte Enterprise für mich sehr sympathisch.
Mit Discovery werde ich nach der Pilotfolge dagegen nicht so richtig warm. Ich weiß nicht nicht so recht, wohin die Serie will. Aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht. Die bisherigen Star Trek Serien liefen alle nach dem gleichen Schema ab. Und Enterprise wurde nach nur vier Staffeln eingestellt, da dieses Crewkonzept scheinbar einfach übersättigt ist. Die Leute wollen glaube ich keine neue Crew mehr. Spannend finde ich an Discovery, dass sie jetzt scheinbar einen anderen Weg gehen.
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