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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]
bolverk:
--- Zitat von: Saffron am 11.10.2017 | 09:21 ---Nur sobald die Klingonen kommen, langweil ich mich zu Tode. Interessiert mich einfach nicht, was da passiert. Und da die Schauspieler klingonisch sprechen müssen und das (subjektiv?) total langsam geht, ziehen sich diese Szenen wie Kaugummi, und meine Gedanken schweifen sofort ab, statt die Untertitel zu lesen. Und das, obwohl ich neulich Narcos geschaut habe, eine Serie die etwa zur Hälfte in Spanisch mit Untertiteln ist. Vielleicht wird das besser, wenn die Klingonen dann irgendwann mal mit den Föderationsleuten interagieren dürfen.
--- Ende Zitat ---
Ah, das geht mir genau so. Ausgerechnet die Klingonen-Szenen sind so kraftlos, spannungsarm und laaaaangatmig, es ist zum verzweifeln.
YY:
--- Zitat von: Sashael am 11.10.2017 | 07:41 ---Ernsthaft, Haukrinn? Ernsthaft?
--- Ende Zitat ---
Ich lehne mich mal ein kleines bisschen aus dem Fenster und behaupte, Haukrinn hat sich Voyager u.A. vor diesem Hintergrund nicht angeschaut.
In ähnlicher Richtung:
--- Zitat von: Rumpel am 11.10.2017 | 08:00 ---Aller Technik- und Alien-Blödsinn ist halt Star Trek und gehört dazu.
--- Ende Zitat ---
Auch das kann man gut und schlecht aufziehen.
Knackpunkt ist da für mich vor Allem die Frage: Braucht man das in genau dieser Form, um die aktuelle Geschichte gut zu erzählen?
Ja? Dann sieh zu, dass es so weit wie möglich passt und den Rest muss die SoD machen.
Nein? Dann lass den Schrott komplett raus.
Natürlich gab es in den letzten 50 (!) Jahren Star Trek mehr als genug Mist, mit dem man alles rechtfertigen könnte, wenn man wollte.
Aber hier gilt eben nicht "Ist der Ruf erst ruiniert...", sondern das Prinzip, dass jedes Produktionsteam für sich versuchen sollte, das Beste daraus zu machen.
Das hat keine ST-Serie durchgehend geschafft, aber gerade bei Voyager hat man da komplett drauf gepfiffen und das hat man als Zuschauer deutlich gemerkt.
Hirnrissiger Blödsinn ist jedenfalls nicht der Markenkern von Star Trek :P ;)
Man muss sich umgekehrt fast schon fragen, wie Star Trek mit der Vielzahl an Fehlgriffen in dieser Richtung überhaupt jemals an seine Hardcore-Fans gekommen ist.
Ok, man hatte ja nichts früher. Und in dem Bereich, den diese Fans toll finden, hat man immer noch nichts und hatte auch zwischendrin nichts, also kann man auch bei ST bleiben...
--- Zitat von: Saffron am 11.10.2017 | 09:21 ---Und das, obwohl ich neulich Narcos geschaut habe, eine Serie die etwa zur Hälfte in Spanisch mit Untertiteln ist.
--- Ende Zitat ---
Da sprechen aber auch normale Leute Spanisch und nicht Leute mit drei Kilo Silikon im Gesicht Schlaganfall-Suaheli.
Teylen:
--- Zitat von: tartex am 10.10.2017 | 21:31 ---
--- Zitat von: Pyromancer am 10.10.2017 | 21:21 ---Finde ich nicht. Wir haben ja mit "The Orville" eine Star-Trek-Serie, die mit heller, optimistischer Grundstimmung, sympathisch(er)en Charakteren und Drehbüchern wie aus dem TNG-Mülleimer zeigt, wie man es besser machen kann.
--- Ende Zitat ---
Naja. Nach den im Telepolis-Artikel angewandten Kriterien würde The Orville genauso durchfallen.
--- Ende Zitat ---
Der Artikel wendet die Kriterien auf Discovery an, weil Discovery definitiv mehr Expanse sein will als Star Trek.
The Orville wiederum will gar nicht Expanse oder TWD-artig sein, weshalb es für einen Artikel keinen Sinn ergeben würde, die Serie damit zu vergleichen.
--- Zitat von: Der Narr am 10.10.2017 | 22:37 ---Ich sehe da ehrlich gesagt weder Expanse noch BSG und auch nicht den Versuch, eines von beiden seien zu wollen.
--- Ende Zitat ---
Die Autoren äußerten das sie es auf die Konfliktebene bzw. das Niveau von The Walking Dead heben möchten.
Im SF Genre übersetzt sich das halt in Richtung Expanse, BSG und ähnliches. Die meilenweit über TWD liegen.
Was man dann im Endprodukt merkt.
Wo sich halt das Problem ergibt das die Serie, die Utopie, notwendigerweise nicht mehr hat.
Was ich dabei schade finde, bis hin zu maximal dumm, ist die Aussage das heutzutage eine SF Serie mit Utopie nicht funktionieren kann, respektive es zwangsweise anspruchslos in der Erzählsweise und dem Inhalt wäre.
The Orville Episode 3 bot da eine bessere Geschichte und mehr Anspruch als mindestens die ersten beiden Episoden Discovery. Geht also offensichtlich.
LevArris:
Hallo Zusammen,
mein erster Post... ich bitte daher um etwas Nachsicht, falls ich irgend eine "übliche Umgangsform" nicht beherrsche ;-)
Habe vergebens nach einem Vorstellungs-Thread gesucht. Daher hier auch nicht wirklich eine umfassende Vorstellung und ich bleibe bei Star Trek. Wenn's nen geeigneten Ort für mehr gibt oder Neugier besteht, bitte ich um einen Tipp, Hinweis oder PN..
Zu meinem Star Trek - Hintergrund:
Obwohl damit aufgewachsen, gerade wieder am Durchlauf von TNG, DS9 und dann ENT (welches ich mit Ausnahme der "mehr Action hinten raus" als genial empfinde), alle Filme gesehen und auch Bücher hinter mir habe, wo man Kapitelweise Beschreibungen lesen konnte, warum ein Wesen derart gebrechlich andersartig ist, dass es sich auf einem einfachen runden Holzstab als Sitzgelegenheit rundum wohl fühlt,
... würde ich mich nicht als Trekkie bezeichnen. Schlicht, weil ich mir das alles garnicht im Detail merken kann (geschweige denn mitreden) und mich lieber am Effekt des "mit einer anderen Welt und Blickwinkel infiziert fühlens" selbst erfreue, statt dann das Haar in der Suppe zu suchen.
Vor diesem Hintergrund gefällt mir Discovery sehr gut. Und gerade die hier etwas schlecht weg kommende Folge 4. Gerade die Entwicklung mit dem Bärtierchen empfinde ich als spannend und gibt mir Hoffnung auf mehr Konflikt/Zwiespalt zwischen "Moral und Notwendigkeit".
Auch empfinde ich die Verquickung von Biologie mit Hightech nicht verkehrt. Ein viel zu wenig betrachtetes Thema. Gerade auch mit dem indirekten Nachweis des Higgs-Bosons und den damit umgebenen Theorien sind wir doch aktuell dabei, nachzuweisen, dass Hightech und Biologie fundamentale Verwandschaft auf Basis elementarer Stoffe haben. Lediglich die Ausprägung lässt uns die ersten Blicke nicht erkennen.
Oder der aktuelle Streit zwischen Musk (Neuro-Interface) vs Zuckerberg (AI) zeigt uns dies.
In sofern begrüße ich diese Thematik sehr. Auch wie das Wesen sich im "Wald" wohlfühlt ist für mich ein sehr gelungener Moment. Genauso wie sein "Leiden" zu sehen und den sich anbahnenden Konflikt (zumindest für mich) zu erahnen.
Das Klingonen endlich mal so kulturtrunken/religiös dargestellt werden, wie Worf mit seinen Verweisen auf "alte Traditionen und Liedern und Legenden" permanent andeutete, kommt mir recht. Lediglich haben Sie's für meinen Geschmack in EP04 etwas überzogen. Aktuell habe ich das Gefühl, dass man hier versucht darzustellen, wie ein religiößer Fanatiker die kampfbetonten Klingonen zu beeinflussen, was wiederum weiterer Nährboden für Worfs verweise auf die Vergangenheit sein könnte.
Ums nicht ausufern zu lassen:
Abschließen noch das kleine Gimmick, dass Musk in einer Linie mit Zev Cochrane genannt wird.
Das ließ mich zwiegespalten zurück. Ich mag es einerseits enorm, wenn Zeitgeist einzug hält. Der Immersionsschub ist bei mir da enorm.
Auf der anderen Seite, frage ich mich dann nat. auch, ob das im Kontext gerechtfertigt ist, was der Immersion wieder ein bischen entgegen geht. Insgesamt bin ich aber glaube ich demgegenüber eher positiv verortet.
Soviel erstmal zu meinem Empfinden bisher....
LG
Lichtschwerttänzer:
@LevArris
Vorstellungsthread macht hier jeder selbst einen, Willkommen.
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