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Star Trek: Discovery - 2017[SPOILER!]
Der Nârr:
Für Staffel 1 sind die Ziele doch sehr klar formuliert worden und bisher werden die verschiedenen Themen recht konsequent fortgeführt. Ich sehe hier ehrlich nicht die Parallelen zu Lost, nicht mal im Ansatz. Auch die albernen Cliffhanger sind bisher jedes Mal aufgelöst worden, daher sehe ich nicht, wo die sich verzetteln. Natürlich habe ich auch die Befürchtung, dass die sich mit jeder neuen Ankündigung total verzetteln und das hin und her geht, bis jetzt war das aber nicht der Fall. Da muss man vielleicht noch Vertrauen in die Serie entwickeln, weil man von anderen Serien zu oft enttäuscht wurde.
Wobei der Pilzantrieb natürlich nach einem psychedelischen LSD-Trip Serienfinale schreit. 20 Minuten Farbenspiel wie Burnham auf den Sporen reitet durchs Universum fliegt. Es ist voller Sterne oder so.
Kowalski:
--- Zitat von: 6 am 19.10.2017 | 07:30 ---Wurde die 2. Season denn schon von CBS/Netflix bestellt oder befinden sich die Produzenten/Autoren da im luftleeren Raum?
--- Ende Zitat ---
Bin ich der Produzent? Frag die.
Normalerweise wird eine Absichtserklärung zu zwei oder drei Seasons gemacht und, bei Mißerfolg, nach der ersten die Reißleine gezogen.
Wartet man dagegen ab, kann es sein das die Schauspieler andere Verpflichtungen haben und man die zweite Season nur mit Verzögerung drehen kann.
Als Betrachter von außen gehe ich davon aus das die Drehbücher für Season 2 schon fertig sind und die Ideen für Season 3 sich auch durch das Feedback der Zuschauer konkretisieren.
Was sie erzählen wollen ist dabei recht fest, nur das WIE, ob düsterer, freundlicher, wird sicher auch von den Zuschauerreaktionen abhängen.
--- Zitat von: 6 am 19.10.2017 | 07:30 ---Aha. "Klingonen im Fokus" in Staffel 1. Danach "wohl nicht". So so.
Das hört sich für mich aber ehrlich gesagt eher nicht nach einem fertigen Konzept an, bei dem nur noch Details angepasst werden müssen...
--- Ende Zitat ---
Genau deswegen ist der Vergleich mit der Spielleitung so angebracht.
Ich weiss normalerweise welches Thema und welche Teile ich brauche um das Abenteuer fertig zu erzählen.
Wenn die Spieler Spaß an einzelnen Details haben kann man an diesen länger und mit mehr Variationen verweilen. Wenn nicht, werfe ich ihnen die nächsten Teile des Puzzles/der Storyline vor. Wenn erhöhter Spaß am Hartwursten vorhanden ist kann man das durchaus zu eigenen Sessions ausbauen.
Wenn die Zuschauer Interaktion mit Romulanern toll finden könnte sich eine Season hauptsächlich darum drehen.
Wenn Kzin, Gorn oder die Piraten von Orion abrocken, dann kann es eine Season später mehrere Folgen geben die sich nur um sie drehen.
Und so ähnlich werden es die Produzenten der Serie auch machen. Dabei sind Kontroversen von Trekkies die bei anderen, egal ob Trekkie oder nicht, Interesse wecken durchaus mit einkalkuliert.
Wenn man es gut macht, hat man Stoff für 3 Seasons und den streckt man dann auf bis zu 5. Könner können ohne großen Fokusverlust 7 Seasons rausschinden.
Und rein theoretisch kann man nach dem ersten Erzählstrang weitere spinnen.
Wenn ein Antagonist besonders gegen den Strich der Zuschauer bürstet, kann man den aus der Versenkung hervorholen und längere Probleme bereiten lassen.
Einige Ideen, z.B. den Tardigraden als Mitglied der Brückencrew zu platzieren sind aus Kostengründen eingestampft worden.
Aber wie gesagt, vieles davon ist reine Spekulation in der Annahme das die Leute ihren Job verstehen und keine Betonköpfe oder Canon Anbeter, sonder wache, an Star Trek interessierte, Menschen sind.
--- Zitat von: Der Narr am 19.10.2017 | 10:52 ---Wobei der Pilzantrieb natürlich nach einem psychedelischen LSD-Trip Serienfinale schreit. 20 Minuten Farbenspiel wie Burnham auf den Sporen reitet durchs Universum fliegt. Es ist voller Sterne oder so.
--- Ende Zitat ---
+1 ~;D
Teylen:
--- Zitat von: 6 am 19.10.2017 | 07:30 ---Wurde die 2. Season denn schon von CBS/Netflix bestellt oder befinden sich die Produzenten/Autoren da im luftleeren Raum?
--- Ende Zitat ---
Die 2te Season wurde, den verschiedenen Quellen nach, noch nicht bestellt.
Die neuste Information, die ich finden konnte, war die folgende von Polygon:
Star Trek: Discovery’s season two negotiations going very well, producer says
--- Zitat von: Kowalski am 19.10.2017 | 10:55 ---Normalerweise wird eine Absichtserklärung zu zwei oder drei Seasons gemacht und, bei Mißerfolg, nach der ersten die Reißleine gezogen.
--- Ende Zitat ---
Die Absichtserklärungen beziehen sich normalerweise auf den vollen Umfang der Serie.
Wobei es sowohl die Absichtserklärung gibt "Solange wie es Geld reinbringt" (Supernatural) als auch "Idealerweise 7 Staffeln" (The Americans). Wenn es eine feste Absicht gibt, liegt diese, in der Regel, bei vier Staffeln und mehr. Weil nach der vierte das ganze ein nettes Paket für den Verkauf auf kleineren Netzwerken ist.
Je nach Serie und Sender erfährt man 3 bis 4 Monate nach der Staffel, ob die Serie verlängert wurden, und - wenn es mehr als eine ist - wieviele Staffeln eingekauft wurden.
Abhängig von der Serie, wird die Serie mitunter noch im Verlauf der Ausstrahlung gedreht.
Was man recht gut verfolgen kann, wenn man sich z.B. die Spoiler-Jäger rund um The Walking Dead anschaut.
--- Zitat ---Als Betrachter von außen gehe ich davon aus das die Drehbücher für Season 2 schon fertig sind und die Ideen für Season 3 sich auch durch das Feedback der Zuschauer konkretisieren.
--- Ende Zitat ---
Das würde mich als Betrachter überraschen.
Das heißt ich gehe noch nicht einmal davon aus, das man für die Folgen der Season 2, schon die jeweiligen Autoren rausgesucht und verpflichtet hat. Hinsichtlich des Feedback wird es mitunter innerhalb einer Staffel eingebaut. Wenn die Autoren dahingehend zugeneigt sind. So gibt es Serien die sich stark mit ihren Fans auseinandersetzen (SPN, TWD, Hannibal), aber auch viele denen das Feedback schon ein wenig hintenrum vorbeiwuppt. ^^;
Kowalski:
@teylen: Danke für die infos.
Da hier die Leute von TWD mitmischen (?) gehe ich davon aus das Ideen und Impulse der Zuschauer mit übernommen werden.
Folgen die mit wenig CGI oder mit CGI aus der Konserve auskommen kann man schnell und kurzfristig drehen.
Aufwendige CGI Sequenzen brauchen dagegen "viel" Zeit, d.h. zwischen Dreh der Szene und Einbau in eine Folge vergeht viel Rechenzeit und es ist auch immer noch vergleichsweise viel Budget dafür nötig.
Ich bin mir schon recht sicher das die grobe Handlung für viele Episoden der Season 2 fest steht. Was bis kurz vor Dreh, oder gar beim Dreh umgeschmissen werden kann sind Dialoge und natürlich Schnitt und Szenenfolge. Auch Nachdrehs zu einzelnen Folgen kann es geben wenn bestimmte Dialoge gar nicht funktionieren.
Damit man auch mit nur einer Season leben kann wird es sicher einen Abschluss eines der Erzählstränge am Ende von Season 1 geben.
Da würde sich der Konflikt mit den Klingonen anbieten. Den kann man dann mit einer Waffenruhe runterfahren ohne ihn komplett zu entfernen.
6:
--- Zitat von: Der Narr am 19.10.2017 | 10:52 ---Für Staffel 1 sind die Ziele doch sehr klar formuliert worden und bisher werden die verschiedenen Themen recht konsequent fortgeführt. Ich sehe hier ehrlich nicht die Parallelen zu Lost, nicht mal im Ansatz.
--- Ende Zitat ---
Staffelweise war Lost auch konsequent durchgezogen worden. Jede Staffel für sich hatte einen klaren Storybogen, auf den zugearbeitet wurde.
Das war aber doch garnicht das Thema hier.
Es ging doch darum in wie weit die weiteren Staffeln vorgeplant sind. Und da wird ja hier geträumt, dass die Macher schon an den Details von einer 3. Staffel arbeiten. Also genauso wie damals bei Lost die Fans fest davon ausgegangen sind, dass Lost komplett durchgeplant sei.
Btw. Das Ende von Lost fand ich, den Umständen entsprechend gar nicht so schlecht. Allerdings hatte ich von Anfang nicht geglaubt, dass die Serie voll durchgeplant sei.
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