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James Bond - Spectre
Trichter:
--- Zitat von: Supersöldner am 24.11.2015 | 11:24 ---Sind Bond Schurken ,,echte,, Superschurken ?
--- Ende Zitat ---
Das ist natürlich Definitionssache.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)So richtige Superkräfte haben sie nicht, aber zumindest in Spectre geht es um den Chef des Dachverbands der fiesen Bösewichte (DFB?). Das kann man als Superschurken durchgehen lassen. ;)
alexandro:
Ich fand ihn gut.
Der zweitbeste Bond (nach Casino Royal). Tolle Bilder, guter Spannungsbogen (der - trotz der Länge - durch zahlreiche Teil-Höhepunkte bei der Stange hält) und ein rapide abstruser werdender (aber durch den Aufbau immer noch glaubwürdiger) Masterplan.
Waltz spielt seine übliche Rolle (manischer Psychopath mit guten Manieren), die er mittlerweile sicherlich im Schlaf beherrscht. Das Team war gut, aber nicht allzu präsent (ich hatte gehofft dass Moneypenny gegen Ende auch ein paar Ärsche treten darf; nachdem Skyfall sie ja als krasse Agentin eingeführt hat wäre eine "Hey, dass ich jetzt hauptsächlich am Schreibtisch sitze, heißt nicht, dass ich alles von meiner Ausbildung vergessen hätte"-Szene cool gewesen). Naja, man kann nicht alles haben.
Die Referenzen auf frühere Filme sind gut gemacht und ich bin gespannt wo sich die Bond-Filme (jetzt wo dieser Handlungsbogen abgeschlossen ist) hinentwickelt.
P.S.: hätte eigentlich erwartet, dass Bautista
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)am Ende eine Melone aufsetzt. >;D
Wulfhelm:
War als Unterhaltungsfilm noch annehmbar, hat aber die klassische Messlatte "Unterhaltsam, während man im Kino war, und erst hinterher merkt man, wie dämlich der Film ist" nicht ganz geschafft.
Logikschwächen und Plot Holes im Dienste des Filmablaufs sind okay, wenn der Film es schafft, sie zu überspielen. Hier wurde ich mehrmals durch "Wait, what?"-Momente aus dem Film gerissen.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Blofeld war die größte Enttäuschung.
1.) Die persönliche Verbindung zu Bond wurde a.) im Film durch praktisch nichts aufgebaut, ergibt b.) nicht den geringsten Sinn und wurde c.) offensichtlich auf die anderen Craig-Filme rückprojiziert, ohne einen Gedanken darauf zu verwenden, wie das hätte funktionieren sollen.
2.) Blofelds Motivation ist Neid auf Bond, seinen adoptierten Bruder... und dass er offensichtlich schon als Jugendlicher ein gefährlicher Geisteskranker war, der in Behandlung gehört hätte. Schwach.
3.) Spätestens nach dem zweiten Mal, als James Bond problemlos aus einer offensichtlich unentkommbaren Situation entkommen ist, obwohl er sehenden Auges und ohne Not hineingetappt ist, konnte man Blofeld nicht mehr ernstnehmen. Einmal im Film kann man sowas machen, das ist James Bond. Dreimal ist Austin Powers.
Was mich auch enttäuscht hat, war "Mr. Hinx". Ich hätte es ja erfrischend gefunden, wenn man die Erwartungshaltung "brutaler Muskelberg, der während des ganzen Films nur ein Wort sagt", nicht bedient hätte. Und man behaupte bitte nicht, Dave Bautista könne gar nicht schauspielern - Guardians of the Galaxy hat gezeigt, dass er das zumindest in dem für einen solchen Film nötigen Maße kann.
Sashael:
Vorgestern und Gestern (weiter)gesehen und ich bin froh, dass die Ära Craig jetzt endlich vorbei ist. Und hoffentlich darf Mendez nie wieder einen Bond drehen, das hat er einfach nicht drauf.
Das einzig wirklich gute an dem Film ist die Startsequenz, die eine sehr beeindruckend lange Kamerafahrt ohne einen einzigen Schnitt zeigt. Das machte soviel Spaß, das haben wir uns beim Weitergucken nochmal gegeben, bevor wir zur eigentlich anstehenden Szene gesprungen sind.
Ansonsten? Enttäuschung pur. Belucci mit gefühlt 2,5 Minuten Screentime, Waltz entweder weit unter seinen Möglichkeiten oder (Achtung, Blasphemie) ganz einfach fehlgecastet. Landa ist halt nicht Blofeld. Das Blondchen wie immer schön passiv, damit Bond sie retten kann (die eine Szene im Zug zählt da echt nicht mehr) und die Geschichte vollkommen wirr. Der verkrampfte Versuch, die anderen Craig-Bonds zu einem Gesamtplot zu vereinen, ist für uns meilenweit fehlgeschlagen.
Der Film ließ mich wie alle Craig-Bonds mit einem schalen Geschmack zurück. Keine Ahnung, wer auf diesen Realismustick verfallen ist, aber für uns funktioniert er mit James Bond nicht. Da waren Kingsmen und MI:Rogue Nation irgendwie die besseren "Bonds".
Chruschtschow:
Ich habe Spaß gehabt. Aber ich fand die Craig-Bonds allesamt ganz ansprechend. Die drückten allesamt für mich die richtigen Knöpfe. Waltz? Gegen Gerd Fröbe stinken eh alle Bondbösewichte ab. Und was die Sinnhaftigkeit des ganzen Films angeht, gab es bislang nicht einen Bond, bei dem ich Anspruch auf Tiefgang und Konsistenz hätte. Mal im Ernst, es ist James Bond. Die Filme sind eher Superheldenmovies als Agententhriller...
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