Medien & Phantastik > Lesen
Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Antariuk:
--- Zitat von: YY am 11.11.2015 | 17:16 ---Dazu auch:
Keiner von uns hat die Filme gemacht. Einige finden sie aus diversen Gründen schlecht, und dafür spielt es keine Rolle, wie vielen anderen sie wie sehr gefallen oder wie sinnvoll die Produzenten hinsichtlich ihrer Gewinnmaximierung dabei vorgegangen sind.
--- Ende Zitat ---
Wobei es manchmal schon so klingt als wenn sie die Filme schlecht finden eben weil sie allgemein populär sind. Kulturpessimismus ist immer noch schwer in Mode ;)
Ich selbst finde die Panem Filme leider auch zu handzahm und hätte mir gewünscht dass die etwas düsterer als die Romanvorlage ausfallen und gerne auch mal vom Plot abweichen (ein bißchen wie der dritte Harry Potter Film vielleicht?). So bleibt es für mich bei Popcornkino für zwischendurch wo ich nicht traurig bin wenn ich es erst 1 Jahr später auf Scheibe sehe.
Thandbar:
--- Zitat von: Antariuk am 12.11.2015 | 00:29 ---Wobei es manchmal schon so klingt als wenn sie die Filme schlecht finden eben weil sie allgemein populär sind. Kulturpessimismus ist immer noch schwer in Mode ;)
--- Ende Zitat ---
Ich denke schon, dass die Tribute von Panem durch und durch "Mainstream" sind, aber es ist doch interessant, dass so - ich sag mal frech: klassenkämpferische - Filme wie Panem, Elysium, Snowpiercer etc. heute so leicht diesen Status erreichen können.
Interessant gegenüber "Running Man" ist, meiner Meinung nach, dass die Tribute von Panem zeigen, dass es gar nicht so einfach möglich ist, die Ebene der Inszenierung zu verlassen. Schwarzenegger kann den Showmaster killen, und er zerstört damit im gleichen Augenblick die Propagandamaschine selbst. Katniss kann das nicht. Sie hat nur die Wahl, von welcher Seite sie sich zu welcher Art von Johanna von Orléans aufbauschen lassen möchte.
Ich kenne die Panem-Welt nur sehr oberflächlich und nur durch die Filme, aber was ich ziemlich gut finde ist, dass es eben nicht nur darum geht, dass das blöde Volk durch martialische Unterhaltung bei Laune gehalten wird. Für die Bewohner der meisten Distrikte sind die Hungerspiele ja kein Spaß, sondern eine Einübung von Ohnmacht. Es wird den Leuten gezeigt, dass die herrschende Gewalt ihnen alles nehmen kann - auch ihre Kinder -, und dass in einer solchen Welt keine Allianz zwischen den ökonomisch benachteiligten Distrikten möglich ist, da sie doch stellvertretend in der Arena sich gegenseitig zerfleischen.
Diese ganzen Aussagen in einem All-Age-Mainstream-Film unterzubringen ist in meinen Augen schon beachtlich, und deshalb finde ich Panem bisher besser als die Harry-Potter-Reihe (gegen deren Magiesystem ich übrigens immer zu nerdragen anfange, wenn man mich drauf anspricht ;)).
Jiba:
Danke Thandbar, same here.
Und danke für alles, was du davor gesagt hast: Nicht jeder Roman kann und muss eine Weltsimulation sein, damit er funktioniert... und ich gehe so weit zu sagen: Die wenigsten sind es, selbst innerhalb der großen Kanon-Literatur nicht.
Gorbag:
Also ich muss gestehen, die Welt von Panem war für mich nie das Problem an der Serie. Klar funktioniert sie nicht, aber das ist eigentlich relativ unerheblich für die Geschichte die die Bücher erzählen sollen und fällt bestenfalls unter "Beiwerk".
Der folgende Text kann euch milde den letzten Film spoilern, aber wer den Trailer kennt, dürfte sicher sein.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Was mich an der Reihe viel mehr gestört hat, war der dritte Band (vierte Film). Ich habe mich sooooo sehr auf das Revolutionsszenario gefreut. Nicht das die Spiele in 1 und 2 schlecht waren, das waren damals gute Settings, aber die Revolution versprach eben der krönende Höhepunkt zu werden und sie wurde ja lange genug aufgebaut und was passiert? Wir bekommen die selbe Hunger Games Kacke ein drittes mal serviert nur dieses mal in der Geschmacksrichtung Stadtkampf. Das war so der Moment, der mir den Abschluss der Serie ruiniert hat. Vor allem weil es am Anfang doch so aussah als würde man hier den Krieg Volk gegen Kapitol ganz klassisch zu sehen bekommen und dann rennen alle nur Stundenlang in der Stadt rum und versuchen Fallen auszuweichen, die anscheinend von den letzten Hunger Games über sind.
Lichtschwerttänzer:
Stadtkampf, Minen, Booby Traps usw
Capitol scheint nicht sehr viele Security Kampfeinheiten zu haben, macht also Sinn und die Rebellen keine Artillerie, müssen also die Armen Teufel ran und da sie keine Erfahrung / Ahnung haben bzw keine Besatzung da ist benutzen sie die Straßen...
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln