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Frostgreifer
Ucalegon:
Keine Ahnung ob dir das hilft, aber deine Beschreibung mit den wachsenden Eisbergen erinnert mich an Absolution Gap von Alastair Reynolds.
Da gibt es sog. cryo-arithmetic engines.
Die Bedrohung entspricht bei Reynolds dem was Pyro sagt: Dinge oder Wesen, die physikalische Gesetze verletzen sind scaaary.
Chiarina:
Ich grübele ja leider immer noch ein wenig über die Frage, inwieweit meine Frostgreifer "nicht gehen".
--- Zitat von: Pyromancer ---Ihre Existenz widerspricht dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik
--- Ende Zitat ---
Dieser Satz besagt, dass unterschiedliche Temperaturen dazu tendieren, sich aneinander anzugleichen, richtig? Ich bin ziemlich am schwimmen, aber wenn ich das richtig verstanden habe, fehlt meinen Frostgreifern damit also eine Art Energiezufuhr (so etwas wie Nahrungsaufnahme), die dann erst den Wärmeaustausch ermöglicht. Korrekt?
Wenn die nicht erforderlich ist, dann hätte ich wahrscheinlich in der Tat so eine Art perpetuum mobile.
Von mir aus muss das nicht sein. Die Dinger können also durchaus in irgendeiner Art und Weise einen Stoffwechsel besitzen. Ursprünglich bin ich mit meiner So-bizarr-wie-möglich-Vorgabe mal davon ausgegangen, dass eben das - Wärme-aufnehmen-und-Kälte-abgeben - der Stoffwechsel ist. Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob das haltbar ist.
(@ Ucalegon: Liest sich ganz lustig, dein Link. Da geht es aber nicht um Lebewesen, oder? Verstehen werde ich das so restlos wahrscheinlich nie, weil ich schon gar keine Ahnung von Quantenphysik habe.)
Pyromancer:
Das Knackpunkt an deiner Idee ist, dass du eine Wärmesenke brauchst. Zwei Vorschläge habe weiter oben ja schon gemacht. Das eine wäre eine andere Dimension/der Hyperraum/o.ä. (aka Technobabbel, aka Magie).
Das andere, und so würde ich es wahrscheinlich machen, wenn ich auf das total Fremdartige abheben wollte: Einfach beschreiben, und wenn dann der physik-kundige Spieler am Tisch einwirft: "Aber das widerspricht doch dem zweiten Hauptsatz!!!", dann schaue ich ihn mit großen Augen an, nicke langsam und antworte bedeutungsschwanger: "JA."
(Alternativ, wenn du keinen physik-kundigen Spieler hast: Lampshading betreiben und einen NSC-Wissenschaftler erklären lassen, dass diese Wesen den Gesetzen der Physik widersprechen und eigentlich nicht existieren dürften.)
Details hängen aber auch von den anderen Rahmenbedingungen deiner Spielwelt ab. Wenn es Schneller-als-Licht-Reisen gibt, dann ist es eh kein hard scifi mehr. Hast du Energieschilde, Strahlenwaffen, Psioniker, Antigrav, etc., dann fällt eine weitere kleine Verletzung der Gesetze der Physik vielleicht auch gar nicht auf.
(Und persönlich hab ich mit der Existenz von PMs selbst in hardish scifi Szenarien auch gar kein Problem.)
Chiarina:
--- Zitat von: Wikipedia ---Eine Wärmesenke ist ein räumlich begrenzter Bereich oder Körper, der die in ihm gespeicherte oder zugeführte thermische Energie an ein angrenzendes Medium abgibt. Angrenzende Medien können feste Gegenstände, Flüssigkeiten oder Gase sein.[
--- Ende Zitat ---
Und warum brauche ich dafür eine andere Dimension? Der begrenzte Bereich ist die Kreatur selbst. Das angrenzende Medium ist die Luft oder von mir aus auch der Eisberg. Ich weiß immer noch nicht, wo das Problem ist.
Pyromancer:
Was mit Echtwelt-Physik passieren würde: Wenn die Wärme im Inneren des Frostgreifers nirgendwohin abgeleitet werden kann, dann heizt sich der Frostgreifer immer weiter auf, bis er irgendwann (hier: ziemlich schnell) mehr Wärme abstrahlt, als er der Umgebung entziehen kann. Die Differenz zwischen der der Umgebung entzogenen und an die Umgebung wieder abgegebenen Wärme wird umso größer, je höher der Temperatur-Unterschied zwischen Innerem und Umgebung ist. D.h. das Konzept, dass die Frostgreifer ihre Umwelt im Endeffekt kälter machen, ist mit Echtwelt-Physik nicht umsetzbar. Alles, was etwas tut, heizt!
Als Gesamtsystem betrachtet heizen auch Wärmepumpen-Heizungen ihre Umgebung auf. Die Wärme, die punktuell irgendwo entzogen wird, wird (+der Abwärme der Wärmepumpe) großflächig über die Gebäudefassade abgestrahlt, bzw. über Wärmeleitung und Konvektion (Lüften) an die Umgebung abgegeben.
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