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Star Trek Beyond

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Irian:
Da wurde wohl was misverstanden: Die Ausrede ist nicht "Es ist SciFi", sondern "Es ist SciFi mit so vielen extremen Kritikpunkten, die man nennen kann, da ist ein unpassender Akzent des 20 Jahrhunderts eine sehr merkwürdige Priorität."

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: 1of3 am 31.07.2016 | 13:41 ---Das dürfte der Punkt sein. So jemand würde heute nicht ranghoher Offizier im Militär.

--- Ende Zitat ---
Starfleet war auch gerade mal mildly Military, very mildly at best

Yerho:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 31.07.2016 | 13:20 ---Picard war Entdecker und Diplomat, Soldat war er nicht.
--- Ende Zitat ---

Hier geht hier nicht um Soldat oder Nicht-Soldat. Kirk in der neuen Iteration ist ebenso wenig oder ebenso so sehr Soldat wie Kirk in der alten Iteration oder wie sämtlichen anderen Commander der Enterprise. Der wesentliche erzählerische Merkmal von Star Trek ist doch, dass die Charaktere kämpfen können, wenn sie es müssen, aber es nicht unbedingt darauf anlegen und - je nach *persönlichen* Temperament der jeweiligen Figur - unterschiedlich lange versuchen, andere Optionen auszuloten oder den unvermeidlichen Waffengang zumindest zu begrenzen. Die Erzählweise von Star Trek räumte ihnen dafür auch sehr lange Zeit vielfältige Möglichkeiten ein.

Das neue Star Trek lässt seinen Charakteren nicht die Wahl. Selbst wenn es allesamt Clone von Picard wären, die Stoffe sind so konstruiert, dass sie auch Picard keinen anderen Ausweg mehr gelassen hätten. Genau das ist es ja, was mich stört.
Alle weiteren Aspekte, nämlich die sich wiederholenden Merkmale der Antagonisten, sind daher gewissermaßen nur Symptome: Es ist *gewollt*, dass der absolute Konflikt die einzige Option ist, deshalb braucht man Widersacher, mit denen man nicht verhandeln oder die man nicht mit kontrollierter Gewaltanwendung handlungsunfähig machen kann - es *müssen* Fanatiker, Psychopathen oder am besten alles zugleich sein, damit sie als Rechtfertigung herhalten können, sie mit aller Gewalt bis zu deren Tod zu bekämpfen. Damit scheidet auch aus, dass die neue Crew jemals mit etwas umgehen müsste, was eher eine unpersönliche Naturgewalt ist als ein Feindbild mit hässlicher Fratze, weil man Naturgewalten nicht mit Phasern und Fäusten beikommt, sondern nach Auslösern und komplexeren Problemlösungen suchen muss.

Isegrim:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 31.07.2016 | 13:20 ---Picard war Entdecker und Diplomat, Soldat war er nicht.

--- Ende Zitat ---

Ähmm, das waren alle Star Trek-Captains bisher. Dennoch nahmen sie auch die Funktion von Soldaten war. Eine rein militärische Raumflotte hat die Föderation halt nicht. Bis zur Indienststellung der Defiant hatte die nicht mal rein militärische Schiffe.

Danke an Buddy Fantomas an die ausführlichen Kritiken. Star Trek war immer ein Spiegel seiner Zeit, auch wenn es die Verhältnisse hinterfragte. Diesem Hinterfragen mangelt es dem "neuen Star Trek" offensichtlich.

Antariuk:

--- Zitat von: Irian am 31.07.2016 | 13:51 ---Da wurde wohl was misverstanden: Die Ausrede ist nicht "Es ist SciFi", sondern "Es ist SciFi mit so vielen extremen Kritikpunkten, die man nennen kann, da ist ein unpassender Akzent des 20 Jahrhunderts eine sehr merkwürdige Priorität."

--- Ende Zitat ---

Da Filme ihre Inhalte zu einem nicht unerheblichen Teil über Dialoge vermitteln, empfinde ich das genau andersherum. Sowas bewerte ich noch lange bevor es an inhaltliche Kritik geht.

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