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Star Trek Beyond
Lichtschwerttänzer:
So gewaltlos waren weder die Film(Ausgenommen der 1 Film und der mit den Walen) noch TOS, Picards Mind Set ist das eines Entdeckers und Diplomaten, Kirk war auch ein Soldat vom Mind Set her.
Nero war beyond the Pale, Starfleet hatte es friedlich versucht..., gegen Khan agierten Kirk und Co mit Minimalgewalt bis er Spock so richtig wütend machte
YY:
--- Zitat von: Antariuk am 31.07.2016 | 15:03 ---Da Filme ihre Inhalte zu einem nicht unerheblichen Teil über Dialoge vermitteln, empfinde ich das genau andersherum.
--- Ende Zitat ---
Gerade deswegen ist das ein sehr schmaler Grat.
Mit "korrekten" bzw. plausiblen Änderungen in der Alltagssprache wird das schnell unverständlich und man hat als Filmemacher nichts gewonnen.
So was kann als Alleinstellungsmerkmal wie bei Gibsons Jesus-Film oder Apocalypto funktionieren, aber es hat ja seinen Grund, warum in historischen Filmen i.d.R. modernes Englisch bzw. Deutsch gesprochen wird ;)
Kleinere Redewendungen und so was wie bei Firefly können da durchaus zur Atmosphäre beitragen, aber wer würde ernsthaft eine SF-Serie oder einen Film mit unverständlichen Dialogen schauen, die nur deswegen untertitelt sind, weil man als heutiger Mensch die Menschen in der Zukunft eben nicht versteht?
Bevor man "berechtigt" wäre, mit so was anzufangen, müssten ganz andere Sachen auf den Plausbilitätsprüfstand.
--- Zitat von: Buddy Fantomas am 31.07.2016 | 13:04 ---Sicherlich war es manchmal schräg, wenn beispielsweise ein Jean-Luc Picard auch in eindeutigster Lage noch seine höchsten, selbst für extreme Moralisten noch übertriebenen Prinzipien angelegt hat, die ein heutiger Captain eines (quasi-militärischen) Schiffs weder in dem Maße haben, noch in vergleichbaren Situationen anlegen würde.
--- Ende Zitat ---
+
--- Zitat von: 1of3 am 31.07.2016 | 13:41 ---Das dürfte der Punkt sein. So jemand würde heute nicht ranghoher Offizier im Militär.
--- Ende Zitat ---
Dass so jemand heute nicht ranghoher Offizier würde, sei mal dahingestellt - es werden noch ganz andere Vögel Offizier, bei denen man viel grundlegendere Sachen kritisieren kann als ihre Prinzipientreue...
Und wenn man mal die NATO-Perspektive verlässt und sich anschaut, was der restliche Teil des Planeten so fabriziert - da gibts Leute, die gibts gar nicht.
Picard hat über weite Strecken den Riesenvorteil, dass seine Haltung mit den Vorschriften übereinstimmt oder zumindest von ihnen gedeckt wird. Da wird ein James Kirk wohl viel mehr "schöngeschrieben" haben in seinen Berichten... ;)
Kirk und Picard gemeinsam ist, dass sie extrem selten von ihrem etablierten Muster abweichen.
Ein Ben Sisko agierte dagegen viel pragmatischer und flexibler - oft aus dem Bauch heraus entscheidend - nach der Maxime "Der Erfolg gibt mir Recht".
Daran musste man sich erst einmal gewöhnen.
Bei Sisko hat es allerdings für den Betrachter funktioniert, während das prinzipiell Gleiche bei Janeway zu völliger Beliebigkeit verkam und den Charakter inkompetent und unsympathisch wirken ließ.
Insgesamt scheint Starfleet jedenfalls ein Laden zu sein, der seinen Leuten deutlich mehr zutraut und sie mal machen lässt, als das heute in vergleichbaren bzw. vergleichbar großen Organisationen der Fall ist.
Das ist natürlich auch den Rahmenbedingungen geschuldet.
Bis auf die wenigen Ausnahmen, wo diese Rahmenbedingungen aus Ploterfordernissen außer Kraft gesetzt werden und das Sternenflottenkommando dem jeweiligen Captain in Echtzeit im Nacken sitzt...
--- Zitat von: Isegrim am 31.07.2016 | 14:16 ---Danke an Buddy Fantomas an die ausführlichen Kritiken. Star Trek war immer ein Spiegel seiner Zeit, auch wenn es die Verhältnisse hinterfragte. Diesem Hinterfragen mangelt es dem "neuen Star Trek" offensichtlich.
--- Ende Zitat ---
Ja, schöner Beitrag.
Wie Fantomas selbst schrieb, gilt das auch für die alten Kinofilme im Vergleich zu den Serien nur bedingt, aber viele der besseren ST-Filme sind eben kein geradliniges "slugfest", auch wenn es teils ordentlich zur Sache geht.
Und damit zurück zu Beyond:
Beyond ist - wie die anderen neuen ST-Filme - ironischerweise gerade in der Hinsicht ein Spiegel seiner Zeit (speziell im Filmgeschäft), als dass er sich eben nicht mit tiefergehenden Fragestellungen beschäftigt, völlig oberflächlich bleibt und auf Sicherheit spielt.
Das macht die Aussage des Regisseurs ziemlich paradox: Man wollte Risiken eingehen - unterm Strich ist man das "Risiko" eingegangen, (noch weiter) von alten ST-Tugenden abzuweichen und den Film mehr zu machen wie andere aktuelle Filme abseits des ST-Franchise.
Völlig risikoscheu war man dagegen bei den ganzen Zitaten und Verweisen auf die Originalserie und den Rest des ST-Universums, weil man damit geschenkte Zustimmung ernten kann.
Wie seit Beginn der Reboots bin ich mir auch heute nicht sicher, ob es überhaupt eine Gruppe von Machern gäbe, denen ich "richtiges" Star Trek, d.h. mit den alten inhaltlichen Schwerpunkten, zutrauen würde (das war ja damals schon ein ziemliches Glücksspiel, was das Endprodukt anging).
Insofern war ich eigentlich darauf eingestellt, wie gehabt ein Werk vorzufinden, das zwar etwas Neues sein will, sich dabei aber natürlich nicht von den Vorgängern lösen, sondern nur mit deren Vermächtnis spielen kann, sei das in Form von direkten Zitaten, kleinen Änderungen oder Aspekten, die komplett ins Gegenteil verkehrt werden.
Während das bei den ersten beiden Filmen aber noch einigermaßen funktioniert, kam mir Beyond völlig uninspiriert vor.
Die Dramaturgie war mehr als verpeilt und selbst die in den Vorgängern passende Chemie zwischen den Charakteren war weitgehend daneben.
Das war z.B. das erste Mal, dass mir das Duo Spock und McCoy richtig auf den Zeiger ging, weil ihre Kabbeleien auf mich so lieblos runtergespult wirkten.
Was blieb, waren flache Witze, Action um der Action willen (und die dann noch nicht mal sonderlich schön umgesetzt), viel bunte Technik, die vor Allem die Frage aufwirft, warum das überhaupt da ist und der eine oder andere Metaebenen-Druck auf die Tränendrüse.
Kowalski:
--- Zitat von: Buddy Fantomas am 31.07.2016 | 13:04 ---Das neue Star Trek lässt das alles vermissen. Gut, bisher sind es Kinofilme, keine Serien, und auch die früheren Kinofilme haben Situationen, Sachverhalte und das Gefühlsleben der Figuren gestrafft, um eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, denn schließlich muss sich eine Sache auch verkaufen, damit man sie fortführen kann. Trotzdem haben sich frühere Filme (Selbst diejenigen, die schon recht deutlich auf Action getrimmt waren ...) immer noch die Zeit genommen, wenigstens kleine Momente des Abwägens aufzuwerfen und die unterschiedlichen Charaktere Dinge so machen zu lassen, wie es ihrem Wesen entspricht. Das neue Star Trek wägt nichts ab und die Crewmitglieder bringen nur ihre spezifischen Fertigkeiten, nicht aber unterschiedliche Sichtweisen ein - wie auch, sie haben ja keine mehr.
--- Ende Zitat ---
Hmm? Ich sehe in Spock immer noch ein Gegengewicht zu Kirk und Kirk hört auf dieses Gegengewicht.
Man wird, im Gegensatz zum Nimoy Spock mit weniger schwadronieren gelangweilt.
Mir kam die menschliche Seite von Spock in TOS immer zu kurz.
Die Ambivalenz haben sie in dem Reboot aber super zum Ausdruck gebracht.
--- Zitat von: Buddy Fantomas am 31.07.2016 | 13:04 ---Um ein zuvor gebrachtes Argument einmal anders anzubringen: Es ist Science Fiction. Da darf man erwarten, dass Dinge anders sind, nicht aber, dass sie so sind wie bekannt oder erwartet. Wenn etwas nicht sofort verständlich ist, dann hat Science Fiction schon einmal eine ihrer Zwecke erfüllt, nämlich den, Fragen aufzuwerfen. Diese auch zu beantworten ist nicht Aufgabe der Science Fiction, sondern die des Zuschauers. Es ist eine Herausforderung an das handwerkliche Geschick des Erzählers, dem Publikum das Verständnis der Frage zu ermöglichen und eventuell ein paar Lösungswege anzubieten, nicht aber die Frage zu beantworten - denn auf dem Gipfel dessen, was Science Fiction ausmacht, kennt der Erzähler die Antwort selbst nicht.
Generell sollte sich jeder genau überlegen, ob er damit argumentieren möchte, dass etwas Science Fiction ist. Wenn man eigentlich die Integrität dessen verteidigen möchte, was über die Leinwand geht, könnte man sogar zu dem Schluss kommen, dass es gar keine Science Fiction ist, sondern - beispielsweise - Fantasy mit Raumschiffen. Das macht es nicht schlecht, aber das Argument hat sich selbst ad absurdum geführt. Das nur allzu oft fahrlässig vergebene Label "Science Fiction" taugt weniger zur Rechtfertigung von Implausibilitäten, als dass es zu einer Tiefe verpflichtet, die das fragliche Werk allzu oft gar nicht besitzt, ungeachtet dessen, ob das so gewollt ist oder nicht.
--- Ende Zitat ---
Hmm. Es ist Science Fiction und die ist anderes geraten als es Dir vorschwebt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Fiktion. Das Science an Sci-Fi soll einem nur die Geschichte ermöglichen.
Egal. Mal wieder viele Worte um ein "Mir gefällt es nicht" auszudrücken.
Und das ist einfach Geschmackssache.
Issi:
Ich fand die ersten beiden "neuen" Star Trek Filme sehr gelungen.(Note 1-2) Bei diesem fehlte mir irgendetwas(Note 3). Es lag nicht an den Schauspielern sondern an der Storyline. Der Spannungsaufbau war mäßig und der Bösewicht irgendwie zu platt. Ich konnte emotional zu ihm keine "Beziehung" aufbauen. Der Planet und die komischen "Viecher" darauf waren mir egal. Man hat zuwenig über sie erfahren. Erst am Ende.
Vielleicht hat man den Film auch "zerschnitten".
Wäre mir in der Special Edition vielleicht nicht so gegangen, wer weiß.
Schade eigentlich, bei den ersten Filmen war ich begeistert. Fand sie viel besser als die alten mit Piccard
Vash the stampede:
Ich empfand den Film als solide. Wobei der Plan/die Motivation/etc des Gegners selten blöde ist, hat sie mich beim Schauen zum Glück nicht getört. Der Rest ist pew pew.
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