Pen & Paper - Spielsysteme > Weitere Pen & Paper Systeme
[Überzeugt mich von] Burning Wheel
Achamanian:
Jetzt ist mein Interesse daran auch wieder geweckt, so ein Mist!
Was Praion beschreibt, klingt tatsächlich sehr spannend, und die Gratis-Kurzfassung bei Drive-Thru erscheint mir auch sehr viel verständlicher als das Dreierpack der alten Regeln (das ich hatte und verkauft habe, weil ich beim ersteb Leseversuch irgendwie nur "Draußen Bleiben!"-Schilder gesehen habe).
Wahrscheinlich wäre es für mich insofern passender als Fate, als das mich da das Hantieren mit den vielen Aspekten (nicht nur der SC, sondern auch der NSC und der Situation) stört. Da scheint BW ja doch etwas überschaubarer zu sein, bzw. die Mechanik ist stärker auf die Persönlichkeit der SC fokussiert. Außerdem gefällt mir der von Praion beschriebene Ansatz, dass man auch und gerade für's Brechen mit seinen Beliefs belohnt wird - das ist ja der Punkt, an dem üblicherweise erst richtig Charakterdrama aufkommt, und Fate bietet das tatsächlich so nicht, sondern forciert eher das Spielen von Pulp-Helden, die sich und den Erwartungen treu bleiben.
Andererseits schwirrt mir bei der Lektüre der Erfahrungsregeln der Kopf, und ehrlich gesagt ist mir jedes Spiel, das eigene Regeln für "Mounted Combat" braucht, schon ein bisschen suspekt ...
Praion:
Mounted Combat Regeln sind für die da die da richtig tief reinsteigern wollen. Das ist so eines der sehr optionalen Regelgebiete.
Sonst? Linked Reiten-Probe um das Tier in die Schlacht zu lenken, fertig.
Alle Subsysteme in BW lassen sich durch einfache und gelinkte Proben ersetzen. Man kann mit den ersten 80 Seiten ohne Probleme für lange Zeit spielen. Würde ich sogar emfehlen. Subsysteme kann man dann nach und nach zuschalten.
Chan:
Ich kann das nur unterschreiben, was praion sagt.
Der Kompromiss im Duel of wits ist sehr genial. Es treibt die Story voran und sorgt für einen Ausgang, der nicht vorgesehen war.
Ich hab das Spiel durch praion kennengelernt und schätzen gelernt. Es verändert die Wahrnehmung von Charakterzielen im Rollenspiel sehr.
Zum leiten gibt es einen schönen Ratgeber im Spiel. Ähnlich wie bei powered by the Apocalypse gibt es Aufgaben für Leiter und Spieler.
Es stimmt, dass das Spiel für Kampagnespiel ausgelegt ist und da auch am besten funktioniert.
aikar:
Ich schau mir gerade das Video an. Das System klang wirklich genial...bis er zum Kampf/Konflikt gekommen ist.
Ich fühl mich erschlagen.
Der Nârr:
Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass man ja auch nur mit den 80 Seiten spielen kann.
Also ich sehe das so: Ich kann auch ganz ohne BW spielen ;).
Entweder sind also diese 80 Seiten schon so verdammt gut (überzeugt mich!), dass ich den Rest wirklich nicht brauche. Dann weiß ich nicht, wieso man nach den 80 Seiten nicht aufgehört hat. Der Kram ist ja wohl aus einem Grund im Regelwerk.
Oder es ist eben doch der Rest, der das Spiel erst so richtig gut macht.
Dass ich nämlich einfach die Lernkurve flacher halten kann, indem ich nicht gleich mit der vollen Breitseite einsteige, setze ich bei jedem Rollenspiel voraus - das macht BW nicht speziell. Da muss also mehr hinter stecken, als nur die Lernkurve angenehmer zu gestalten.
Was ich dem entnehme, ist, dass die Verzahnung zumindest gut gelungen ist, bzw. dass die Subsysteme für sich autark sind und ich daher ein Subsystem aktivieren kann, ohne dass das gleich Probleme macht, weil ich ein anderes Subsystem nicht aktiviert habe.
Zum Beispiel kann man in DSA4 auf Reichweiten-Regeln (Distanzklassen) im Kampf verzichten, dann verschiebt sich aber komplett das Balancing der Kampffertigkeiten und Waffen. So wie es beschrieben wird, würde ich davon ausgehen, dass es in BW nicht passieren kann – ich meinen Charakter also nur auf Basis der 80 Seiten gestalten kann und wenn der SL dann ein Subsystem aktiviert verändert sich mein Charakter nicht, sondern der ist immer noch genauso, wie ich ihn haben wollte und ihn mir vorstelle und nur weil das Subsystem aktiviert wurde, verändert sich nicht die Beziehung zu anderen Subsystemen?
Also wenn z.B. komplexe Kampfregeln aktiviert werden, sind auf Kampf fokussierte Charaktere nicht im Vorteil, weil jeder immer noch genauso gut oder brauchbar im Kampf ist. Man widmet dem nun nur mehr Aufmerksamkeit?
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln