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Findungshilfe für das nächste System
Weltengeist:
--- Zitat von: Muuta am 11.01.2016 | 14:29 ---Dankeschön für die Antworten. Hrm ich dachte tatsächlich das HEX auch Steampunk ist, und das ehrlich gesagt nur durch die Hohlwelt-Theorie. Ich denk ich muss mir echt da ein zwei drei Runden ansehen auf Cons oder dergleichen um das dann mal zu entscheiden =/
--- Ende Zitat ---
Ich verlinke dazu immer gerne dieses Fanvideo - das gibt die Idee von HEX (bei allen handwerklichen Mängeln) ganz gut wieder und hat meine Gruppe sofort dazu gebracht, "Das wollen wir spielen!" zu rufen.
LushWoods:
Ich persönlich finde Ubiquity fühlt sich im positiven Sinne an wie Savage Worlds, falls du das kennst.
Hat im Grunde einen Action orientierten, etwas pulpigen Geschmack und eignet sich gut für Settings die auch in diese Richtung gehen.
Allerdings finde ich das Ubiquity etwas flüssiger läuft.
Das FFG Star Wars ist recht speziell vom System her.
Die meisten lieben es, wir sind nur schlecht damit zurecht gekommen.
Was viele als inspirierend dabei empfingen, war für uns behindernd.
Die Bücher an sich sind großartig aufgemacht, die FFG Politik mehrere GRWs rauszubringen, empfinde ich als unverschämt. Reine Geldmacherei.
Deep_Impact:
--- Zitat von: LushWoods am 12.01.2016 | 08:02 ---Ich persönlich finde Ubiquity fühlt sich im positiven Sinne an wie Savage Worlds, falls du das kennst.
--- Ende Zitat ---
Das würde ich so unterschreiben. Ubiquity vermittelt aber eine besseres Gefühl von Kompetenz, auch weil es auf diese unsäglichen (und schwer zu interpretierenden) explosiven Würfel verzichtet. Insgesamt gefällt mir Ubi... deutlich besser als Savage Worlds.
SW:EotE hat eltiche Schwächen und Macken. Ich glaube aber immer noch, dass es spielbar ist, wenn man sich drauf einläßt und sich nicht zu sehr von den Würfeln leiten läßt. Manchmal ist es einfach egal, wie viele Vorteile ich erreicht habe, das muß nicht immer in die Geschichte einfließen. Den Raumkampf sollte man wirklich als abstraktes Konstrukt verstehen, das hat keinen Anspruch auf Simulation. Ich fand es viel schwieriger mit SW:EotE eine wirklich vom Metaplot abgekoppelte Geschichte zu erzählen. Star Wars ist mit seinem Universum einfach zu übermächtig. Strenggenommen ist Der Rand des Imperium eigentlich wie eine Traveller-Schmuggler-Kampagne zu spielen, aber dann kann ich auf den Star-Wars-Prefix auch verzichten.
HEXer:
Moinsen Muuta,
Gratulation zur Auswahl zweier Ubiquity-Regelwerke. :) Ich stimme den anderen zu, dass es vom Gefühl her ein wenig richtung Savage Worlds geht, allerdings deutlich runder und schneller ist. Ich glaube allerdings, dass es durchaus auch taugt, um ernstere Settings zu spielen, denn es hat einige einfache, vom System her vorgesehene Stellschrauben, mit denen du den heroischen Pulp-Faktor bestimmst. Und dann ist es plötzlich vom Gefühl her sehr wie WoD oder SR. Ubiquity deckt ein wie ich finde sehr breites Spektrum an Spielstilen ab.
Muss es auf Deutsch sein? Mein letzter Stand ist, dass Uhrwerk noch nicht sicher war, ob der fünfte Band von HEX auch auf deutsch erscheinen wird. Auf Englisch ist der jetzt aber schon ne Weile draußen und eigentlich sind Setting und Regelwerk damit ziemlich komplett. Sicher kann da noch mehr erscheinen, aber es fühlt sich nicht an, als fehle da noch etwas (hab den Mars-Band allerdings immernoch nicht ganz durch). Generell finde ich es einen Vorteil von HEX, dass es quasi in der realen Welt spielt. Mit den drei Grundbüchern und Wikipedia hast du jahrzehntelang Material - und der Anschaffungspreis ist echt überschaubar!
Ganz anders verhält es sich da meiner Meinung nach mit FFG's Star Wars: Da ist nicht bloss das Grundregelwerk reine Geldschneiderei, sondern das gesamte RPG ist reines Merchandising Gemelkt übelster Sorte. Ich bin ja auch ganz gerne mal Fanboy, aber das ging mir echt drei Nummern zu weit. Und dann ist da noch der Faktor, dass das neue Star Wars RPG trotz allen Marketing-Hypes stark an Rolemaster mit Tabellen in Würfelform erinnert...
...wenn du nicht auf Deutsch bestehst, gibt es für Ubiquity übrigens auch noch Leagues fo Adventure, welches mehr Streampunk Elemente drin hat. Einige finden es nicht so gut geschrieben, aber wenn du hauptsächlich Regeln, Ausrüstung etc. für was viktorianisches oder steampunkiges suchst, wäre das evtl. auch interessant. Und in der Schiene wird es demnächst noch eine "Leagues of Gothic Horror" Reihe geben mit einer Handvoll Supplements, auch von Triple Ace Games.
Ludovico:
Erstmal zu den Settings:
Space 1889 ist ein quasi-historisches Setting mit einigen aber sehr dezenten Steampunk-Elementen (wie etwa eine Schiffseisenbahnlinie statt Panamakanal) und Raumfahrt. Die Autoren Man kann es pulpig oder auch sehr ernst spielen. Die Autoren versuchten zudem, sich recht stark an die echte Historie zu halten.
Meiner Meinung nach ist es ein großartiges Spiel, sehr liebevoll und detailliert geschrieben.
Es ist ein rein deutsches Rollenspiel, dass von Uhrwerk produziert wird. Eine englische Version ist nach einem erfolgreichen Kickstarter auch erhältlich.
HEX ist um einiges pulpiger. Du hast Magie, Geheimbünde, alte Ruinen, sogenannte Weird Science (Todesstrahler, Roboter,...) und natürlich noch die Hohlwelt.
Es ist eine überdrehte Form von Indiana Jones. Mittlerweile gibt es auch einen Marsband dazu (dazu kann Hexer mehr sagen, stell mir darunter aber eher Flash Gordon vor).
Es ist vorrangig Englisch und es gibt eine deutsche Übersetzung von Uhrwerk.
Auch das ist ein sehr gutes Spiel mit einem soliden System.
Schön finde ich, dass man sich dank des gleichen Systems meist problemlos aus dem jeweils anderen RPG Talente, Hintergründe, Zusatzregeln etc. fast 1:1 rüberziehen kann.
Ubiquity und Savage Worlds bedienen beide die Pulp Sparte, wobei es für SW viel mehr Settings gibt.
Die Hauptunterschiede liegen darin, dass SW schwerer berechenbar ist durch explodierende Würfel, während Ubiquity leicht berechenbar ist (durch Poolsystem und der ständigen Verwendung des W2, sowie der Möglichkeit fast immer den Durchschnitt zu nehmen).
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