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Star Trek : Plot Holes, oder auch nicht...
YY:
Joah bei vielen Sachen ist es durchaus so, dass man sich an heutigen Vorbildern orientieren kann - die kommen ja auch nicht aus dem Nichts und haben eine gewisse Traditionslinie, die sich fiktiv in irgendeiner Weise fortdenken lässt.
Wobei man natürlich aufpassen muss, wie dein Beispiel mit den Feudalgesellschaften zeigt.
Mir geht es aber viel mehr um die Konsumentenseite, wo dann beim Mosern kein Vergleich gezogen wird, sondern die Maßstäbe und Vorgaben einer dem Kritiker bekannten Organisation 1:1 angelegt werden.
Die Amis sind da ganz groß drin.
Wulfhelm:
--- Zitat von: YY am 24.01.2016 | 13:30 ---In TNG wird ja sogar mal absurderweise explizit behauptet, Starfleet wäre keine (para-)militärische Organisation.
--- Ende Zitat ---
Ja, aber das ist halt so wie bei den Jieitai heutzutage. Aus politischen Gründen werden in der Bezeichnung keine Schlagwörter verwendet, die man traditionell mit einem Militär in Verbindung bringen würde. Aber es ist offensichtlich trotzdem eines. Nur halt in Star Trek ein ziemlich disfunktionales - und das ist, wie vieles andere auch, in den JJA-Filmen bis zur Karikatur übersteigert.
In den bisherigen Filmen und Serien wurde das jedenfalls nicht so lächerlich gehandhabt. Es fängt ja schon an mit Pikes Spruch aus dem Trailer "Enlist in Starfleet! (BAAM! BAAAAM!)"! Der zeigt recht deutlich, dass der Autor entweder nicht weiß, was "enlist" bedeutet, oder davon ausgeht, dass wir, das Publikum, bei "Apply for Starfleet Academy!" ratlos an unseren dicken Affenschädeln kratzen würden, und darum einfache Worte verwendet. Die TNG-Autoren haben den Unterschied zwischen Offizieren und Enlisted Personnel jedenfalls verstanden.
Das eigentliche Problem ist ja auch, dass die JJA-Trek-Drehbücher bisher nach dem Motto funktionierten "Wir wollen X, Y und Z im Film haben, und das muss irgendwie verknüpft werden. Ob das dann viel Sinn ergibt? Wen juckt's?" Connect the dots halt, und keine einigermaßen sinnvoll auf Grundprämissen aufgebaute Story.
YY:
--- Zitat von: Wulfhelm am 24.01.2016 | 14:23 ---Ja, aber das ist halt so wie bei den Jieitai heutzutage. Aus politischen Gründen werden in der Bezeichnung keine Schlagwörter verwendet, die man traditionell mit einem Militär in Verbindung bringen würde.
--- Ende Zitat ---
Irgendjemand hat vor Jahren mal geschrieben, Star Trek und speziell TOS macht viel mehr Spaß, wenn man es als die unbeholfene Propagandaproduktion der Föderationsdiktatur betrachtet ;) ;D
Kowalski:
Hmm. Wäre interessant zu erfahren was als Vorlage für die Sternenflotte dient.
Zum einen erforschen sie den Weltraum, so wie die NASA.
Zum anderen patroulieren sie dien Grenzen und fungieren wie eine Art Weltraumpolizei. Also so wie die Küstenwache.
Und dann transportieren sie ab und an auch mal Güter, so wie das die Handelsmarine tut.
Wahrscheinlich ist das also
ESA
Kriegsmarine
Grenzschutz
Handelsmarine
alles in einer Moulinette zur Unkenntlichkeit vermengt.
~;D
--- Zitat von: Wulfhelm --- Es fängt ja schon an mit Pikes Spruch aus dem Trailer "Enlist in Starfleet! (BAAM! BAAAAM!)"! Der zeigt recht deutlich, dass der Autor entweder nicht weiß, was "enlist" bedeutet,
--- Ende Zitat ---
Es mag sein das Wort "enlist" hat ein paar mehr Bedeutungen als nur "sich Dienstverpflichten". Und auch so, wenn man von einem Unternehmen das Studium bezahlt kriegt, verpflichtet man sich vertraglich eine Zeit X nach Abschluss des Studiums beim Unternehmen zu bleiben.
Dann kommt man auf die PayRoll. Was nur bedeutet das man auf der Unternehmensrolle gelistet ist und beim Zahltag mit einer passenden Summe bedacht wird.
Oder meintest Du commissioned? Da gibt es den Unterschied zwischen COs und NCOs (also niedrigen und höheren Dienstgraden bei Offizieren. Beides Leute mit Personalverantwortung)
Talasha:
Nicht zu vergessen sie dienen auch als Katastrophenschutz und diplomatischer Dienst.
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