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[Brainstorming] Was braucht eine Stadt für ein Superheldenspiel so alles?
Antariuk:
Moin!
Im April läuft meine aktuelle Runde aus und ich plane ein kurzes Intermezzo bevor die nächste Kampagne startet. Dieses soll ein Superheldenspiel auf Basis des Cypher Systems sein, mit vielleicht 5-6 Sitzungen. Vom Stil des Settings her würde ich mich sehr gerne an der Web Serial Worm orientieren, d.h. die Welt an sich ist schon die heutige Welt und nicht massiv verändert, wobei anerkannte Helden aber durchaus eine Medienpräsenz sind und das Technologielevel für Regierungen und Reiche schon etwas angehoben wurde. Die Stadt soll eine mittelgroße Stadt in Amerika sein, damit man alle Film- und Serienklischees raushauen kann.
Mir schwebt vor den Spielern eine Stadt als Sandkasten zu geben und mit ihnen, ganz im Stil von Fate, auch zusammen Weltenbau zu betreiben, wobei ich einige Fundamente aber gerne schon vorher abstecken will. Da ich Null Erfahrung mit Superheldenspielen habe und auch die Anzahl an entsprechenden Comics in meinem Regal sehr überschaubar ist, könnt ihr mir vielleicht helfen ein paar Ideen zu sammeln? Was braucht es an Elementen, Infrastruktur, Guten, Bösen, Skurrilem und Banalem in so einer Stadt? Worauf sollte man achten, welche Dinge einfach im Hinterkopf schonmal vormerken?
CAA:
Evtl. eine öffentlich zugängliche Schule für Begabte? (vll insgeheim betrieben vom U.S. Militär?)
Evtl. ein Hochsicherheitsgefängniss für Begabte? In ein normales Gefängniss wird man Tanktop Tiger wohl nicht stecken können... und da sind wir noch nicht bei Leuten mit Teleport oder einer körperlosen Gestalt :-)
Ein geheimes StadtViertel / Pub / ??? wo nur Begabte zugang haben. Irgendwo muss man schließlich auch mal sein Bier trinken (oder Mit-Schurken finden) können, ohne direkt von 20 Teenis umkreist zu werden, die ein Autogramm wollen. Selbstverständlich gilt hier ein Waffenstillstand zwischen gut und böse.
Eine "Holodeck Halle", wo Begabte dich in deinem Geist alles erleben lassen können, was du bereit bist zu bezahlen.
Auch hat es (in meiner Erfahrung) einen gewissen Charme wenn die Allgemeinheit einen Begriff für Leute mit Fähigkeiten hat. Begabte.... Metas... Supers....
Und vll gibt es ja auch einen Begriff den (arrogantere?) Begabte für normale verwenden. Ich weiß gar nicht aus welcher Serie ich es hatte, aber ich hatte mal nen Charakter der normal Sterbliche als "Sarps" (abgeleitet Homo sapiens - "nur Menschen") bezeichnet hat.
Holothuroid:
Alles was es gibt. Hafen, Vergnügungsviertel, Chinatown, Raumfahrtstartrampe, Alienkolonie, Sportstadium, Museen mit magischen Artefakten, Spukhäuser, das HQ der Heldenliga.
Ich bin nicht sicher, ob Sandkasten das passende für typische Superhelden-Geschichten ist, dann wirds halt Heroes.
KhornedBeef:
*applaudiert seinen Vorpostern*
Insbesondere das Superschurkengefängnis ist ein Klassiker (und macht auch Sinn). In Comics wird es häufig privat oder über mutlinationale Organisationen wie SHIELD von Superwissenschaftlern betrieben, weil normale Stellen damit überfordert sind, und die Gefangenen sind eher indefinit festgesetzte feindliche Kämpfer ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Du kannst dir denken, dass das sogar bei den "Guten" für Zündstoff sorgt.
Bürgermeisterresidenz und Polizeipräsidium als Kontrastprogramm zur "Superpolizei" ist auch immer gut, und, ganz ganz wichtig: Superhelden brauchen eine Nemesis. Und das kann sehr wirkungsvoll eine öffentliche, nicht direkt angreifbare Person sein, so dass du immer eine politische Komponente ausspielen kannst. Bekannt sind Lex Luthor (größenwahnsinniges Genie und Unternehmer) und Dr. Doom (größenwahnsinniges Genie und als Oberhaupt eines souveränen Staates mit diplomatischer Immuniät ausgestattet).
Skyrock:
Ich empfehle für eine Superheldensandbox das Süpplemang "New York, New York" für MSH. Knapp 40 Seiten ausgearbeitete Zufallsbegegnungen für Superhelden, vom steckengebliebenen Fahrstuhl bis zum stadtbedrohenden Hurrikan.
Ansonsten braucht jede generische Superheldenstadt eine Tägliche Trompete dominierende Lokalzeitung, auf deren Titelseite von jedem Kiosk die letzten Schandtaten der Superwesen berichtet werden.
Und einen Untergrund, in dem sich U-Bahnen, Abwasser, bucklige verwachsene Mutanten, Ninjaschildkröten und Weltherrschaft anstrebende Maulwurfmenschen ein Stelldichein geben.
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